VW iCar

Apple Car "Titan": Überblick zu Apples Auto-Plänen

— 25.08.2017

Apple plant autonomen Shuttle-Service

Nächster Schritt in die autonome Zukunft: Apple will offenbar einen Shuttle-Service mit selbstfahrenden Autos für Mitarbeiter einrichten.

Die autonomen Shuttles sollen Mitarbeiter zwischen Palo Alto und dem neuen Apple-Campus "Infinite Loop" hin- und herfahren.

(dpa/REU/brü/cr/mas) Apple plant offenbar einen autonomen Shuttle-Service. Das berichtet die New York Times, die sich auf fünf nicht namentlich genannte Mitarbeiter des Konzerns beruft. Zunächst sollen die selbstfahrenden Fahrzeuge demnach intern genutzt werden und Apple-Angestellte zwischen den verschiedenen Bürogebäuden der Firma im Silikon Valley hin- und herfahren. Genauer gesagt: von Palo Alto zum "Infinite Loop", dem neuen, UFO-artigen Hauptquartier in Cupertino – das ist eine Strecke von etwa 25 Kilometern. Erst im April 2017 hatte der iPhone-Konzern die behördliche Erlaubnis bekommen, autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu testen. Ob Apple plant, ähnlich wie Uber einen öffentlichen autonomen Fahrservice auf die Beine zu stellen oder ob mit "PAIL" (kurz für Palo Alto to Infinite Loop) lediglich die Software getestet werden soll, ist nicht bekannt. 
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So hätte ein Apple-Auto aussehen können, glaubt die Firma "Clickmechanic". Nun wird sich der Konzern aber wohl doch auf reine Softwarelösungen konzentrieren.

Die Pläne, ein eigenes autonomes Auto zu bauen, sind aber offenbar vom Tisch. Konzernchef Tim Cook hatte in einem bei Bloomberg TV veröffentlichten Interview (13. Juni 2017) erklärt, der Fokus des Unternehmens liege auf der Entwicklung von Technologie für selbst fahrende Autos. Gerüchten zufolge hatte die 2014 gegründete Projektgruppe "Titan" früher an einem eigenen, autonomen Auto (Apple Car, iCar) gearbeitet. Jetzt gehen Experten davon aus, dass Apple seine Software in Fahrzeuge anderer Hersteller einbaut.

30 Unternehmen testen in Kalifornien Roboter-Autos

Apple ist erst relativ spät in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen eingestiegen. Der Konzern ist schon das 30. Unternehmen, dem im bevölkerungsreichsten US-Staat eine Lizenz zum Test auf öffentlichen Straßen ausgestellt wurde. Rivalen wie der Google-Mutterkonzern Alphabet mit seiner Tochter Waymo, aber auch große Player der Autobranche wie Volkswagen, Mercedes, Bosch, Ford, General Motors oder Tesla haben schon länger die Erlaubnis für Roboterwagen-Tests in Kalifornien. Uber kam erst kürzlich dazu, nachdem der Fahrdienst-Vermittler seine selbstfahrenden Wagen zunächst ohne eine solche Erlaubnis testen wollte, die Verkehrsbehörde aber nicht mitspielte. Der klarste Hinweis von Apple war bislang ein Brief an die US-Verkehrsbehörde NHTSA, um sich bei Richtlinien für selbstfahrende Autos einzubringen. Ansonsten hieß es lediglich, Mobilität sei ein interessanter Zukunftsmarkt.

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Apple sichert sich erstes Fahrzeug-Patent

Das Apple-Patent zeigt zwei Kettenfahrzeuge, die durch ein Gelenk miteinander verbunden sind.

Darauf, dass das Apple Car bzw. Software für selbstfahrende Autos nie ganz aus den Zukunftsplänen des Technik-Giganten verschwunden war, deutete bereits eine Meldung vom August 2016: Da sicherte sich der iPhone-Konzern ein erstes fahrzeugbezogenes Patent, allerdings ein ziemlich mysteriöses. Es ging um eine Lenk- und Kupplungsvorrichtung, um Fahrzeuge miteinander zu verbinden. Auf der Patentschrift waren ein führendes Fahrzeug und ein folgendes Fahrzeug abgebildet. Die Kupplung sollte laut Patent dafür sorgen, Strom, Kraftstoff sowie Flüssigkeiten zum Bremsen und für die Klimaanlage zwischen beiden Fahrzeugen zu verteilen. Über hydraulische Zylinder kann das vordere Fahrzeug das nachfolgende führen. Solcherart verbundene Fahrzeuge haben einen kleinen Wendekreis, wie beispielsweise Gelenkbusse.

Kettenantrieb gibt Rätsel auf

Apple entwickelte die Lenkung zusammen mit der schwedischen Firma BAE Hägglunds. Die Schweden sind auf Militärfahrzeuge spezialisiert, was erklären könnte, warum in der Patentzeichnung Kettenfahrzeuge zu sehen sind. Was Apple mit der Lenkvorrichtung vorhat, ist unklar. Jedenfalls bezieht sich das Patent auf ein Gelenkfahrzeug, das sich aus zwei Teilen zusammensetzt, die durch die Lenkvorrichtung verbunden sind.
Fotos: Larson

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Autonomes Fahren

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