Kaufberatung Audi A4

Audi A4 Audi A4 Audi A4

Audi A4: Kaufberatung

— 18.05.2016

Gefangener der Technik

Mit einer ganzen Armada optionaler Assistenzsysteme soll der neue A4 seinen Fahrer nicht nur entlasten, sondern auch die aktive Sicherheit steigern. Doch so zuverlässig und berechenbar, wie man es erwartet, arbeitet die Elektronik zum Teil noch nicht.

Video: Audi A4 vs BMW 3er (2015)

Der neue A4 im ersten Vergleich

2016 will Audi mehr als 20 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt bringen. Zuletzt präsentierte der Ingolstädter Hersteller auf dem Genfer Autosalon drei Vertreter der vermeintlichen Geländegänger mit dem Q im Namen. Als brandneues Modell bekam die Weltöffentlichkeit erstmals den Audi Q2 zu sehen. Das Kompakt-SUV soll im Herbst 2016 mit drei Benzinern und drei Dieseln mit einer Leistungsspanne von 116 bis 190 PS in den Handel kommen. Daneben präsentierte Audi das erste S-Modell der Q7-Baureihe. Im SQ7 leistet ein neu entwickelter Vierliter-V8-TDI 435 PS/900 Nm. Die enorme Kraft steht dank eines elektrisch angetriebenen Turboladers fast verzögerungsfrei zur Verfügung, auf den für einen Abgasturbo nötigen Druckaufbau muss hier nicht gewartet werden. Mit seinem Beschleunigungsvermögen von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden stellt der SQ7 sogar den 1000-Nm-Koloss Q7 V12 (2008-2012) in den Schatten. Noch einen Zacken schärfer beschleunigt allerdings Audis dritter Q von Genf: der RS Q3 Performance. Die angespitzte Version erledigt den Standardsprint in 4,4 Sekunden. Das Kunststück gelingt dank eines per Turbolader unter Druck gesetzten Fünfzylinders, der 367 PS/465 Nm abgibt. Die Offensive bei den SUVs zeigt, wie wichtig dieses Segment für Audi ist. Belegt wird das natürlich auch durch Verkaufszahlen. 2015 machten die Modelle der Q-Baureihe mit über 535.000 Fahrzeugen fast ein Drittel der weltweiten Verkäufe aus.
Lesen Sie auch: Alles News und Infos zum Audi A4

Allroad und g-tron tragen zur Modelloffensive bei

Nichtsdestotrotz ist und bleibt der A4 das wichtigste Modell für Audi. Der ist seit November 2015 in seiner aktuellsten Form, Typ B9, auf dem Markt. Er ist gewachsen, dabei leichter geworden, und bietet mit zahlreichen teilautonomen Assistenten einen konkreten Ausblick aufs zukünftige Autofahren. Unsere Kaufberatung widmet sich ausführlich den starken (und den schwachen) Extras und weist Ihnen hoffentlich einen guten Weg durch die lange Preisliste des A4. Dass auch für den Dauerbrenner eine gewisse Geländetauglichkeit und Robustheit eine Rolle spielen, zeigt die seit Kurzem bestellbare Allroad-Variante. Die liegt 34 Millimeter höher, kommt serienmäßig mit Allradantrieb. Daneben will Audi mit dem A4 g-tron eine bivalente Antriebsvariante auf den Markt bringen. Deren 2.0 TFSI mit 170 PS/270 Nm verbrennt sowohl Benzin als auch CNG. Ein weiterer Beitrag zu Audis Modelloffensive.

Neue Architektur aber mutloses Design

Der neue A4 ist rund drei Zentimeter gewachsen und als Avant bis zu 120 Kilogramm leichter geworden.

