Audi e-tron Showcar in Detroit 2010

Audi e-tron Showcar auf der Detroit Auto Show 2010

— 11.01.2010

Elektro-Sportwagen auf Diät

Audi zeigt auf der Detroit Auto Show 2010 eine Light-Version der Studie e-tron. Das Showcar ist deutlich kompakter als sein Vorgänger und verfügt über zwei statt vier E-Motoren sowie Heckantrieb.

Ein Audi mit Heckantrieb? Das klingt ungewöhnlich. Der letzte in Serie produzierte Hecktriebler mit vier Ringen war der 1938 eingeführte Typ 920 – gleichzeitig auch der letzte Vorkriegs-Audi. Kommt  jetzt die Renaissance? Auf der Detroit Auto Show 2010 zeigen die Ingolstädter eine abgespeckte Version des bereits von der IAA 2009 bekannten e-tron. Während der Vorgänger mit vier Elektromotoren, Allradantrieb und 313 PS protzte, gibt sich das Showcar e-tron bescheidener: Zwei statt vier E-Motoren, Antrieb nur auf die Hinterachse und 204 PS. Nicht nur die Leistung, auch die Karosserie ist kräftig geschrumpft. Mit 3,93 Meter Länge und 1,74 Meter Breite ist die "Lightversion" des Elektro-Renners ganze 33 Zentimeter kürzer und 12 Zentimeter schmaler als Original. Auch das Gewicht wurde von üppigen 1600 Kilo auf rund 1350 Kilo gesenkt. Die bullige Optik bleibt dem nur 1,22 Meter flachen Elektro-Keil dennoch erhalten.

Auf einen Blick: Die Stars der Detroit Auto Show 2010

Kompakter Elektro-Flitzer: Nur 3,93 Meter misst der neue e-tron. Topspeed: 200 km/h.

Trotz des Spar-Programms kann sich die Leistung des Hochvolt-Sportlers nach wie vor sehen lassen: In 5,9 Sekunden sind 100 Sachen erreicht, bei 200 km/h schiebt die Elektronik dem Vorwärtsdrang einen Riegel vor. An der Reichweite ändert sich nichts – rund 250 Kilometer im gemischten Fahrbetrieb verspricht Audi. Danach muss der kleine e-tron zum Tanken an die Steckdose. Das dauert bei 230 Volt ca. 11 Stunden, mit Starkstrom sind die Akkus nach zwei Stunden geladen. Vom e-tron Showcar verspricht Audi ein Handling "wie auf Schienen": Beide Motoren, die mittig im Fahrzeug zwischen den Hinterrädern sitzen, lassen sich unabhängig voneinander steuern. Dadurch ermöglichen sie das so genannte "torque vectoring", also das gezielte Beschleunigen einzelner Räder.

Autor: Jan Kretzmann

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