Audi A1 e-tron auf dem Genfer Autosalon 2010 — 02.03.2010

Audi zeigt den Elektro-A1

Achtung, Achtung, hier kommt die E-Version! Audi präsentiert auf dem Genfer Autosalon 2010 mit dem A1 e-tron eine Studie, die von einem 45 kW-Elektromotor mit Range Extender angetrieben wird.

Mit dem neuen A1 prescht Audi ins Kleinwagen-Segment vor: Schon im Juli 2010 geht der kleine Audi an den Start und wagt den Angriff auf Mini & Co. Damit der Feldzug von Erfolg gekrönt ist, braucht es natürlich auch einen umweltfreundlichen Elektroantrieb – schließlich hat BMW mit dem Mini E bereits vorgelegt. Deshalb zeigen die Audi-Strategen auf dem Genfer Salon neben der Serienversion des A1 auch die Studie A1 e-tron, Audis "Mega City Vehicle", zu deutsch: ein kompaktes Elektro-Auto mit Premium-Charakter. Damit setzt Audi die Modellfamilie e-tron fort, deren erster Vertreter als Supersportler 2009 auf der IAA vorgestellt wurde. In Detroit zeigten die Ingolstädter eine abgespeckte Version mit zwei statt vier E-Motoren, beim Antrieb des neuen A1 geht Audi jetzt einen neuen Weg.

Genfer Autosalon 2010: Audi A8 Hybrid

Die Kraft der Scheibe: Als Range Extender setzt Audi im A1 e-tron einen Wankelmotor ein.

Die Kraft der Scheibe: Als Range Extender setzt Audi im A1 e-tron einen Wankelmotor ein.

Im A1 e-tron surrt ein 45 kW starker Elektromotor (kurzzeitige Spitzenleistung: 75 kW), der vorn quer eingebaut ist und die Vorderräder antreibt. Geschaltet wird automatisch, der Spurt auf 100 ist in 10,2 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit gibt Audi mit 130 km/h an. Auf den ersten 50 Kilometern fährt der A1 komplett elektrisch, danach springt ein Verbrenner als Range Extender hinzu – das Konzept kennen wir bereits vom Chevy Volt bzw. Opel Ampera. Das Besondere beim A1 e-tron: Hier kommt kein gewöhnlicher Hubkolben-Motor zum Einsatz, sondern ein Einscheiben-Wankel mit 254 cm³ Kammervolumen, der mit konstant 5000 Touren dreht. Er treibt einen Generator an, der die Akkus des A1 mit 15 kW auflädt. Vom Wankel-Konzept erhofft sich Audi einen besonders vibrationsarmen Lauf, während der Fahrt soll die im Heck untergebrachte Maschine kaum zu hören sein.

Sonderseite: Die Highlights auf dem Genfer Autosalon 2010

Das edel aufgemachte Cockpit erinnert stark an die Serienversion des A1.

Das edel aufgemachte Cockpit erinnert stark an die Serienversion des A1.

Mit dem Range Extender und einem 12-Liter-Tank vergrößert sich die Reichweite des A1 e-tron um 200 Kilometer, als Durchschnittsverbrauch gibt Audi einen Wert von 1,9 Litern auf 100 Kilometern an. Der Energiespeicher im A1 e-tron ist unterflur angeordnet und hat die Form eines T – auch das kennen wir vom Ampera. Der 150 Kilo schwere Lithiumakku arbeitet mit 380 Volt und kann auch an der Steckdose geladen werden. Mit Starkstrom dauert das etwa drei Stunden. Trotz komplexer Antriebstechnik bringt der kleine Elektro-Audi nur 1190 Kilo Gesamtgewicht auf die Waage. Die Studie in Genf glänzt im Speziallack "Aquamint perleffekt" und steht auf 18-Zoll-Alufelgen. Der Innenraum der Studie wirkt bis auf das futuristische Kombiinstrument bereits recht seriennah.

Genfer Autosalon 2010: VW-Konzernabend

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Olmo Tomás Mezger
10.03.2010, 09:16Uhr

Das System ist genau richtig. Wir führen momentan Untersuchungen durch und stellen fest, dass 15 kW die Ootimale RangeExtender-Leistungsgröße für diese Fahrzeugklasse (großteils Stadtverkehr und gelegentlich lange Überlandfahrten) ist. Mehr dazu unter www.ffe.de/aze

Olmo Tomás Mezger
http://olmotomasmezger.com

antiquairius
06.03.2010, 22:42Uhr

ne schönen neue FARBE wird dort präsentiert ...sonz NIX ...die technik kommt vielleicht in 50 jahren

Oskar
04.03.2010, 17:51Uhr

@ Schlapplach

VW's CCS ist nicht gleich Opel's HCCI oder Mercedes Diesotto.
VW hat zwar ca. 1Jahr vorher ein fahrbares Modell vorgestellt, welches aber gravierende Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz darstellt.
VW braucht für seinen Motor einen speziellen Kraftstoff, wobei Opel und Mercedes mit handelsüblichen Benzin oder E85 betrieben werden.
Ausserdem ist der Wirkungsgrad des VW Motors im reinen CMS/HCCI Modus geringer.

Sirion
03.03.2010, 20:32Uhr

Tja Michi, was nützt es, wenn die Autos in den 90er Jahren als Studien präsentiert wurden und dann wegen vorhersehbarer Nichtakzeptanz nicht verkauft wurden?

Wegbereiter in den 90ern war da schon eher GM mit dem Ev1, der wurde schon 1990 auf den Markt gebracht - und vor allem konnte er gekauft werden.

Aber was solls, das ist kalter Kaffee.

Zurück zum Thema:
Es ist schon richtig, die Markteinführung des A1 abzuwarten, um später dann einen Hybrid zu bringen, finde das Konzept (vor allem mit Wankel) goldrichtig.

*schlapplach*
03.03.2010, 19:32Uhr

@oskar: was nützt es, dass irgendwelche studien fahrbereit sind, wenn sie dann garnicht oder erst jahre später auf den markt kommen? entscheidend ist die markteinführung und die akzeptanz. ob der ampera 2011 kommt (was ja auch ein recht großer zeitraum von 9-21 monaten ist), ist noch garnicht sicher, opel "peilt es an". ob dann ein enstiegspreis von ~35000€ (gemessen am chevy volt) zu reissendem absatz führt, ist auch unklar.
p.s.: vw ist schon 2006 mit ccs-versuchsfahrzeugen rumgefahren & seit 2000 mit brennstofzellen-versuchsfahrzeugen

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