Audi-Auftrag für Karmann

Neues Audi A3 Cabrio: Verdeck von Karmann Neues Audi A3 Cabrio: Verdeck von Karmann

Audi-Auftrag für Karmann

— 02.11.2010

A3-Cabriodach von Karmann

Neue Hoffnung für die insolvente Karmann-Dachsparte: Audi beauftragt Karmann mit der Entwicklung eines Konzepts für das Cabriodach des neuen Audi A3.

(dpa) Die insolvente Karmann-Dachsparte hat einen neuen Auftrag: Das Unternehmen soll ein Konzept für das neue Audi A3-Cabriodach entwickeln. Ein Audi-Sprecher bestätigte am 1. November 2010 Medienberichte, wonach Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn diesen Auftrag bei einem Besuch im neuen Osnabrücker VW-Werk bekannt gegeben hatte. Seit der Insolvenz im April 2009 ist das der erste Neuauftrag für Karmann. Details zum neuen A3-Cabrio nannte der Sprecher von Audi nicht: "Das sind Projekte, die noch der Geheimhaltung unterliegen."

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Alte Tradition: Im Frühjahr 2011 soll bei Karmann wieder das Golf Cabrio vom Fließband rollen.

Derzeit verhandelt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann mit potenziellen Käufern der Karmann-Dachsparte. Der Versuch, diesen Unternehmensteil an den Konkurrenten Magna zu verkaufen, war am Widerspruch des Bundeskartellamts gescheitert. In der Karmann-Dachfertigung arbeiten in Osnabrück und in Polen rund 720 Mitarbeiter. Winterkorn hatte zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) am 29. Oktober 2010 den VW-Standort in Osnabrück besucht und angekündigt, bis Ende 2011 in der Stadt mehr als 1800 Arbeitsplätze aufzubauen. Kürzlich hatte VW bekanntgegeben, die Bereiche Technische Entwicklung und den Werkzeugbau in die Osnabrücker VW-Tochter zu integrieren. Im Frühjahr 2011 soll in Osnabrück wieder das Golf Cabrio vom Fließband rollen. Auch für die Zukunft der Karmann-Fahrzeugsammlung stellte Winterkorn eine Lösung in Aussicht: Er persönlich könne sich sehr gut vorstellen, die mehr als 70 Modelle mit Bezug zum VW-Konzern auch künftig in Osnabrück zu erhalten, sagte Winterkorn nach Angaben eines Sprechers. Möglicherweise gebe es dazu schon in Kürze eine Lösung.

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Bis zu seiner Insolvenz konnte der traditionsreiche Autobauer Karmann auf eine über hundertjährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Von der kleinen Kutschenwerkstatt entwickelte sich die Firma zu einem Autoentwickler und -produzenten mit zeitweise über 10.000 Mitarbeiten weltweit. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in Osnabrück unter anderem Modelle von Adler und DKW montiert. Große Bekanntheit gewann der Name Karmann in den 50er Jahren mit dem legendären VW Karmann Ghia. Neben diesem Klassiker liefen bei Karmann unter anderem auch die Cabrio-Versionen von Käfer, Golf, Audi A4 und Ford Escort sowie der legendäre BMW 6er, Porsche 914, Mercedes CLK und Chrysler Crossfire vom Band. Wegen ausbleibender neuer Aufträge musste das Unternehmen 2009 Insolvenz anmelden.

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