Ja, dieser A4 ist wirklich neu. Auch wenn das vielleicht nicht jeder auf den ersten Blick erkennt. Audi will am vertrauten Äußeren des erfolgreichen Vorgängers festhalten, wir finden's mutlos. Dabei verfügt der A4 über eine komplett neue Architektur. Äußerlich ist er rund drei Zentimeter gewachsen (Radstand plus 18 mm) und als Avant bis zu 120 Kilogramm leichter als der Vorgänger. Den 1.4-Basisbenziner konnten die Entwickler mit einem Alu-Kurbelgehäuse um 30 Kilo erleichtern. Das Schaltgetriebe wurde durch den Einsatz von Magnesium 16, die Karosserie mittels veränderter Werkstoffe 15 Kilo leichter. Zudem wurde die Aerodynamik verbessert. Der Luftwiderstandsbeiwert der Limousine liegt bei c W 0,23, die Avant mit den TDI-ultra-Motoren schlüpfen mit c W 0,26 durch den Wind. Ebenso trägt der großflächig verkleidete Unterboden samt strömungsoptimierenden Spoilern vor Rädern und Tank zur guten Aerodynamik bei. Dazu hält der Heckabschluss den Auftrieb an der Hinterachse möglichst gering.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Das Plus an Raum durch die größere Karosserie kommt in erster Linie den Fondinsassen zugute – wer den Vorgänger kennt, wird die Verbesserung sofort bemerken. Unkomfortablerweise hat Audi aber die Beinauflage der Vordersitze um zwei Zentimeter gekürzt. Das gehört freilich eher in die Kategorie "Fühlt sich komisch an" und wird erst beim Nachmessen klar. Die optionalen Sportsitze (330 Euro) verfügen über eine variable Beinauflage, die bis zu vier Zentimeter mehr Sitztiefe bringt. Mit den serienmäßigen 48 Zentimetern Sitztiefe fällt der A4 klar gegen 3er (52 cm) und C-Klasse (55 cm) ab. Dafür überbietet der Avant seine beiden schärfsten Konkurrenten im Ladevolumen: Er fasst jetzt mindestens 505 Liter – 10 beziehungsweise 15 mehr als 3er Touring oder C-Klasse T-Modell. Beim Maximalvolumen (1510 l) liegt der Avant gleichauf mit dem T-Modell – zum Vorgänger-A4 eine deutliche Verbesserung.

Der A4 vermittelt ein entkoppeltes Fahrgefühl

Weit auseinander liegende Extreme: Die unterschiedlichen Abstimmungen des Komfort- und Sportfahrwerks waren klar herauszufahren.

Auch an anderer Stelle hat Audi einiges getan. Die präzise Lenkung wird jetzt elektromechanisch unterstützt, meldet aber recht reserviert zurück. Auffällig wird das in den leicht kopflastig wirkenden Modellen mit Vorderradantrieb – die Motoren sitzen tendenziell vor der Vorderachse. Schiebt der Fronttriebler in der Kurve über die Vorderräder, bleiben die Lenkwiderstände gefühlt gleichförmig. Die optionale, aber teure Dynamiklenkung (1000 Euro) gibt sich da handfester. Im positiven Sinne unauffällig zeigten sich das jeweils adaptive Komfort- und Sportfahrwerk (je 980 Euro). Die unterschiedlichen Abstimmungen waren klar herauszufahren, die Komfortvariante rollt in der dynamischen Einstellung härter ab als das Sportfahrwerk im Komfortmodus. Die jeweiligen Extreme liegen entsprechend weit auseinander. Wir raten zum Komfortfahrwerk. Trotz des starken Auftritts einzelner Komponenten vermittelt der A4 ein entkoppeltes Fahrgefühl. Eine komfortabel ausgelegte C-Klasse wirkt subjektiv fahraktiver, ein 3er-BMW ohnehin.

Zwei Benziner und vier Diesel stehen zur Wahl

Dem Normal-Fahrer empfehlen wir den 2.0 TFSI ultra – trotz des stolzen Aufpreises von 4400 Euro zum 1.4er.

