Audi A4: Rückruf

Audi A4: Rückruf – UPDATE

— 03.11.2014

Frontairbags mit Problemen

Audi ruft in Deutschland 150.000 Audi A4 der neuesten Generation zurück. Die Frontairbags können unter Umständen nicht auslösen. Schuld ist wohl ein Fehler des Zulieferers Continental.

(mit dpa) Audi muss weltweit 850.000 A4 der wegen Problemen mit den Frontairbags zurückrufen. In Deutschland sind 150.000 Autos in allen Karosserievarianten (Limousine, Avant, Allroad) ab dem Facelift 2012 von der Aktion betroffen, nicht aber der A5. Grund ist ein Softwarefehler, der dazu führen kann, dass die Frontairbags trotz eines Unfalls nicht auslösen. Laut Audi wird derzeit eine einstellige Zahl von A4 bei der Unfallforschung untersucht, um herauszufinden, wie das Problem entstanden ist. Seit Mitte Oktober 2014 ist das Problem bei Neufahrzeugen nach Untersuchungen von Audi an Computersimulationen behoben.

Ein Schuldiger für den Fahrer scheint gefunden: Zulieferer Continental sei in eine der größten Rückrufaktionen bei Audi verwickelt. Der beim Audi A4 aufgetretene Fehler liege in der Airbagsoftware, die von Continental stamme, sagte der Chef des Zulieferers, Elmar Degenhart, im Münchner Club Wirtschaftspresse: "Wir sind Lieferant des Systems." Degenhart übernahm aber zunächst keine Verantwortung für den Rückruf: "Wer am Ende des Tages einen Fehler gemacht hat, ob der auf Seiten des Kundens liegt ob es eine gemeinsame Verantwortung ist, wird sich noch herausstellen", so Degenhart. Ob Continental die Kosten für den Rückruf tragen müsse, stehe noch nicht fest, sagte Degenhart. Versichert sei Continental für diesen Fall nicht. In der Branche sei es aber "durchaus nicht unüblich", keine solche Versicherung abzuschließen, hieß es aus dem Konzern. "Aber selbst wenn wir hier vollumfänglich die Verantwortung hätten, müssten wir deshalb keine Ergebniskorrektur vornehmen zu unserer Prognose", betonte Degenhart. Audi wollte sich nicht zu Details einer möglichen Verwicklung von Continental in den Rückruf äußern. Auch ob der Konzern Ansprüche gegen Continental geltend machen wolle, ließ ein Sprecher offen: "Wir sind mit Continental im Gespräch."

Abhilfe für das Problem ein Software-Update, das in der Werkstatt aufgespielt wird. Laut Audi ist das eine Sache von Minuten, der Kunde sollte 30 Minuten Wartezeit einplanen. Das Kraftfahrt-Bundesamt ist informiert und schreibt die Halter an.

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