Aral will Pflichtpfand einführen

Aral will Pflichtpfand einführen

— 06.02.2003

Marke mit System

Die Aral AG plant die Einführung eines kundenfreundlicheren Pfandsystems für die Rückgabe von Einwegflaschen- und dosen.

Zum 1. März 2003 plant Aral AG (insgesamt rund 3300 -Stationen) die Einführung eines bundeseinheitlichen Pfandsystems für Einwegflaschen- und -dosen, auf die seit dem 1. Januar 2003 ein Pflichtpfand erhoben wird. Der Kunde erhält beim Kauf von Getränken in Einwegverpackungen im Tankstellenshop eine entsprechende Anzahl von Pfandmarken im Wert von 25 Cent pro Stück. Bei Abgabe von Pfandmarke und "Leergut" erhält er sein Pfandgeld an jeder teilnehmenden Station im Bundesgebiet zurück. Das Pfandsystem wird übergangsweise bis zur Einführung einer branchenübergreifenden nationalen Pfandlösung gelten.

Bisher können Kunden ihre Einwegflaschen und -dosen nur dort zurückgeben (in der Regel gegen Vorlage des Kassenbons oder einer Pfandmarke), an der sie diese zuvor gekauft haben. Eine mögliche Variante prüft auch der Handelsriese Lekkerland-tobaccoland (beliefert bundesweit 70.000 Geschäfte): leere Dose gegen volle Dose.

Soll heißen: Wer ein neues Einweggetränk kauft und die alte leere Dose oder Flasche - egal wo gekauft - abgibt, zahlt kein neues Pfand. Einleuchtend und einfach - aber wettbewerbsrechtlich okay? "Wir werden das juristisch prüfen", so Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Bitte schnell, Herr Resch – zumal das Bundesumweltamt in Berlin darin keinen Verstoß gegen das Pflichtpfand entdecken kann. "Eine verbraucherfreundliche Lösung", so Referatsleiter Thomas Rummler.

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