Rund 33.000 Euro müssen Sie für den A4 Avant im Basistrimm (150 Benzin-PS) mindestens auf den Tisch legen. Und wer will, kann oberhalb von 60.000 Euro in das vorläufige Spitzenmodell S4 (354 PS) einsteigen. Zwischen Minimum und Maximum bietet Audi momentan noch zwei Benziner und vier Diesel an. Durch die Bank kommen alle Motoren mit Start-Stopp-Technik ab Werk; die schaltet die Motoren beim Ausrollen unter 7, mit Wandler unterhalb von 3 km/h ab. Alle Diesel erfüllen die Emissionsvorschriften durch den Zusatz von AdBlue. 1.4 TFSI (110 kW): Der 1.4er ist ein alter Bekannter. Im A4 wird er aufgrund von dessen Längsarchitektur aber längs eingebaut. Die Einspritzung erfolgt per Common-Rail-Technologie mit einem Druck von 200 Bar. Für einen Benziner läuft der Motor sehr rau, er hinterließ bei uns einen eher angestrengten als überzeugenden Eindruck. 2.0 TFSI ultra (140 kW): Dieses Aggregat hat Audi im Rahmen seiner Rightsizing-Strategie neu entwickelt. Rightsizing soll Downsizing – die Hubraumreduktion um jeden Preis – ablösen. Stattdessen soll jedes Modell den bestmöglich zu seinem spezifischen Charakter passenden Motor erhalten. Und der Zweiliter mit 190 PS steht dem neuen A4 ausgezeichnet – der Motor ist mit 320 Nm Drehmoment kraftvoll, läuft dazu vornehm leise. Der Zusatz "ultra" bezeichnet bei Audi die spritsparendste Variante eines Modells, in dem Fall den 2.0 mit Doppelkupplungsgetriebe – damit braucht der Kombi nach NEFZ-Zyklus nur fünf Liter. Aber auch ohne die Automatik S-tronic empfehlen wir diesen Motor trotz seines stolzen Aufpreises von 4400 Euro zum 1.4er dem A4-Normalfahrer.

2.0 TFSI quattro (185 kW): Den zuvor so lobend erwähnten Motor bietet Audi auch mit 252 PS an. Für 62 PS Mehrleistung und 50 Nm zusätzliches Drehmoment berechnet Audi mindestens 4750 Euro Aufpreis, im Avant sogar 7100 Euro, weil da der Allradantrieb mitgekauft werden muss. Auf unserer Proberunde hinterließ auch der stärkere Zweiliter einen sehr guten Eindruck, allerdings war das Klangbild unabhängig von der gewählten drive-select-Einstellung betont kernig. Etwas mehr akustische Zurückhaltung würde dem Aggregat gut stehen und seinen souveränen Charakter noch unterstreichen. Der gleiche Motor ist übrigens seit Kurzem als Basisantrieb für das Porsche-SUV Macan erhältlich. 3.0 TFSI quattro (260 kW): 354 PS stecken im neuen S4, 21 mehr als beim Vorgängermodell. Die Aufladung besorgt nun ein Turbo, der trinkfreudige und nicht immer voll überzeugende Kompressor-V6 wurde in Rente geschickt. Von 0 auf 100 geht's dank Allradantrieb in 4,7 Sekunden, das klingt nach einem beeindruckenden Fahrerlebnis – das auch für uns noch aussteht.
Preise Audi A4: Benziner-Varianten
1.4 TFSI 2.0 TFSI ultra 2.0 TFSI quattro 3.0 TFSI quattro
A4 Avant (Schalter|Automatik) 32.500|34.800 Euro 36.900|39.200 Euro 46.300 Euro
design (Schalter|Automatik) 34.400|36.700 Euro 38.200|40.500 Euro 47.600 Euro
sport (Schalter|Automatik) 34.400|36.700 Euro 38.200|40.500 Euro 47.600 Euro
S4 Avant (Schalter|Automatik) 61.150

Vielfahrern sei der  2.0 TDI ans Herz gelegt. Der mit 150 PS kann genügen, aber die 190-PS-Variante zeigt sich souveräner.

