Aston Martin, B.E. Edonis, Bentley, BMW

Supersportwagen von A bis Z (Teil 1) Supersportwagen von A bis Z (Teil 1)

Aston Martin, B.E. Edonis, Bentley, BMW

— 12.03.2003

Supersportwagen von A bis Z (Teil 1)

Diese Fahrzeuge bringen jeden Autofan zum Träumen. Exoten und Supersportwagen für den etwas größeren Geldbeutel.

Aston Martin DB7: Nun mit ganzem Dutzend

Die durchaus kritische Kundschaft von Aston Martin hat dem DB7 seit seinem Erscheinen zwei Dinge übel genommen: den im Bug verbauten Sechszylinder-Block aus dem Jaguar-Regal und seine Stahlkarosserie. Der Vanquish hingegen konnte von Anfang an beides besser: Werkelt doch unter seiner aus gewichtssenkenden Verbundwerkstoffen gefertigten Haut ein bärenstarker Zwölfzylinder.

Zumindest was die Motorisierung betrifft, ist der Klientel beim Nachfolger nun der Wind aus den Segeln genommen worden. So verfügt nun auch der DB7 bereits über die Leistung des munteren Dutzends, jedoch nur mit 420 statt der 466 PS des Bruders Vanquish. Vorteile kann der DB7 bei der optionalen Karosserievariante verbuchen. Wer will, kann im Aston Martin Vantage Volante über die großen Boulevards dieser Erde mit geöffnetem Verdeck rollen. Da verstummen auch die ewigen Nörgler.

Aston Martin Vanquish: 007 kehrt zurück

Wenn Sean Connery als Agent James Bond in "Goldfinger" und "Feuerball" die Verbrecher zur Weißglut trieb, tat er das entsprechend stilvoll. Ein Aston Martin DB5 diente ihm dabei als fahrbarer und wehrhafter Untersatz. Doch die Zeiten ändern sich, die Filmindustrie griff inzwischen auf Lotus oder bayerische Luxuslimousinen als Dienstfahrzeuge zurück. Im aktuellen Streifen fährt Pierce Brosnan wieder standesgemäß vor – Agent 007 bewegt einen Vanquish.

Für die gar nicht understatementmäßigen Fahrleistungen sorgt ein bei Cosworth überarbeiteter Zwölfzylinder mit 466 PS, der das maskuline Coupé in lediglich fünf Sekunden aus dem Stand auf hundert Kilometer pro Stunde beschleunigt. Erst bei 306 km/h endet der Vortrieb des 2+2-Sitzers. So viel Geschmack hat allerdings auch seinen Preis. Für einen DB7 ist eine Investition von rund 228.000 Euro fällig.

B. Engineering Edonis: Vom anderen Stern

Als Ferrari 1989 den Über-Sportwagen F40 präsentierte, arbeitete im Hintergrund bereits ein gewisser Nicola Materazzi, der für das dem Commendatore gewidmete Projekt verantwortlich zeichnete. Unter seinen Fittichen entstand nun bei der Firma B. Engineering ein weiterer herausragender Sportwagen. Ähnlich wie sein Vorbild verfügt der Edonis somit über einen aufgeladenen Motor, nun jedoch mit zwölf statt acht Zylindern.

Die Leistung ist entsprechend Respekt einflößend: 680 PS aus 3,8 Liter Hubraum dank Bi-Turbo-Aufladung. Derart motorisiert kann der in aufwändiger Handarbeit aus Kohlefaser und Aluminium gefertigte Edonis sogar dem neuesten Spross aus Maranello, dem Enzo Ferrari, die Stirn bieten. Die Endgeschwindigkeit liegt laut B. Engineering jenseits von 360 km/h. Zum Tête-à-tête wird es aber nur selten kommen: 349 Enzos stehen bestenfalls 21 Edonis gegenüber.

Bentley Continental: Fast schon ein Volks-GT

Während sich die Konkurrenz in immer höhere automobile Sphären aufschwingt, schlägt Bentley den entgegengesetzten Weg ein. Der Einfluss der Volkswagen-Mutter wirkt sich nun sogar in direkter Linie auf den Preis aus. Für "nur" 150.000 Euro bietet der intern noch "GT" genannte Sportwagen vier vollwertige Sitzplätze sowie modernste Fahrwerks- und Motortechnologie.

