Audi Autonomous Driving Cup

Audi Autonomous Driving Cup

— 06.04.2016

Die Zukunft beginnt im Kleinen

Auf dem Audi Autonomous Driving Cup werden Entwickler gekürt, die das autonome Fahren voranbringen – zunächst im Miniaturformat.

Eine abgesperrte Strecke, ein Bataillon an Autos und drumherum Horden aufgeregter Entwickler. Alltag im Automobilbau, könnte man meinen. Nur, dass diese Autos im Maßstab 1:8 gebaut wurden und die Teststrecke entsprechend kleiner ausfällt: Rund 300 Quadratmeter misst das Gewirr aus Straßen und Kreuzungen. Beim Audi Autonomous Driving Cup zeigen Studenten der Fachrichtungen Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau, wie die Zukunft der Automobilität aussieht. Aber eben in klein.

Audi A7 Piloted Driving Concept: CES 2015

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Die Aufgabe: Die Studenten sollen Fahrfunktionen fürs autonome Fahren entwickeln – und dazu die passende Software. Audi stellt ihnen dafür die Hardware zur Verfügung: Die verkleinerten Audi Q5 werden von einem bürstenlosen Motos angetrieben und von einem digitalen Servomotor gelenkt. Zehn Ultraschallsensoren tasten das Umfeld ab, so etwas kennen wir schon aus der Serienfertigung. Dazu kommt eine Videokamera. Auch Scheinwerfer, Rückleuchten und Blinker arbeiten wie bei einem Serienmodell – Realitätsnähe ist hier gefragt, schließlich sollen auch die echten autonomen Fahrzeuge rechtzeitig blinken, bevor sie abbiegen. Im Oktober 2015 hatten die Teams das Rüstzeug im Rahmen eines Kick-offs erhalten und hatten vier Monate Zeit, autonome Fahrfunktionen zu entwickeln.

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Audi A6 Illustration Audi A3 Illustration Audi Q3 Illustration

Autos werden künftig miteinander kommunizieren

Die Siegerteams FAUtonOHM (1. Platz), KACADU (2. Platz) und MomenTUM (3. Platz).

Autos, die künftig auch ohne Fahrereingriff unterwegs sein sollen, stehen in Zukunft vor großen Herausforderungen: Auf der Fahrt können plötzlich Hindernisse auftauchen, die schon erfahrene Fahrer ins Schwitzen bringen können. Komplizierte Kreuzungen und Querverkehr etwa müssen vom Rechner gemeistert werden. Dazu kommt das pilotierte Fahrten in der Innenstadt und auf der Landstraße, Längs- und Querparken zählen ebenfalls zu dem Aufgaben.

10.000 Euro fürs Siegerteam

Video: Audi Autonomous Cup (2016)

Die Zukunft der Automobilität

Auch das Thema Car-to-X-Kommunikation, also die Vernetzung des Autos mit seiner Umwelt, ist eine Herausforderung: Ein Verkehrshindernis könnte zum Beispiel von einem Auto erkannt und in einer Karte gespeichert werden, auf die alle nachfolgenden Fahrzeuge zugreifen und entsprechend reagieren können. Glätte, Staus oder Pannen verlieren damit ihren Schrecken. Für diese Situationen sind kreative Lösungsansätze gefordert: Der Autonomous Driving Cup dient dazu, Lösungen im Kleinen zu erproben. Audi erhofft sich damit auch, die eigene Entwicklung von autonomen Autos voranzutreiben. Und auch die acht Teams erhoffen sich etwas: Das Siegerteam FAUtonOHM von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der TU Nürnberg erhielt für seine Leistung 10.000 Euro – und sicherlich neue Kontakte für die Zukunft.

Audi Autonomous Driving Cup

Stichworte:

Autonomes Fahren

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