2.0 TDI (ultra) (110 kW): Im Gegensatz zum gleich starken Einstiegsbenziner weiß bei den Dieseln schon die Basisvariante zu überzeugen. Sie bewegt den handgeschalteten Kombi sehr agil, woran das kräftige Drehmoment von 320 Nm zwischen 1500 und 3250 Touren großen Anteil hat. Für 200 Euro Aufpreis ist dieser Motor auch in einer sparsameren ultra-Variante zu haben; der Normverbrauch sinkt im Handschalter auf 3,8 Liter. Erreicht wird das unter anderem mit einer längeren Getriebeübersetzung – die Spitze beträgt dann "nur noch" 210 km/h, rollwiderstandsoptimierte Reifen, Tieferlegung und eine verschließbare Kühlerjalousie tragen zur Verbrauchssenkung bei. 2.0 TDI (ultra) (140 kW): Die 190-PS-Version des Zweiliter-Diesels stemmt 400 Nm auf die Kurbelwelle. 230 km/h und der Standardspurt in knapp unter acht Sekunden lesen sich spritziger, als dieser Motor subjektiv wirkt. Die Schaltvorgänge des Doppelkupplungsgetriebes fallen sehr verschliffen aus, nur in der schärferen Sport-Einstellung von drive select waren Zugkraftunterbrechungen während des Schaltens spürbar. Analog zur 150-PS-Variante gibt's fürs gleiche Aufgeld auch hier die ultra-Ausstattung.
Preise Audi A4: Diesel-Varianten
2.0 TDI (110 kW) 2.0 TDI ultra 2.0 TDI (140 kW 2.0 TDI ultra
A4 Avant (Schalter|Automatik) 36.900|39.200 Euro 37.100|39.400 Euro 39.950|42.250 Euro 40.150|42.450 Euro
design (Schalter|Automatik) 38.800|41.100 Euro 39.000|41.300 Euro 41.250|43.550 Euro 41.450|43.750 Euro
sport (Schalter|Automatik) 38.800|41.100 Euro 39.000|41.300 Euro 41.250|43.550 Euro 41.450|43.750 Euro
S4 Avant (Schalter|Automatik)
2.0 TDI quattro 3.0 TDI (160 kW) 3.0 TDI quattro 3.0 TDI quattro
A4 Avant (Schalter|Automatik) 44.600 Euro 44.950 Euro 47.300 51.950 Euro
design (Schalter|Automatik) 45.900 Euro 46.250 Euro 48.600 53.250 Euro
sport (Schalter|Automatik) 45.900 Euro 46.250 Euro 48.600 53.250 Euro
S4 Avant (Schalter|Automatik)
2.0 TDI quattro (140 kW): Eine weitere Ausführung des 190-PS-TDI kommt mit Audis Allradtechnologie (2350 Euro). Ein selbstsperrendes Mittendifferenzial verteilt die Momente im Normalfall im Verhältnis 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Bedarfsfall können bis zu 70 Prozent an die Vorderräder oder maximal 85 Prozent an die Hinterräder geleitet werden. Tatsächlich steht die quattro-Technologie dem A4 sehr gut, weil sich die vorderradgetriebenen Modelle in anspruchsvollen dynamischen Situationen unangenehm kopflastig anfühlen. 3.0 TDI (quattro) (160 kW): Mit der Einführung eines Dreilitersechszylinders in der Klasse um 200 PS ist Audi eine kleine Überraschung gelungen. Da der Motor aber ausschließlich mit der S-tronic zu haben ist, bleibt sein Drehmoment auf 400 Nm begrenzt. So vermittelt der Motor einen gehemmten Fahreindruck, schnell, aber sehr linear. Wohl auch, weil das Drehmoment auf dem breiten Band von 1250 bis 3750 Umdrehungen zur Verfügung steht. Eine quattro-Variante ist optional. 3.0 TDI quattro (200 kW): Sofern es der insgesamt sehr gute V6-Diesel sein soll, empfehlen wir, gleich zum 272 PS und 600 Nm starken Sahnestück zu greifen. Hier wirkt der Motor in seinem Vorwärtsdrang fast unerschöpflich, lässt sich bei Bedarf aber auch drehzahlarm sparsam bewegen. Gekoppelt ist er an den gut abgestimmten Achtstufenwandler.

Neu im A4 sind die Linien Design und Sport

Die Verarbeitungsqualität im A4-Cockpit lässt keine Wünsche offen. Der abgebildete Farb- und Materialmix dürfte allerdings nicht jeden Geschmack treffen.

