Auch Pkw-Fahrer sollen zahlen

Auch Pkw-Fahrer sollen zahlen

— 08.05.2002

Autobahn-Maut ist auf dem Weg

Neue Betreibermodelle: Für 1,20 Euro mit dem Pkw am Stau vorbei? Trucker meutern.

Autofahrer müssen in Zukunft auch für bestimmte Autobahnstrecken Benutzungsgebühren zahlen. Die Landesregierung Baden-Württemberg ist jetzt vorgeprescht und hat für einen sechs Kilometer langen Teilabschnitt der A 8 zwischen Stuttgart und Ulm, den so genannten Albaufstieg, einen privat finanzierten Neubau beschlossen. Der sechs Prozent steile Anstieg ist Stau-Schwerpunkt und soll ab 2004 für rund 350 Millionen Euro dreispurig gebaut werden. "Dem Bund fehlt das Geld. Also muss ein privates Betreibermodell her", so Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU).

Die Refinanzierung erfolgt über eine Maut. Höhe: zwischen 1,20 Euro (Pkw) und 8,80 Euro (Lkw über 12 t). Inbetriebnahme der Bezahl-Strecke soll 2008 sein. Noch muss der Bund zustimmen, aus dem Verkehrsministerium in Stuttgart heißt es aber, man sei "sehr zuversichtlich, dass Berlin mitmacht". Zumal das klamme Bundesverkehrsministerium selbst verstärkt auf Betreibermodelle setzt. So soll der Ausbau der A 4 zwischen Düren und Kerpen für 100 Millionen Euro über eine Lkw-Maut refinanziert werden. Damit könne der Bau fünf Jahre früher fertig gestellt werden. Ärger droht jedoch vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL). Die Fuhrbetriebe planen, den Einbau automatischer Mauterfassungsgeräte zu boykottieren. Begründung: Trotz Maut zu geringe Entlastung bei Kfz- und Mineralölsteuer.

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