Der aus dem Audi A8 W12 und VW Phaeton bekannte Zwölfzylindermotor garantiert standesgemäßes Vorankommen. Seine Leistung von geschätzten 500 PS leitet er sicherheitsförderlich via Allradantrieb an die Straße weiter. Damit sich der Bentley mit seinem Leistungsspektrum und dem imposanten Drehmoment von 700 Newtonmeter nicht gänzlich von seinen Wurzeln löst, verwöhnt er seine Insassen erwartungsgemäß mit allerbester handwerklicher Verarbeitung. Manche behaupten, besser als je zuvor.

BMW M3: Bayerischer Muskelmann

Nicht nur in Lederhosen zeigen Bayern ihre strammen "Wadeln". Auch beim Autobau lassen sie gern die Muskeln spielen. BMW packte seien M3 in ein scharf geschnittenes Blechkleid. Spoiler rundum, breitere Spur sowie 225er vorn und 255er hinten lassen auf die sportlichen Innereien schließen. Der stärkste Dreier fährt sich sensationell. Beeindruckend: seine Leistung. Stolze 343 PS saugt der Motor aus der Luft. Auf Zwangsbeatmung kann der mächtige Münchner verzichten.

Auch ohne Lader macht die 3,2-Liter-Maschine gewaltig Druck. Der Reihensechser – weltweit der Sechszylinder mit der höchsten Drehzahl – orgelt bis 8000 Touren. Die Leistungsentfaltung ist brachial. Der M3 beschleunigt in gerade mal 5,2 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h wird dem Vortrieb elektronisch ein Ende gesetzt. Das maximale Drehmoment beträgt 365 Newtonmeter, was den Fahrer kräftig in die Sportsitze zwingt.

BMW Z8: Brachialer Schönling

Als Vorlage für den Z8 diente Chris Bangle der legendäre BMW Roadster 507. Die furiose Mischung aus Retro-Elementen und moderner Formensprache ist ihm rundum gelungen. "Wenn ich den 507 heute entwerfen würde, würde er aussehen wie der Z8", sagte kein geringerer als Albrecht Graf von Goertz. Er muss es wissen, denn von ihm stammt schließlich der 507.

Unter der langgezogenen Motorhaube werkelt ein Aggregat der BMW-Edeldivision M-GmbH: ein 400 PS starker V8 Sauger mit variabler Nockenwellenverstellung (Doppel-Vanos) und elektronisch gesteuerten Einzeldrosselklappen. Der aus dem M5 bekannte Motor, der seine Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe auf die Hinterräder überträgt, ist drehfreudig wie eine Walzerkönigin und klingt so wunderbar rund, dass man ihm ständig die Sporen geben möchte. Und das Heck ist ein an den seligen Jaguar E-Type erinnernder Geniestreich.

Chevrolet Corvette: Amerikanischer Traum

Für eingefleischte Fans ist die Chevrolet Corvette der einzige richtige Sportwagen aus der neuen Welt. Sie genießt mittlerweile sogar den Kultstatus einer legendären Diva. Zu Recht, denn die Vette hat ihren (auf)reizenden Charakter im Laufe der Jahre beibehalten. Schwellende Kotflügel und das extrem breite Heck lassen schon im Stand die Muskeln spielen. Und das ist kein bloßes Imponiergehabe: Der 5,7-Liter-V8 unter der langen Haube entwickelt nämlich 344 PS und wuchtet mächtige 483 Newtonmeter auf die Kurbelwelle.

Das reicht, um die Flunder in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 zu schießen. Vortrieb herrscht somit in allen Lebenslagen, auch aus dem Drehzahlkeller. Nette Details sind das Head-up-Display, bei dem wichtige Fahrzeuginfos in die Windschutzscheibe eingeblendet werden, und das elektronisch verstellbare Fahrwerk. Zum 50. Jubiläum ist das Sondermodell 50th Anniversary zu haben.

Zum Teil 2 geht es hier lang!

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