Volkswagen VW Passat 1.8 TSI Trendline

Aral-Studie zum Autokauf

— 18.08.2009

Schwarze Limo als Traumauto

Bei der Wahl ihres Autos sind die Deutschen höchst konservativ. Schwarz soll es sein und die Form einer Limousine haben. Das ist ein Resultat aus der Studie "Trends beim Autokauf 2009".

Ferrari California – das ist ein Traumwagen. Doch wenn es an den Neuwagenkauf geht, spielen bei den Deutschen ganz andere Werte eine Rolle. Denn der aktuellen Aral-Studie "Trends beim Autokauf 2009" zufolge ist das Traumauto eine schwarze Limousine mit Benzinmotor, die auf jeden Fall klimatisiert und mit ABS vorrollen muss. Es folgen bei den Karosserievarianten Kleinwagen und Kombis, bei den Farben Silber und Blau. Doch allzu viele Autokäufer wird es in den kommenden Monaten nicht geben, denn nur 18 Prozent der insgesamt 1163 Personen wollen binnen 18 Monaten einen Neu- oder Gebrauchtwagen zulegen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren dachten noch 34 Prozent ernsthaft über einen Autokauf nach. Gründe für die schwindende Kauflust sind das Auslaufen der Abwrackprämie und die längere Haltedauer. Viele Autofahrer haben die staatliche Unterstützung eingestrichen und einen ohnehin geplanten Autokauf nur vorgezogen. 

Barzahlung ist völlig out

Der Marktanteil von VW wird laut der Studie weiter steigen.

Nur Bares ist Wahres – aber nicht mehr beim Autokauf. Der Anteil der Barzahler hat sich seit der ersten Befragung im Jahr 2003 von damals 64 Prozent auf jetzt 32 Prozent halbiert. Parallel dazu sind Finanzierungsangebote von Banken oder Autohäusern die großen Gewinner der Entwicklung. Der Anteil der Finanzierung stieg um fast das Fünffache innerhalb von sechs Jahren: 2003 waren es noch elf Prozent, jetzt sind es 52 Prozent. Bei der Markenwahl kann nur VW auf deutliche Zuwächse hoffen: 22 Prozent (+2 Prozent) wollen beim nächsten Autokauf zu einem Modell von VW greifen. Auf den Branchenprimus folgt – mit großem Abstand – ein breites Mittelfeld. Jeweils acht Prozent der Studienteilnehmer haben ein Auto von Opel (-2) oder Mercedes-Benz (+1) auf dem Einkaufszettel. Unter den deutschen Herstellern verzeichnen auch Audi (6 Prozent/-3)und BMW (8/-2) ein sinkendes Kaufinteresse.

E-Mobilen droht das Nischendasein

Immer mehr Autos werden finanziert, Barzahler sind eine aussterbende Spezies.

Die deutschen finden Elektroautos zwar interessant, wollen dafür aber keinen großen Aufpreis bezahlen und vor allem keine Einschränkung bei der Mobilität hinnehmen. Laut der Studie droht den E-Mobilen damit ein klassischer Fehlstart und unter Umständen sogar ein längerfristiges Nischendasein: Die Anschaffung eines Elektroautos können sich zwar theoretisch 36 Prozent der Befragten vorstellen. 71 Prozent wollen nur einen kleinen Aufpreis (bis 2000 Euro) im Vergleich zu konventionellen Antrieben zahlen. Für fast drei Viertel der Kaufinteressenten sind 300 Kilometer oder mehr pro Ladevorgang eine Mindestvoraussetzung. Deshalb drohe dem Elektroauto ein ähnliches Schicksal wie Erdgasfahrzeugen: Einbußen bei der Reichweite und ein dünnes Tankstellennetz haben den Durchbruch von Erdgasautos bislang verhindert. Konkret wollen in den kommenden 18 Monaten zehn Prozent der Käufer Autogas-Fahrzeuge kaufen, fünf Prozent ein Hybridauto, aber nur zwei Prozent ein Erdgas-Fahrzeug.

Markentreue? Von wegen

Wichtigste Argumente beim Autokauf sind "Verbrauch und Wirtschaftlichkeit" mit 60 Prozent (+9) der Nennungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat zwar seinen Spitzenplatz verloren, verbuchte aber eine Steigerung der Nennungen von 54 auf nun 59 Prozent. Der Wunsch nach einem sicheren Auto landete auf Rang drei mit 56 Prozent (-10). Rabatte spielen auch eine Rolle beim Kauf: Im Durchschnitt erwarten die potenziellen Kunden einen Preisnachlass von 14 Prozent und damit ein Prozent mehr als 2007. Und mit der Markentreue ist es nicht mehr weit her: 46 Prozent (+4) der Befragten würden bei zu geringen Rabatten die Marke wechseln. Das beste Image in Sachen Umweltschutz hat VW: 40 Prozent (+11) hält Fahrzeuge aus Wolfsburg für besonders umweltfreundlich. Toyota musste dagegen einen Rückgang um fünf  Prozentpunkte auf 27 Prozent hinnehmen und büßte damit seine Vorreiterrolle ein. Dahinter rangiert Mercedes-Benz auf dem dritten Platz mit 19 Prozent (+6).

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.