Aston Martin DB11 Volante (2018): Erlkönig

Aston Martin DB11 Volante (2018): Test

— 13.10.2017

Aston öffnet den DB11

Aston Martin zeigt den offenen DB11 Volante. Entscheidender Unterschied zum Coupé: kein V12, dafür einen V8 von Mercedes-AMG. Alle Infos und Sitzprobe!

Vorstellung: DB11 Volante ab Frühjahr 2018 beim Händler
Interieur: Das Cockpit des DB11 Volante ist edel und luxuriös
Ausstattung: Drei Verdeckfarben beim Volante
Connectivity: Infotainmentsystem von Mercedes
Motor: Kein V12 im DB11 Volante
Technische Daten und Preis: Bei knapp 200.000 Euro geht's los

Vorstellung: DB11 Volante ab Frühjahr 2018 beim Händler

Topspeed, Beschleunigung, Rundenzeit? Bei Aston Martin sind diese Punkte wichtig, aber nicht entscheidend. Bei den Briten zählt in erster Linie Stil – und davon haben die Modelle aus Gaydon Unmengen. Nebenbei sind die aktuellen Aston Martin-Modelle trotzdem schnell, ohne dabei übertrieben hart zu sein – eben klassische GTs für lange Touren. Genau da soll auch der DB9-Nachfolger DB11 anknüpfen. Knapp ein Jahr nach dem Coupé zeigen die Briten die Cabrio-Version, bei Aston Martin traditionell Volante genannt. Der entscheidendste Unterschied zwischen Coupé und Volante ist der Motor. Die geschlossene Variante hat Aston Martin mit einem neuentwickelten V12-Biturbo mit 608 PS präsentiert. Seit kurzem gibt es das DB11 Coupé auch mit dem 510 PS starken V8 von Mercedes-AMG.

V8 und V12 zusammen. Das Coupé mit V12 erkennt man an den zusätzlichen Lüftungsschlitzen auf der Motorhaube.

Beim DB11 Volante haben die Kunden keine Wahl: die Cabrio-Version wird nur mit dem V8-Biturbo angeboten. Optisch bleibt der DB11 auch als Volante ein Hingucker, dafür sorgen die Aluhaube aus einem Stück mit den auffälligen Schlitzen entlang der vorderen Kotflügel genauso wie die besonders betonten hinteren Radhäuser. Als Volante wirkt der DB11 in Realität sogar noch eleganter als Coupé – zumindest mit offenem Dach. Das Stoffverdeck öffnet auch während der Fahrt bis 50 km/h in 14 Sekunden. Gleichzeitig ist die Kapuze besonders kompakt, was dafür sorgt, dass der Verdeckkasten flüssig in das Design integriert wird. Außerdem soll das Kofferraumvolumen im Vergleich zum Vorgänger DB9 Volante um 20 Prozent gewachsen sein. Bestellbar ist der DB11 Volante ab sofort, die Auslieferungen starten im Frühjahr 2018. Basispreis für den Aston Martin DB11 Volante: 199.000 Euro.

Aston Martin DB11 V8 (2017): Vorstellung

Interieur: Das Cockpit des DB11 Volante ist edel und luxuriös

Beim Aston Martin DB11 Volante von einem 2+2-Sitzer zu sprechen wäre schlicht falsch. Der Platz hinten dient maximal als Gepäckablage. Also volle Konzentration aufs Cockpit. Das Fotofahrzeug ist ganz klassisch ein Rechtslenker. Die Tür öffnet Aston-typisch schräg nach oben und schon ist es da, dieses  luxuriöse Gefühl, das bei mir nur zwei Marken hervorrufen: Aston und Bentley. Ja, die Verarbeitung des Aston Martin ist an gewissen Stellen vielleicht nicht ganz so perfekt wie bei einem Porsche oder Bentley aber dafür sind die Materialien besonders edel. Ganz entscheidend ist auch die Materialauswahl: alles, was nach Holz aussieht, ist auch Holz. Genauso bei anderen Werkstoffen wie Metall oder Carbon. Hier wird nichts gefaked. Die Sitze des DB11 Volante sind bequem, bieten Seitenhalt, engen Fahrer und Beifahrer aber nicht ein. Die Sitzverstellung an der Mittelkonsole – in diesem Fall links von mir – ist immer noch gewöhnungsbedürftig.

Fünf verschiedene Furniere für die Rücksitzlehnen

Besonders stolz ist Aston Martin auf die Rückseiten der Vordersitze, die mit fünf verschiedenen Furnieren veredelt werden können.

