Audi Clubsport quattro

Audi Clubsport quattro Audi Clubsport quattro

Audi Clubsport quattro

— 16.05.2007

Ist der flach, Mann!

Er heißt nicht Speedster, aber natürlich ist er einer: Mit dem Clubsport quattro zeigt Audi einen Radikal-Roadster, der mit allen klassischen Porsche-Tricks arbeitet. Und vielleicht gibt es ihn sogar in Serie.

Klingt wie ein Witz: Kommt einer zum Golf-GTI-Treffen an den Wörthersee und hat dann noch einen Audi dabei. Einen werksoriginalen Audi. Es sieht nicht so aus, als würde er beim abgefahrensten Markenfan-Event Europas viele neue Freunde finden. Kein Witz, sondern die ganze Wahrheit: Der Audi Clubsport quattro feiert seine Premiere zum Himmelfahrts-Wochenende am Wörthersee. Ein Audi unter Tausenden von Gölfen. Dennoch kein Fremdkörper – und das nicht nur deshalb, weil das Wörthersee-Reglement alle Autos genehmigt, "die zur Verwendung auf öffentlichen Verkehrsflächen bestimmt sind". Es darf also gestaunt werden, geklatscht und gejubelt.

Für viele Fans ist der Speedster bis heute der schönste 356

Verdeck? Am Ende noch elektrisch? Ach, Mädchenkram!

Weil es keinen VW gibt, der es mit der Radikalität des Clubsport quattro aufnehmen könnte. Mit dem TT Speedster zeigt Audi den schärfsten Sportler nach dem R8. Wesentlicher Unterschied: Der Extrem-Roadster ist einer, der im wirklichen Leben bezahlbar wäre. Das hat Tradition. Wenn auch keine, die vier Ringe trägt: Speedster hieß in den 50ern die Einsteiger-Version des Porsche 356. Speziell jüngere US-Käufer mochten damals kein Luxus-Coupé, brauchten kein Cabrio mit dick wattiertem Verdeck. Stattdessen wollten die Amis eine funktionale Fahrmaschine zum Discount-Tarif. Eine, die auch als Basisgerät für den privaten Rennsport taugte. Und das gelang Porsche so gut, dass der Speedster für viele Fans bis heute der schönste 356 ist.

Die Aufgabe der Designer: weglassen

Freie Sicht auf das Herz: Ein 300 PS starker TFSI treibt den Speedster an.

Geschichte kann sich wiederholen, auch wenn Audi sich den Speedster-Schriftzug verkneift. Stattdessen also Clubsport, was die wahre Herkunft nicht weniger deutlich markiert. Den Rest erledigten die Designer um Audi-Chefgestalter Walter de Silva. Wie es sich für einen Speedster gehört, lag ihr Job im virtuosen Weglassen. Türgriffe gibt es gar nicht, eine Funkfernbedienung ersetzt sie. Verdeck, am Ende noch elektrisch? Ach, Mädchenkram! Und Außenspiegel durften zuletzt so schlank sein, als der sportlichste Audi den verchromten 100-Coupé-Schriftzug trug. Ob er wirklich eine Windschutzscheibe hat, der Clubsport quattro, darf diskutiert werden. Eigentlich ist es mehr eine umlaufende Glaslippe, ein durchscheinendes Feigenblatt, das Insassen zum Anlegen von Integralhelmen auffordert. Nebenbei gibt es auch keine Scheibenwischer – so karg war nicht einmal das 50er-Jahre-Vorbild aus Zuffenhausen. Weitere Infos zum Audi Clubsport quattro gibt es in der Bildergalerie – und ab Freitag (18. Mai) in der neuen AUTO BILD!

Autor: Christian Steiger

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