Audi balanced mobility

Audi A1 e-tron Grafik zu Audi balanced mobility

Audi balanced mobility

— 13.05.2011

Sauber durch und durch

Mit einem Audi balanced mobility genannten Konzept will Audi CO2-neutrale Mobilität erreichen. Dazu werden Wasserstoff und Methan aus Windernergie erzeugt und sollen dann Audi-Fahrzeuge antreiben.

Autofahren ohne die Umwelt zu belasten, das ist bisher ein Traum. Selbst Elektroautos benötigen Strom, der in der Regel nicht ausschließlich CO2-neutral produziert wird. Audi will dem Problem mit einem ganzheitlichen Projekt zu Leibe rücken und stellt es in Hamburg vor. Unter der Bezeichnung Audi balanced mobility soll umweltfreundlicher Strom mit Offshore-Windrädern produziert werden, an deren Bau sich die Ingolstädter beteiligen. Mit diesem Ökostrom will Audi seine künftigen elektrisch fahrenden e-tron-Modelle produzieren und auch betreiben. Ein Teil des Windstroms soll einer Anlage zugute kommen, die per Elektrolyse Wasserstoff herstellt. Er kann künftig als Energiequelle für Brennstoffzellen­fahrzeuge dienen, alternativ lässt sich aus ihm in einem weiteren Schritt Methan herstellen. Audi nennt dieses Methan e-gas, es ist chemisch mit Erdgas identisch und kann Verbrennungsmotoren antreiben. Audi wird ab 2013 Modelle mit der Bezeichnung TCNG in Serie bringen, deren vom TFSI abgeleitete Motoren mit e-gas laufen. Wird ein Überschuss des Gases produziert, soll es ins öffentliche Gasnetz eingespeist werden.

Überblick: Alle News und Tests zu Audi

Ein Pfeiler der Audi balanced mobility ist der A1 e-tron, der mit selbst produziertem Öko-Strom betrieben werden soll.

Der zweite große Baustein im Projekt ist die e-gas-Anlage, die Wasserstoff und Methan im industriell nutzbaren Maßstab produzieren soll. Der Spatenstich ist für Juli 2011 im niedersächsischen Werlte geplant. Die Anlage ist an eine Abfall-Biogasanlage gekoppelt – von ihr bezieht sie das zur Methanisierung notwendige konzentrierte CO2, das sonst die Atmosphäre belasten würde. Pro Jahr wird die Anlage etwa 1000 Tonnen e-gas produzieren und könnte so laut Audi 1500 A3 TCNG jeweils 15.000 Kilometer pro Jahr antreiben. Außerdem ließen sich mit dem erzeugten Strom aus den Offshore-Windparks 1000 Audi A1 e-tron bauen und jeden für 10.000 Kilometer pro Jahr mit Strom versorgen.

Lesen Sie auch: BMW baut das i-Auto

Der Strom für Wasserstoff und e-gas kommt aus Offshore-Windanlagen, bevor er Audi-Fahrzeuge antreibt.

Im A1 e-tron surrt ein 61 PS starker Elektromotor (kurzzeitige Spitzenleistung: 102 PS), der vorn quer eingebaut ist und die Vorderräder antreibt. Geschaltet wird automatisch, der Spurt auf 100 ist in 10,2 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit gibt Audi mit 130 km/h an. Auf den ersten 50 Kilometern fährt der A1 komplett elektrisch, danach springt ein Verbrenner als Range Extender hinzu. Das Besondere beim A1 e-tron: Hier kommt kein gewöhnlicher Hubkolben-Motor zum Einsatz, sondern ein Einscheiben-Wankel mit 254 Kubikzentimeter Kammervolumen, der mit konstant 5000 Touren dreht. Er treibt einen Generator an, der die Akkus des e-tron mit 15 kW auflädt. Das Problem an der Sache: Der kleine Stromer ist bisher nur ein Konzeptauto, einen Termin für die Serienreife gibt es noch nicht.  Einen ganz anderen Weg geht der A3 TCNG. Er ist bivalent ausgelegt und kann mit dem e-gas, herkömmlichen CNG oder Super-Benzin angetrieben werden, falls kein Gas zur Verfügung steht. Angaben zu den Fahrleistungen macht Audi noch nicht.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.