Audi-Entwicklungen

Audi-Entwicklungen

— 01.07.2013

Innovation – das war einmal

Das Aus für Wolfgang Dürheimer als Entwicklungsvorstand bei Audi ist offenbar auf fehlende technische Visionen zurückzuführen. Dabei lagen die Ingolstädter in Sachen Innovation einst jahrelang weit vorne.

Wolfgang Dürheimer muss seinen Posten als Entwicklungsvorstand bei Audi räumen. Der Ingenieur, der lange bei Porsche arbeitete und dann Präsident von Bentley und Bugatti war, kam erst im September 2012 nach Ingolstadt. Abgelöst wird er von Volkswagens Konzernentwickler Ulrich Hackenberg. "Audi stand VW-intern in der Kritik, weil der Markenslogan 'Vorsprung durch Technik' zu wenig mit Leben gefüllt wurde", erklärt Professor Stefan Bratzel von der FHDW Bergisch Gladbach dazu. Dass man hinter BMW zurückliege, sei aber wegen der kurzen Schaffensperiode nicht Dürheimer anzulasten.

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Stattdessen vermutet Bratzel Streitigkeiten im Haus als Ursache für den Bruch. Branchenkenner bestätigen diese Lesart. Offenbar schaffte es Dürheimer nicht, sein Entwicklungsteam hinter sich zu bringen. Ihm fehlte eine klare Strategie mit einer technischen Vision, heißt es. Zwar habe er zu Recht vieles infrage gestellt, dabei aber bei der Kritik der bisherigen Arbeit nicht den richtigen Ton getroffen und keine neuen Perspektiven eröffnet. Mit VWs Entwicklungschef Hackenberg geht nun ein Mann nach Ingolstadt, der hohes Ansehen im Konzern genießt. Er könnte für Ruhe bei Audi sorgen, wo 2012 drei Vorstände gewechselt wurden, und helfen, die Animositäten zu den Wolfsburgern zu überwinden.

Bilder: Innovative Automobile

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