VW iCar

Apple Car "Titan": Überblick zu Apples Auto-Plänen

— 14.06.2017

Ist das Apple-Auto gestorben?

Apple-Chef Tim Cook äußerte sich erstmals zur Entwicklung autonomer Autos. Ein eigenes Fahrzeug werde es wohl nicht – Apple arbeite aber an entsprechender Software.

(dpa/REU/brü/cr) Apple konzentriert sich Konzernchef Tim Cook zufolge auf die Entwicklung von Technologie für selbst fahrende Autos. Ein eigenes Fahrzeug (Apple Car, iCar, Titan) wird dabei aber wohl nicht herauskommen. Der Fokus des Unternehmens liege auf autonomen Systemen, zu denen eigenständig fahrende Fahrzeuge zählten, sagte Cook erstmals in einem am 13. Juni 2017 veröffentlichten Interview mit Bloomberg TV. 

So stellte sich AUTO BILD-Designer Larson ein Apple-Auto vor. Nun wird sich der Konzern wohl doch auf reine Softwarelösungen konzentrieren.

©Larson

Es handle sich um eine Kerntechnologie, die Apple für sehr wichtig halte. Das Interview wurde der Agentur zufolge am 5. Juni geführt. Apple ist in den Wettlauf um die Entwicklung autonom fahrender Autos vergleichsweise spät eingestiegen. Am 14. April 2017 erhielt Apple von der Verkehrsbehörde des Bundesstaats Kalifornien die Erlaubnis für Tests selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen. Zuvor hatten in den USA bereits zahlreiche Unternehmen wie Google, Ford, Volkswagen und Daimler entsprechende Zulassungen bekommen. Die offizielle Genehmigung ist der bislang deutlichste Hinweis auf Ambitionen des Smartphone- und Computerherstellers im umkämpften Zukunftsmarkt für autonomes Fahren Apple ist das 30. Unternehmen, dem im bevölkerungsreichsten US-Staat eine solche Lizenz ausgestellt wurde. Rivalen wie der Google-Mutterkonzern Alphabet mit seiner Tochter Waymo, aber auch große Player der Autobranche wie Volkswagen, Mercedes, Bosch, Ford, General Motors oder Tesla haben schon länger die Erlaubnis für Roboterwagen-Tests in Kalifornien. Uber kam erst kürzlich dazu, nachdem der Fahrdienst-Vermittler seine selbstfahrenden Wagen zunächst ohne eine solche Erlaubnis testen wollte, die Verkehrsbehörde aber nicht mitspielte. Der klarste Hinweis von Apple war bislang ein Brief an die US-Verkehrsbehörde NHTSA, um sich bei Richtlinien für selbstfahrende Autos einzubringen. Ansonsten hieß es lediglich, Mobilität sei ein interessanter Zukunftsmarkt.

Tesla Model 3 (2017): Vorschau

Apple sichert sich erstes Fahrzeug-Patent

Das Apple-Patent zeigt zwei Kettenfahrzeuge, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind.

Darauf, dass das Apple Car bzw. Software für selbstfahrende Autos nie ganz aus den Zukunftsplänen des Technik-Giganten verschwunden war, deutete bereits eine Meldung vom August 2016: Da sicherte sich der iPhone-Konzern ein erstes fahrzeugbezogenes Patent, allerdings ein ziemlich mysteriöses. Es ging um eine Lenk- und Kupplungsvorrichtung, um Fahrzeuge miteinander zu verbinden. Auf der Patentschrift waren ein führendes Fahrzeug und ein folgendes Fahrzeug abgebildet. Die Kupplung sollte laut Patent dafür sorgen, Strom, Kraftstoff sowie Flüssigkeiten zum Bremsen und für die Klimaanlage zwischen beiden Fahrzeugen zu verteilen. Über hydraulische Zylinder kann das vordere Fahrzeug das nachfolgende führen. Solcherart verbundene Fahrzeuge haben einen kleinen Wendekreis, wie beispielsweise Gelenkbusse.

Kettenantrieb gibt Rätsel auf

Apple entwickelte die Lenkung zusammen mit der schwedischen Firma BAE Hägglunds. Die Schweden sind auf Militärfahrzeuge spezialisiert, was erklären könnte, warum in der Patentzeichnung Kettenfahrzeuge zu sehen sind. Was Apple mit der Lenkvorrichtung vorhat, ist unklar. Jedenfalls bezieht sich das Patent auf ein Gelenkfahrzeug, das sich aus zwei Teilen zusammensetzt, die durch die Lenkvorrichtung verbunden sind.

Autor: Christoph Richter

Fotos: Larson

Stichworte:

Autonomes Fahren

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung