Aston Martin Lagonda (2014)

Aston Martin Lagonda (2014) Aston Martin Lagonda (2014) Aston Martin Lagonda (2014)

Aston Martin Lagonda (2014): Neue Fotos

— 01.10.2014

Neue Fotos vom Lagonda

Die Aston-Martin-Tochter Lagonda kommt zurück – mit einem Luxusliner für reiche Scheichs. UPDATE: Jetzt gibt es Innenraum-Fotos!

Der Fahrer hat das edle Cockpit im sogenannten "Wave-Design" vor sich.

Aston Martin zeigt uns neue Fotos vom Lagonda. Diesmal wird das Interieur ins rechte Licht gerückt und zeigt genau das, was die ausgesprochen solvente Kundschaft in den Emiraten am Golf sicher zu schätzen weiß. Mit edelsten Werkstoffen wird nicht gegeizt, Leder im Kroko-Look triff auf fein poliertes Metall und edles Holz. Wobei das nur eine Blaupause ist, denn auf Wunsch würden die Briten ihren Nobel-Hobel sicher auch in rosafarbenen Plüsch packen, wenn es entsprechend entlohnt wird. Auf jeden Fall können sich sich die Fondpassagiere über reichlich Platz freuen, der Abstand zu den vorderen Sitzen ist gewaltig. Die Perforation des Gestühls ist eindeutiger Hinweis auf eine Belüftung, rund um die Golf-Region auch durchaus ein wünschenswertes Feature.

Bei Hitzetests im Oman wird der Lagonda derzeit gegen Hitze gestählt.

Der ungetarnte Prototyp durfte im Oman bereits ein Hitze-Testprogramm abspulen, bevor er irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft in einer Kleinserie von nur 100 Exemplaren durch die Hände kundiger Schrauber laufen soll. Schon bei der ersten Ankündigung, den viertürigen Luxus-Sportler wiederzubeleben, fielen Aston-Martin-Fans gleich zwei Steine vom Herzen. Der erste galt der Wiedergeburt der luxuriösen Tochter Lagonda, die damit offiziell bestätigt wurde. Und der zweite der Tatsache, dass dieses Comeback nicht mit der hässlichen SUV-Studie von 2009 geschehen wird – zumindest nicht sofort. Das, was die Briten jetzt auf Fotos zeigen, passt viel besser zur Tradition der Tochter, als das Nilpferd im Nerzmantel, das seinerzeit die Gäste in Genf verschreckt hatte: Aus dem Dickschiff fürs Gelände ist eine ebenso elegante wie exklusive Limousine geworden.

Lagonda SUV-Concept in Genf 2009

Die Kundschaft ist handverlesen

Der neue Lagonda tritt ganz klassisch auf: kaum Kanten, fließende Linien.

Ähnlich wie beim Supersportwagen One-77 und dem V12 Zagato planen die Briten dabei nur mit kleinen Stückzahlen und einer handverlesenen Kundschaft, die den Wagen auch nicht einfach so kaufen kann. Den Lagonda darf man nur "by Invitation only" bestellen, meldet Aston Martin und will den Vertrieb zunächst auf die Golf-Region beschränken. Denn erstens haben die Scheichs offenbar ausreichend große Garagen für einen Luxusliner von gut und gerne sechs Metern und wollen mal was anderes sehen als Rolls-Royce oder Bentley. Und zweitens fragt dort auch keiner nach dem Preis, den Aston Martin ohnehin noch "strictly confidential" hält und dazu bislang nur so viel verrät: "Er wird der Exklusivität, der Qualität und dem Luxus des Lagonda angemessen sein." Im Klartext heißt das, dass er wohl eher bei einer als bei einer halben Million Euro liegen dürfte – oder bei entsprechend vielen Dirhams.

Geliebte Geldvernichter: Aston Martin Lagonda

Der V12-Motor kommt weiter von Ford

Große Räder auf edlen Felgen sind Pflicht, hinten sorgt ein Mini-Heckkantenspoiler für mehr Abtrieb.

Technisch wird das neue Modell allerdings eher ein altes Auto werden. Denn neue Komponenten sind bei den Briten noch nicht in Sicht. Zwar gibt es mittlerweile eine Motoren- und Elektronik-Kooperation mit der Mercedes-Tochter AMG. Aber bis die fruchtet, gehen sicher noch zwei, drei Jahre ins Land. Deshalb baut auch der Lagonda auf der so genannten VH-Plattform auf, die bereits die gesamte Aston Martin-Palette trägt. Und natürlich wird er den 6,0 Liter großen V12-Motor übernehmen, den die Briten im Lohnauftrag bei Ford in Köln fertigen lassen. In der potentesten Ausbaustufe aktuell 573 PS stark, sollte er den Luxusliner locker auf mehr als 300 km/h katapultieren können. Doch nach dem Dreh an einigen Stellschrauben sollten bis zu 600 PS drin sein. Das Ergebnis: Der Spurt auf 100 km/h soll in 4,2 Sekunden erledigt sein. Doch bevor der edle Brite wieder in die Heimat zurückkehren darf, absolviert er aktuell rund 22.500 Test-Kilometer.

Aston Martin verspricht technische Innovationen

Die hinteren Türen sind sehr groß, damit der Einstieg ohne Verrenkungen gelingt. Der Brite ist fast sechs Meter lang.

Aber nur alte Technik geht nicht. Erst recht nicht bei einem Lagonda. Denn dass die letzte, von 1976 bis 1990 gebaute Lagonda Limousine zur Legende wurde, lag nicht allein am spektakulären Design von William Towns. Sondern vor allem an damals spektakulären Neuerungen wie den Sensortasten und dem LED-Display im Cockpit. Das hat auch Aston Martin nicht vergessen und verspricht deshalb wieder technische Lösungen, die ihrer Zeit voraus sind. Und damit meinen die Briten offenbar nicht allein die Karosserieteile aus Carbon.

Aston Martin Lagonda (2014)

Aston Martin Lagonda (2014) Aston Martin Lagonda (2014) Aston Martin Lagonda (2014)

Der Lagonda verkürzt die Wartezeit zum geplanten SUV

Zwar ist mit der Limousine das protzige SUV erst einmal vom Tisch. Doch nachdem sich Aston Martin gerade frisches Geld besorgt und schon das Lagonda-Markenzeichen modernisiert hat, könnte der Luxusliner auch nur der Auftakt für das große Comeback der Marke sein und die Zeit bis zum Debüt des Geländewagen überbrücken. Immerhin wären die Briten dann in guter Gesellschaft. Denn bis der Allradler 2016 oder 2017 über Boulevard und Buckelpiste stolzieren könnte, ist die Konkurrenz von Bentley schon da und die von Rolls-Royce wahrscheinlich nicht mehr fern.

Autoren: Thomas Geiger, Peter R. Fischer,

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