Besonders stolz sind die Briten auf die Rückseiten der Vordersitze. Der Grund: Aston Martin stattet die Rückseiten großflächig mit verschiedenen Furnieren aus. Die Kunden haben die Wahl zwischen Holz, Pianolack und Carbon – insgesamt stehen fünf verschiedene Ausführungen zur Wahl. Wir sind uns einig, dass es effektiv nichts bringt, sieht aber verdammt gut aus. Da wären wir wieder beim Thema Stilsicherheit. Wie das Platzangebot bei geschlossenem Verdeck ist, konnten wir bei dem Vorserienfahrzeug leider nicht testen. Auch konnten wir uns kein Livebild vom DB11 Volante mit geschlossenem Verdeck machen. Bei 1,83 Metern Größe ist der Scheitelansatz allerdings noch ein ganzes Stück von der Sturmfrisur entfernt. Ansonsten entspricht das Cockpit weitestgehend dem des DB11 Coupé. Ungewohnt sind weiterhin die Lenkstockhebel von Mercedes. Das Navi-/Infotainmentsystem von Benz tut den aktuellen Aston-Modellen sehr, sehr gut. Details, wie die elektrisch zurückfahrende Mittelarmlehne versprühen ein besonderes Flair. 

Ausstattung: Drei Verdeckfarben beim Volante

Die 20-Zoll-Schmiedefelgen im Y-Design sind neu beim Volante und kosten Aufpreis. Serienmäßig gibt es die Zehnspeichenfelgen vom Coupé.

Wie es sich für einen guten Gran Turismo gehört, ist die Ausstattung üppig. LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten sind genauso Serie wie 20-Zoll-Felgen. Die Kunden können dabei zwischen zwei Rädern wählen: es gibt die vom Coupé bekannten Zehnspeichenfelgen und neue Schmiederäder im Y-Design. Das Stoffverdeck bietet Aston Martin in drei Farben (Bordeauxrot, Schwarzsilber und Schwarzgrau) an. Weitere Individualisierungsmöglichkeiten betreffen die Bremssättel (vier Farben) und die Sicherheitsgurte (fünf Farben). Ebenfalls immer an Bord ist die Achtgang-Automatik und ein Differential. Das elektrische Stoffverdeck lässt sich auch während der Fahrt bis 50 km/h öffnen. Damit der DB11 Volante auch als Ganzjahres-Cabrio taugt, bietet Aston Martin neben einer Sitzheizung auch eine Lenkradheizung an.

Connectivity: Infotainmentsystem von Mercedes

Analog zur Coupéversion übernimmt auch der DB11 Volante das Infotainmentsystem von Mercedes. Das System mit acht Zoll Display ist serienmäßig an Bord und verfügt auch über Apple CarPlay und eine 360 Grad Kamera. Auf Wunsch gibt es ein Bang&Olufsen-Soundsystem mit 13 Lautsprechern.

Neue Cabrios (bis 2020)

BMW Z4 Illustration

Motor: Kein V12 im DB11 Volante

Den Aston Martin DB11 Volante gibt es nur mit dem neuen Vierliter-V8-Biturbo, der seit kurzem auch im DB11 Coupé angeboten wird. Der Motor kommt von Mercedes-AMG und leistet 510 PS und 675 Nm. Damit beschleunigt der DB11 Volante in 4,1 Sekunden auf 100 km/h und ist 300 km/h schnell. Ein V12-Motor ist nach aktuellem Stand nicht für den DB11 Volante vorgesehen. Als Grund nennt Aston Martin für die Zukuft geplante Modelle, die sich womöglich überschneiden könnten.

Technische Daten und Preis: Bei knapp 200.000 Euro gehts los

Aston Martin DB11 Volante • Motor: Achtzylinder-Benziner • Hubraum: 3982 ccm • Leistung: 375 kW (510 PS) bei 6000 U/min • max. Drehmoment: 675 Nm bei 2000 bis 5000 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 4,1 s • Topspeed: 300 km/h • Leergewicht: 1870 kg • Preis: ab 199.000 Euro.

Mit einem Basispreis von 199.000 Euro ist der DB11 Volante 5900 Euro günstiger als das DB11 Coupé mit dem 608 PS starken V12-Biturbo. Gleichzeitig kostet die Cabrio-Version 15.000 Euro mehr als der geschlossene DB11 mit V8, der bei 184.000 Euro beginnt.

Aston Martin DB11 Volante (2018): Test

Autor:

Jan Götze

Fazit

Ich muss gestehen, dass mir das Design des DB11 nicht besonders zugesagt hat – bis jetzt. Denn als Volante wirkt der DB11 gestreckter und eleganter. Dass der V12 nicht angeboten wird, ist schade. Umso spannender ob Aston Martin den V12 im neuen Vantage anbieten wird!

Stichworte:

Cabrio

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