Sitzprobe Audi Prologue Sport-Kombi

Audi A9 Avant/Prologue Sport-Kombi: Sitzprobe Genf 2015

— 04.03.2015

Daraus könnte der Audi A9 Avant werden

Audi blickt mit dem Prologue Sport-Kombi in die Zukunft. Das könnte mal ein A9 Avant werden. Wir haben in der Studie bereits Platz genommen.

Video: Audi A9 Prologue Avant Sitzprobe

Audi A9 in Genf 2015

Mit der neuesten Version des Prologue zeigt Audi in Genf weitaus mehr als nur einen Sport-Kombi. Wie beim vorangegangenen Coupé stecken in der Studie wieder viele Hinweise zu kommenden Modellen der Ingolstädter. So sind die Tagfahrlichter über den seitlichen Kühlöffnungen in der Front das Designmerkmal zukünftiger e-tron-Modelle. Sie müssen nicht wie in der Studie separat unter den Laser-Matrix-Scheinwerfer stehen, sondern können auch in diese übergehen. Ein weiteres Merkmal für die e-tron-Modelle ist der mächtige Grill beim Prologue Sport-Kombi, den wir übrigens mal als Audi A9 Avant bezeichnen. Die zahlreichen eng aneinander liegenden Querstreben des Single-Frame-Grills erinnern bewusst an die Kühlrippen eines Kühlschranks. Sie symbolisieren die Kühlung des e-Motors, der hier in Kombination mit dem 3,0-Liter-Sechzylinder-Diesel 455 PS leistet.

Da ist Musik im Kofferraum

Nicht riesig, aber sehr, sehr edel: Der Kofferraum fasst zwischen 400 und 1300 Litern.

Die zwei Abgasblenden des A9 Avant nehmen diese Symbolik wieder auf. Der obere Teil des Auspuffs ist für die Abgase des Diesels zuständig, während der untere gerippte Bereich für den e-Motor gedacht ist. An den hinteren Flanken des A9 Avant gibt es einen Seitenhieb auf das Design des Mercedes CLS Shooting Brake, bei dem die Dachlinie viel breiter nach hinten ausläuft. Audi lässt das Dach sanfter und gestreckter abfallen, schafft so mehr Licht für die Passagiere im Fond und erzeugt zusätzlich eine sportlichere Anmutung des Hecks. Um das Kofferraumvolumen auf 400 Liter zu erhöhen, stellten die Designer die Kofferraumklappe unterhalb der Heckscheibe weiter aus. Das Kofferraumvolumen lässt sich auf maximal 1300 Liter vergrößern, wenn die Rücksitze über den Kofferraum elektrisch umgelegt werden. Zusätzlich stecken in den seitlichen Kofferraumverkleidungen ausfahrbare Lautsprecherboxen, die bisher bei Audi nur im Armaturenbrett steckten.
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Der Beifahrer wir zum DJ

Der Beifahrer hat die Möglichkeit, Musik auszuwählen. Ebenso kann er Navi-Routen an den Fahrer senden.

Das Cockpit hat sich gegenüber der ersten Studie weiterentwickelt. Luftausströmer für direkte und indirekte Belüftung des Innenraums sind nun hinzugekommen. Außerdem wurde die Technik des Virtual-Cockpits vorangetrieben. Der Beifahrer hat nun nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch die Chance, Navi-Routen zu erstellen und an den Fahrer zu schicken. Außerdem wird der Beifahrer zum DJ: Er kann wie in der iTunes-Mediathek aus zahlreichen Genres Lieder auswählen und diese mit einem Fingerwisch auf das Display in der Mittelkonsole zum Fahrer weiterleiten. Der Austausch von Daten funktioniert aber nicht nur in der ersten Reihe. Beim A9 Avant dürfen jetzt auch die beiden Fondgäste über die konkaven O-LED-Bildschirme hinter den Vordersitzen mitspielen.
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Innen ist außen und außen ist innen

Das Cockpit des Audi Prologue Sport-Kombi nimmt die Gestaltung der Karosserie geschickt auf.

In der Mittelkonsole ist der Start-Stopp-Knopf nun mit weiteren Schaltern im sogenannten Rückgrat, einer Aluleiste, vor dem auf Druck reagierenden Wählhebel untergebracht. Im Dachhimmel ist ein neuer Bildschirm, über den sich beispielsweise ein Garagentor ansteuern und per Fingergeste öffnen lässt. Die zwei Lichtleisten über den Türen im Innenraum nehmen das Außendesign des A9 Avant auf. Gleiches gilt für die verwendeten Materialien im Cockpit. Der Lederbezug des Armaturenträgers ist in einem ähnlichen Farbton wie die Fahrzeuglackierung gehalten und wirkt damit wie die Verlängerung der Motorhaube. Ähnlich verhält es sich bei der Türverkleidung, die ebenfalls äußere Designelemente widerspiegelt. Audi betont, dass alle Materialen mit Rücksicht auf die Natur ausgewählt wurden. In der Mode bezeichnet man diesen Trend als "organic". Wir können diese Aussage natürlich nicht überprüfen, konnten uns aber von der ausgezeichneten Haptik der Leder-, Kunststoff- und Metalloberflächen überzeugen.
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Platz für große Füße

Große Freiheit in Reihe zwei: Im Fond ist der Audi groß geraten, auch der Kopf hat reichlich Luft.

Das Platzangebot im Fond ist bombastisch. Dank des neuen schlanken Aufbaus der Vordersitze mangelt es keineswegs an Kniefreiheit. Diese neue Sitzstruktur sorgt bereits im Fond des neuen Audi Q7 für mehr Platz. Und noch eine Neuerung im A9 Avant führt zur besseren Beinfreiheit: Die Vordersitze sind zur einen Hälfte am Rahmen, zur anderen Hälfte unterhalb des Mitteltunnels befestigt. Die unschönen und Platzraubenden Sitzschienen im Fußboden entfallen und schaffen mehr Raum für die Füße – warum ist man darauf noch nicht eher gekommen? Außerdem ist die Kopffreiheit auf den bequemen Einzelsitzen in der zweiten Reihe trotz schnittiger Karosserie recht großzügig ausgefallen. Der Kunde muss also keine Kompromisse aus Sportlichkeit und Komfort eingehen. Ein luftiges Raumgefühl wird zusätzlich durch Aussparungen unter der O-LED-Bedieneinheit für das Klima und dem Mitteltunnel erzeugt. Keine Frage: Hier hinten lässt es sich mehrere Hunderte Kilometer ausgezeichnet aushalten.
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Robin Hornig

Fazit

Ohne Wahrsager zu sein, kann man auch anhand der zweiten Prologue-Studie vorhersehen, dass Audi eine rosige Zukunft vor sich hat. So innovativ und ausgereift hat man eine Studie selten erlebt. Viele Besucher des Genfer Autosalons halten den Prologue bereits für ein Serienauto – vielleicht auch, weil Audi die Studie ganz schelmisch unspektakulär zwischen den Serienfahrzeugen geparkt hat.

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