Audi A3 Extremtuning

Audi A3 Audi A3

Audi A3 Extremtuning

— 02.05.2003

Eiskalt erwischt

"Eigentlich braucht man wegen der Autos nicht bis zum Wörthersee". Eine Auswahl der besten parkt regelmäßig in der Münchner Verwahrungsstelle. Mark Volger sammelte dort unangenehme Erfahrungen.

Tunertreff mit Ärgernissen

Rückfahrt vom Wörthersee Richtung Norden. Für über 100 Tuningfreaks wird die Münchner Ostumgehung zur Falle. Alles, was der Polizei zu laut erscheint, wird auf der Stelle dingfest gemacht. So war es auch im letzten Sommer. Marks Audi A3 wurde gestoppt und das an den Wagen gehaltene Messgerät zeigte 94 Phon. Sofort wurde der Audi in die Verwahrungsstelle überführt. "Ich bin unschuldig, da ich die regulär gekaufte Anlage eines renommierten Herstellers nicht manipuliert habe", erklärte Mark. Ein eingeholtes Gutachten bestätigt, dass die Anlage fehlerhaft war und nur deshalb die erlaubte Phongrenze überschritten wurde. Der Richter urteilte knallhart. In diesem Fall hätte Mark sofort eine Werkstatt anfahren müssen, um den Schaden beseitigen zu lassen. Das Urteil: drei Punkte und eine saftige Geldstrafe.

Was sagt der Hersteller (der Name wird wegen des schwebenden Verfahrens nicht genannt)? Die Anwälte streiten noch. Mark klagt auf Schadensersatz, weil für ihn der Hersteller nachweisbar seine Produkthaftpflicht verletzt hat.

Ein Autofan im Tuningrausch

An solchen Ärger hatte der 28-Jährige nicht im Traum gedacht, als er seinen Civic gegen diesen A3 eintauschte. Zunächst verschönte er das Auto mit simplen Scheinwerferblenden und Cupfelgen, dann packte ihn die Sucht. Sein Ziel: "Ich will einen der attraktivsten Audis mit exklusivster Veredlung".

Das serienmäßige Sportfahrwerk wich einem KW-Gewindefahrwerk und die kleinere Antriebswelle kam hinzu. Die KW-Welle bringt einige Millimeter mehr Bodennähe. Marks Bestreben nach Exklusivität beweist seine Unnachgiebigkeit beim Felgenhersteller. Während der Essener Motor Show entdeckte er Dynatech-M6-Alus. Die Räder waren nur als Prototyp ohne Gutachten ausgestellt. "Ich habe die solange genervt, bis ich als einer der ersten Kunden den Radsatz bekam", erinnert er sich. Doch das Gutachten fehlte. Nach langen Diskussionen erhielt er von Dynatech das Gutachten für M6 in 9 x17 Zoll und 9,5 x17 Zoll.

Das Ziehen der Kotflügel und Lackierarbeiten ließ er beim Clubsponsor (VW-Audi Scene Gefrees) Makuzzi in Staffelstein durchführen. Die Karosserie weist einmalige Umbauten auf: die Zusammenführung des oberen Teils der Audi-Frontschürze mit einem Kerscher-Unterbau. Nach der gleichen Methode veredelte man die Heckpartie. Hier ergänzt die Audi-Stoßstange eine Rieger-Schürze.

Motorblock mit Airbrush-Lackierung

Mit irregulären Teilen hat Mark nichts am Hut. Zum Beispiel wurde der offene K&N-Sportluftfilter ohne weiteres eingetragen. Stärker dürfte den Prüfer die Detailveredelung beeindruckt haben. Im Spiegelblech der Motorhaube sind Chrom, poliertes Alu und sogar einige Goldtupfer auszumachen. In Wagenfarbe lackierte Kunststoffflächen sind mit jeder Menge Airbrush aufgelockert oder chrombedampft.

Sogar die Getriebe- und Motorblöcke präsentieren sich in "Silverstone Blue". Damit die Aufzählung komplett wird: Unterboden in Lichtgrau und Sitze des VW Golf IV der Colour-Concept-Serie stehen dem kornblumenblau lackierten Audi perfekt. Sogar die Rücksitzbank fertigte ein Sattler passend an. Die Veredlung mit Chrom und die Alu-Applikationen wirken überhaupt nicht aufdringlich.

Laut ist an diesem Audi nur die HiFi-Anlage, wenn ihr der Befehl zum Lostoben gewährt wird. Das Tief-Laut-Raser-Image fährt den "Seefahrern" weit voraus, auch wenn sich die meisten nicht mit Krawalleros identifizieren. Doch wie lautet ein Sprichwort: mitgegangen – mitgefangen – mitgehangen.

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