Sitzprobe Audi e-tron quattro concept

Audi A8: Infotainment-Check (CES 2016)

— 07.01.2016

Angefasst: Das neue A8-Cockpit

Das Cockpit des Audi e-tron quattro concept gibt einen Vorgeschmack auf die Oberklasse-Limousine A8. AUTO BILD hat den Check gemacht!

Video: Audi A8 (CES 2016)

Das neue A8-Cockpit im Test

Der Trend geht zum Zweit-Display. Gab es vor einigen Jahren noch einen klassischen Tacho und in der Mitte des Armaturenträgers maximal einen Navi-Bildschirm, so hat der Autofahrer der Zukunft mindestens noch ein Display direkt hinterm Lenkrad. Außerdem scheint zu gelten: Die Größe zählt doch! Audi gibt in Las Vegas auf der CES 2016 auf Basis der Studie e-tron quattro concept einen Eindruck davon, wie das Cockpit der Zukunft aussehen könnte. Mit zwei riesigen Bildschirmen (14,1 und 12,3 Zoll) sowie schlichten, eleganten Formen. Und zu welchem Auto könnte solch ein Hightech-Innenraum passen? Klar, zum A8. Die Oberklasselimousine steht schon fast in den Startlöchern, Ende 2016 könnte die Premiere anstehen. Erstmals konnte AUTO BILD das neue Infotainmentsystem ausprobieren.
Alle News zur CES 2016 in Las Vegas

Die Displays geben Rückmeldung per Klick

Feedback: Bei einem festeren Fingertipp klickt es leicht – so will Audi Fehlbedienungen vermeiden.

Die Displays bestehen aus extradünnen Folien mit AMOLED-Technologie, dazu kommt sogar noch ein drittes, 8,4 Zoll großes Display im unteren Teil der Mittelkonsole – es steuert unter anderem die Klimaanlage. Muss denn so viel Touch sein, mag man sich fragen. Audi kontert: Die Displays geben doch Rückmeldung! Und tatsächlich: Bei einem festeren Fingertipp klickt es leicht. Damit sollen versehentliche Fehleingaben vermieden werden. Die Menüpunkte sind klar strukturiert, mit dem unteren Display kann man auch auf die Fahrzeug- und Infotainmentfunktionen wie Radio, Telefon oder Medien zugreifen. Das geschieht weitgehend intuitiv, die Grafik der Bildschirme ist hochauflösend und futuristisch-schlicht gehalten. Hier positioniert sich Audi als technikverliebte Marke mit einem Hang zu klaren, leicht kühlen Formen.

Der neue Audi A8

Vorstellung: VW Budd-e auf der CES

Elemente lassen sich von Bildschirm zu Bildschirm schieben

Transfer per Geste: Via Audi-App lässt sich Musik vom Handydisplay ins Autoradio schieben.

Die Displays lassen sich konfigurieren und passen sich den Bedürfnissen des Fahrers an. Die wohl spannendste Funktion: Das "Rüberschieben" von Elementen von Display zu Display. Bei einem ankommenden Anruf einfach das Symbol vom zentralen Bildschirm ins Kombiinstrument schubsen, und schon steht die Verbindung. Genauso funktioniert das auch vom Handy: Via Audi-App lässt sich Musik vom Handydisplay ins Autoradio schieben. Dazu ist das System natürlich vielseitig vernetzt, bekommt Echtzeit-Verkehrsinformationen online, macht seinem Benutzer Vorschläge für spannende Orte in der Nähe, reagiert immer intelligenter auf Sprachbefehle (dank kombinierter Online- und Offline-Datenbank mit Cloud-Anschluss) und verbindet sich mit dem Handy. Auch an die fernere Zukunft haben die Entwickler gedacht: Dank eines neuen modularen Infotainment-Baukastens lässt sich das System auch bei der Hardware in einigen Aspekten erweitern und auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Der Display-Wahn stößt allerdings an seine Grenzen: Noch mehr Anzeigen dürften schon jetzt nicht mehr in den Armaturenträger passen.

Sitzprobe Audi e-tron quattro concept

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Fazit

Faszinierende Aussichten auf eine Zukunft, die gar nicht mehr so weit entfernt ist. Personalisierung, Vernetzung und autonomes Fahren rücken immer näher, das ist sichtbar. Gut ist auch die Erweiterbarkeit auf Hardware-Seite. Bleibt nur zu hoffen, dass bei dieser Entwicklung nicht diejenigen auf der Strecke bleiben, die im Auto nicht auf elektronische Spielereien stehen.

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