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Audi e-tron quattro (2018): Vorschau, Technik, Sitzprobe

— 11.08.2017

Audi zielt aufs Model X

Noch bedient nur Tesla den Elektro-SUV-Markt. Doch ab 2018 will Audi mit dem e-tron quattro auch einen elektrischen Hochbeiner anbieten. Einen ersten Ausblick gab's schon 2015.

Der SUV-Trend ist ungebrochen, doch auer Tesla bietet derzeit noch kein Hersteller einen elektrischen Hochbeiner an. Doch um dem Model X das Feld nicht mehr lange alleine zu berlassen, arbeiten viele Autobauer mit Hochdruck an einem E-SUV. 2018 soll es bei Audi so weit sein, dann betritt der e-tron quattro die Bhne. Die Karosserie des Stromers im Q6-Format baut auf dem Q5 auf und sieht gar nicht so viel anders aus, als bei den etablierten Verbrennern. Kein Wunder, schlielich mssen auch die Batterien intensiv gekhlt (und im Winter beheizt) werden und das kostet Platz. Auerdem dient die klassische Haube beim Crash als Knautschzone. Die Kapazitt der Stromspeicher soll zwischen 70 und 105 kWh liegen, die Reichweite bei gut 600 Kilometern.

Vorbild e-tron quattro concept

Das IAA-Studie gab 2015 einen ersten Ausblick auf den e-tron quattro.

Als Vorbild fr den e-tron quattro dient die Studie e-tron quattro concept, die Audi auf der IAA 2015 enthllt hat. Der Khlergrill ist imposant, fnf Chrom-Querstreben lassen den Singleframe mit dem e-tron-Logo aussehen, als knnte das E-SUV nichts erschttern. Grimmig blinzeln die Scheinwerfer aus der kantigen Front. Die fnf, nur jeweils einen Millimeter dnnen OLEDs unterhalb der Hauptscheinwerfer sollen in Zukunft ein Erkennungszeichen der elektrischen Audi-Modelle werden an ihnen wird in Zukunft auch der Ladestand der Batterie auf einen Blick von auen sichtbar. In der Seitenansicht dominieren die durchgezogene Schulterlinie und das coupartig nach hinten abfallende Dach, das mit Solarzellen bestckt ist. Am Heck finden wir Leuchten, die ebenfalls mit hauchdnnen OLED-Elementen bestckt sind. Die Leucht-Lamellen unter dem durchgehenden Rcklichtband nehmen die Optik der vorderen Positionsleuchten auf.

Aerodynamik-Kniffe erhhen die Reichweite

Video: Audi Q6 e-tron (IAA 2015)

Das gesteckte Sparmodell

Neben der strahlenden OLED-Technik sind die beweglichen Aerodynamik-Teile ein weiteres Highlight des Audi-Concepts. Sie tragen dazu bei, dass der Elektro-Audi einen fr SUVs bemerkenswerten cw-Wert von 0,25 schafft, was wiederum der Maximierung der Reichweite (mehr als 500 Kilometer) dient. Dafr haben die Designer sich einiges einfallen lassen: In der Fronthaube ffnen sich ab 80 km/h Klappen, damit der Fahrtwind den Vorderwagen durchstrmen kann. Vor den Hinterrdern fahren kleine Flaps aus. Und am Heck verbessern der ausfahrbare Diffusor und der Heckspoiler die aerodynamische Signatur des e-tron quattro concepts. Die klassischen Rckspiegel entfallen. Stattdessen schauen versenkbare Mini-Kameras nach hinten und bertragen das Bild in den Innenraum. Zustzliche cw-Kniffe: Das Greenhouse, der Aufbau der Fahrgastzelle, verjngt sich nach hinten und das Luftfahrwerk reduziert bei schneller Fahrt die Bodenfreiheit des SUVs.

Das Interieur ist zukunftsweisend

Doch kommen wir zum Innenraum. Mit leichtem Druck auf die versenkten Trffner fahren diese nach auen und geben die Tr frei: Im Cockpit des e-tron quattro concepts schaut der Fahrer auf das aus den Prologue-Studien bekannte Lenkrad und das leicht konkave Zentralinstrument, das wie alle anderen Displays mit OLED-Technik leuchtet. Die Anzeigen sind auffallend brillant und gestochen scharf. Der instinktive Blick in die Auenspiegel fhrt ins Leere. Statt der klassischen Spiegel sitzen links und rechts Bildschirme in den Trverkleidungen.

Audi e-tron quattro concept (IAA 2015): Sitzprobe

Die Anzeigen der Instrumente berzeugen mit brillanten Farben und sind gestochen scharf.

Der Mittelteil des Armaturenbretts ist auf den Fahrer ausgerichtet, darunter liegt der stylishe Automatikwahlhebel, bei dem sich die P-Taste mit dem Daumen drcken lsst da kommt Captain-Kirk-Feeling auf. Hinten herrscht dank der beiden Einzelsitze eine luftige Atmosphre. Neu ist die Mittelkonsole, die sich tief zwischen die Sitze kauert und frei zu schweben scheint. In den Rcklehnen der Vordersitze haben die Innenraumdesigner flach bauende Luftausstrmer platziert. Trotz des abfallenden Daches sitzt es sich so bequem, dass es schwerfllt, den E-Audi wieder zu verlassen. Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick in den Kofferraum: Dort sind, unter einer Glasplatte, zwei einrdrige Segways untergebracht.

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Autor: Peter R. Fischer

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