Aston Martin Vantage SP10: Test

Aston Martin Vantage SP10 Aston Martin Vantage SP10 Aston Martin Vantage SP10

Aston Martin Vantage SP10: Test

— 29.01.2014

Schönheit ist messbar

100 Jahre lang beweist Aston Martin vor allem Geschmack. Nun mit dem V8 Vantage Roadster SP10, dass auch etwas dahintersteckt. Power, Beauty, Soul auf Herz und Nieren getestet.

Hinten schmaucht die Sportabgasanlage die letzten Kondensschwaden um den Carbondiffusor, vorn reiben acht Kolben den Inhalt des Trockensumpfs warm, während der Kollege mit dem Füßchen für schnelle Sprints routinemäßig damit beginnt, den Innenraum mit Displays und blinkenden Boxen einzurüsten. Pianolack trifft Panzertape – ein herzzerreißender Anblick zwar, doch wer glaubt, etwas Besseres zu sein, muss hier und da eben auch mal untersuchen lassen, ob er tatsächlich vor dem Guten liegt. Eines ist auf Anhieb klar: Das Maximum des V8 Vantage wird der Roadster nicht ausloten.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

Der Motor (436 PS) kombiniert Muskeln und Athletik. Sein klassisches Röhren entsteht im Abgastrakt.

Zwar kommt er im Trimm der rennsportlichen Sonderserie, hat verdeckbedingt jedoch schon mal 80 Kilo mehr auf der Alu-Magnesium-Karosserie als ein entsprechendes Coupé. Als Basis des SP10 dient der Vantage S, von dem er den 4,7-Liter-Sauger mit 436 PS unverändert übernimmt. Unterschiede reduzieren sich – vom festgeschriebenen Dresscode abgesehen – auf den Wegfall der Verstell-Dämpfer und ein manuelles Sechsganggetriebe, das vielleicht nicht die schnellere, aber mit Sicherheit die stimmungsvollere Alternative zum optionalen Sportshifter darstellt. Der kurze Lederstummel rastet akkurat, lässt sich locker aus dem Handgelenk schütteln oder bei Bedarf mit Wucht durch die Gassen knüppeln.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Wenn man beim Hochschalten nicht trödelt, sprintet der Aston Martin 100 km/h in 4,9 Sekunden.

Unterstützung kommt von der Kupplung. Sie drückt kräftig gegen die Fußsohle, schleift feinfühlig ein und greift dabei derart rutschfest und stabil, dass man sich auch mal mit kokelnden Bridgestones loszuräuchern traut. Weniger ist aber mehr! Wer den Achtzylinder mit rund 3000/min in den Antrieb schnalzen lässt, ihm den ersten Gang bis kurz hinter den Leistungsgipfel zerrt und beim Hochschalten nicht trödelt, sprintet die 100 km/h in 4,9 Sekunden. Damit liegt der Roadster zwar vier Zehntel hinter dem Werkswert eines SP10 Coupé, hält beispielsweise aber Tuchfühlung zu einer deutlich üppiger motorisierten, dazu leichteren Corvette Grand Sport.

Aston Martin Vantage SP10

Aston Martin Vantage SP10 Aston Martin Vantage SP10 Aston Martin Vantage SP10
Technische Daten V8 Vantage
Motor V8
Hubraum 4735 cm³
kW (PS) bei 1/min 321 (436)/7300
Nm bei 1/min 490/5000
Getriebe 6-Gang manuell
0–100 km/h 4,9 s
0–200 km/h 16,4 s
Testverbrauch Ø auf 100 km 14,1 l Super Plus
Höchstgeschwindigkeit 305 km/h
Preise
Serienfahrzeug ohne Extras 126.995 Euro
Ausstattung
Radsatz Serie
Getriebe Serie
Sitze Serie
Fahrwerk Serie
Sportabgasanlage Serie
Preis Testwagen 126.995 Euro



Autor:

Stefan Helmreich

Fazit

Trotz Schirm und Charme schüttelt der Vantage SP10 alle GT-Vorurteile ab. Er ist ein Sportler, aber einer, der für den Fahrer und nicht für Rundenzeiten entwickelt wurde. Was er in Kurven draufhat, zeigt der Zeitenabgleich mit einem 114 PS stärkeren XK R-S, den er geradeaus ziehen lassen muss und dennoch schlägt. Ob er deswegen was Besseres ist? Eine Frage der Perspektive. Etwas sehr Gutes ist er aber in jedem Fall.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.