Mit dem neuen Modell hat Audi auch die Linien Design und Sport (je 1900 Euro) eingeführt. Diese beinhalten Extras im Wert von 870/1215 Euro (Design/Sport), Sport etwa Sportsitze (330 Euro) und Lendenwirbelstütze (265 Euro); dazu kommen optische Differenzierungen im In- und Exterieurbereich. Aber erst mit einer dieser Linien dürfen Sie weitere, überwiegend kosmetische Umfänge à la Audi Design Selection oder S-line Sportpaket ordern (nochmals je 1900 Euro). Überlegen Sie sich genau, was Sie wirklich brauchen, und rechnen Sie die Pakete dann kritisch nach. Die Interieurqualität bei Audi ist so hochwertig, dass sie sich auch auf die Materialien der von uns empfohlenen Basisausstattung verlassen können. Dazu wählen Sie dann lieber gezielt praktische Extras. Zum Beispiel die Matrix-LED-Scheinwerfer (1900 Euro) inklusive Fernlichtautomatik. Die zum Einbauumfang gehörige Kamera erkennt entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge und steuert die pro Scheinwerfer zwölf LED-Segmente so an oder aus, dass diese um diese Autos herumleuchten. Insgesamt fahren Sie mit einer helleren und besseren Ausleuchtung der Fahrbahn – ein klares Sicherheitsplus. Ein weiteres dieser unbedingt empfehlenswerten Extras ist das Head-up-Display (980 Euro). Es projiziert die Geschwindigkeit und optional Verkehrszeichen oder Routenanweisungen des Navigationsgeräts (ab 1480 Euro) ins Sichtfeld des Fahrers auf die Frontscheibe. So kann der Blick länger auf die Straße gerichtet bleiben.

Aktive Assistenzsysteme machen den A4 teilautonom

Neben solchen passiven Sicherheitsextras bilden aktive Assistenzsysteme einen Schwerpunkt in der A4-Preisliste. Diese lassen den A4 schon in den teilautonomen Bereich vorfahren. Abstandstempomat und Spurhalteassistent (600 Euro) fungieren in Automatikmodellen gemeinsam als Stau-Autopilot bis 65 km/h. Im Stop-and-go des morgendlichen Berufsverkehrs konnten wir uns von der guten Funktionsweise überzeugen. Leider ist der bewährte Abstandstempomat im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr einzeln bestellbar – Sie müssen Audi dafür das teure Assistenzpaket Tour (1640 Euro) abkaufen. Und das entfaltet seinen vollen, aber nicht gänzlich ausgereiften Funktionsumfang erst in Verbindung mit der Bordnavigation. Kann der Abstandstempomat auf die schilderlesende Kamera und die Verkehrsführungsinfos des Navis zugreifen, wird er zum vorausschauenden Autopiloten. Der nimmt schon lange vorm Ortsschild den Fuß vom Gas oder bremst zielgenau in die Autobahnbaustelle. Und weil das System die Kurvenradien auf der Autobahn kennt, bremst es auch hier im Namen der Sicherheit dazwischen.

Kaufberatung Audi A4

Audi A4 Audi A4 Audi A4
In der Praxis waren die Erfahrungen zwiespältig. Bei einem Kollegen wähnte sich die Verkehrszeichenerkennung auf einem freien Autobahnabschnitt plötzlich in einem 60-km/h-Limit, worauf die Elektronik das Auto unvermittelt und deutlich einbremste. Einen weiteren Kollegen beschleunigte die Technik wie erwartet am Ortsausgang, nur um ihn 100 Meter weiter am Beginn einer 60er-Zone wieder stark einzubremsen. Wenn der Prädiktiv-Assistent in den Tempomat eingreift, wird neben dem Tempomatsymbol beispielsweise eine Kurve angezeigt – auf der A9 bekamen wir dies auch an längeren Anstiegen wiederholt zu sehen und wurden dementsprechend eingebremst, nur weil auf der Kuppe eine Kurve oder ein Limit folgte. Auf der mittleren oder linken Spur ist das – auch für Hinterherfahrende – eine unangenehme Erfahrung. Manchmal funkte der Assistent gar ohne ersichtlichen Grund dazwischen – solche unerwarteten Eingriffe sind auch deshalb kontraproduktiv, weil sie den Fahrer auf Ursachensuche schicken und dadurch ablenken. Hier muss Audi noch ein paar Hausaufgaben machen oder die Assistenten vorerst auf Gebiete mit mehrfach gesicherten Datensätzen beschränken.

Weitere Infos zum Audi A4 sowie die konkreten Kaufempfehlungen finden Sie oben in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Kaufberatung: Audi A4

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt vom Audi A4 (Typ B9) (Kaufberatung).

Veröffentlicht:

30.03.2016

Preis:

1,00 €

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.