Sittzprobe Audi Prologue Allroad

Audi Prologue Allroad/A6 (Shanghai 2015): Sitzprobe

— 20.04.2015

Erstkontakt mit dem neuen A6

Mit der letzten Prologue-Studie liefert Audi einen konkreten Ausblick auf den kommenden A6. Wir zeigen die wichtigsten Details der zukünftigen Limousine.

Video: Audi Prologue Allroad in Shanghai (2015)

Ausblick auf neuen A6

Der Prologue Allroad sei schon sehr nah dran am kommenden Audi A6, heißt es aus Ingolstädter Kreisen. Man müsse die 5,13 Meter lange Studie in Shanghai nur um ein paar Prozent schrumpfen. Die Aussicht dürfte sich vor allem auf die Allroad-Variante beziehen. Markante Stoßfänger und ausgestellte Radhäuser sind typische Attribute der Offroad-Modelle. Das in Dehuaweiß lackierte Showcar wirkt durch die grau abgesetzte Verbreiterung an den Radhäusern und dem unteren Rand der 77 Millimeter hochgelegten Karosserie bullig, aber nicht klobig. Mit seinem langen Vorderwagen, einer früh absinkenden Dachlinie sowie flachen D-Säulen behält der Prologue trotz Beplankung die sehnige Erscheinung eines Marathonläufers.

Lichtspiele an der Außenhülle

Von vorne wie von der Seite zu sehen: Das Tagfahrlicht ist klug in den vorderen Stoßfänger integriert. 

Unter den keilförmigen Matrix-Scheinwerfern des Showcars steckt die zukünftige E-Tron-Lichtsignatur. Die LED-Lichtleiter an der oberen und äußeren Kante der Lufteinlässe sind dreidimensional, man kann sie also sowohl von vorne als auch von der Seite gut erkennen. Dank der weißen Lackierung tritt die Linienführung des Prologue mehr in den Vordergrund. Die auffälligen Falze auf der Motorhaube gehen in die nach außen gewölbten Lamellen des Grills über. Die Dachreling ist stärker ausgeprägter als beim Prologue Avant. Sie setzt zusammen mit Front- und Heckspoiler, Spiegelgehäusen sowie Fensterrahmen Aluminium-Akzente beim Exterieur. Die weit herausgezogenen Radhäuser fassen die bereits bekannten 22-Zoll-Räder. Je nach Blickwinkel ändert sich die Farbe der Felgen, sobald sie in Bewegung sind. Der Grund dafür sind die matten Lamellen der fünf Speichen, die nur an den Kanten poliert wurden. Hinter den Felgen sind 20‑Zoll‑Bremsscheiben aus Kohlefaser‑Keramik zu erkennen.
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Der Allroad legt bei der Leistung deutlich zu

734 PS mit 900 Nm Drehmoment: Mit Allrad soll es in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h gehen.

Das Heck mit dem schmalen LED-Leuchtenband hat sich gegenüber der Avant-Studie aus Genf nicht geändert. Die horizontal geteilten Öffnungen der ins Heck integrierten Abgasanlage stehen weiterhin für das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor. Anders als im Avant, wird der Allroad von einem kräftigen 4,0-Liter-TFSI-V8 mit Biturboaufladung angetrieben. Zusammen mit dem E-Motor beträgt die Systemleistung 734 PS mit 900 Nm Drehmoment. Mit Allradantrieb soll es in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h gehen. Gute Serienchancen bestehen nach wie vor auch für das Cockpit mit den drei Touch‑Displays im Armaturenträger und dem OLED-Display in der Mitteltunnelkonsole. Über die Bildschirme können Fahrer und Beifahrer Daten austauschen, Routen programmieren und auf die Mediathek zugreifen. Über weitere OLED-Bildschirme im Fond werden weitere Passagiere in die Interaktionen mit einbezogen. Der Armaturenträger mit Displays, Leder und Aluminium wird zur Serienversion noch mit weiteren Lüftern bestückt. Die Schrifteingabe für Menübefehle ist bereits mit dem neuen Audi Q7 an den Start gegangen.

Den leicht übertriebenen Maßen der Beplankung ist es geschuldet, dass die Mitfahrer einen breiten Schweller überwinden müssen, um in den Fond zu gelangen. Beim späteren Audi A6 Allroad wird die Schwelle gewiss nicht so groß. Einmal angekommen, nimmt man hinten auf bequemen Einzelsitzen Platz. Über den OLED-Bildschirm in der hinteren Mittelkonsole lässt sich die Sitzposition einstellen und die Klimatisierung regeln. Das Infotainment-System wird über Displays hinter den Vordersitzen bedient. Darüber ist der Datenaustusch mit den anderen Passagieren möglich. Klingt alles nach Zukunftsmusik, die laut Audi aber bald Realität werden dürfte. Doch etwas gedulden müssen wir uns noch. Nach Vorbild des Prologue kommt zuerst im Jahr 2016 der A8. Der A6 wird 2017 folgen. Und dann wäre da noch der A9.
Robin Hornig

Fazit

Das war es mit dem Vorspiel. Audi hat mit den drei Prologue-Studien auf seinen wichtigsten Märkten, den USA, Europa und Asien gezeigt, wie es mit der Marke weitergeht. Jetzt müssen die Serienmodelle folgen. Auf der IAA im September dürfte es dafür noch zu früh sein. Dort wird der neue A4 gezeigt, der noch vor der neuen Ära von Chefdesigner Marc Lichte auf den Weg gebracht wurde. Daher würde es uns wundern, wenn Audi nicht doch noch einen weiteren Ausblick in Frankfurt zeigt.

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