Audi Q3: Vorstellung — 12.04.2011

Der feinere Tiguan

Der Audi Q3 ist das kleinste Mitglied der Ingolstädter Q-Herde. Was unterscheidet ihn vom Konzernbruder VW Tiguan? Erste offizielle Fotos und Preisansage!

Nach Q7 und Q5 zeigt Audi erstmals den kompakten Q3. Technisch bedient sich Audi beim VW Tiguan. Das bedeutet Quermotoren, permanenter Allrad- oder Frontantrieb, elektromechanische Lenkung. Und natürlich kompakte Abmessungen. Mit 4,39 Metern unterbietet der Q3 seinen VW-Verwandten in der Länge um vier Zentimeter, macht sich dafür aber breiter (1,83 Meter/plus zwei Zentimeter) und ist deutlich flacher (1,60 Meter/minus zehn Zentimeter). Das bringt zwar ein ausgesprochen stämmiges und dynamisches Erscheinungsbild, dürfte im Fond aber für eingeschränkte Kopffreiheit sorgen. Und auch beim Gepäck müssen Q3-Fahrer Abstriche machen. Fehlen auf den Tiguan beim Minimalmaß (460 Liter) nur zehn Liter, wächst die Lade-Lücke zum Konzern-Bruder bei umgelegten Rücksitzen (1365 Liter) auf 145 Liter – daran kann schon mal der Abenteuerurlaub scheitern.

Überblick: News und Tests zu Audi

Video: Audi Q3

Nachwuchs bei den SUVs

Am geeigneten Antrieb mangelt es dagegen nicht. Zum Verkaufsstart im Oktober tritt der Q3 erst mal nur mit Allrad und Automatik (Doppelkupplungsgetriebe) an. Eine ins ESP integrierte Quersperre reguliert dabei über Bremseingriffe die Antriebskräfte links- und rechtsseitig einer Achse. Trotz drei Zentimeter weniger Bodenfreiheit (17 cm) als beim Tiguan sollten Wiesen und Waldwege kein Problem darstellen. Und wer will, kann sogar Anhänger bis zu zwei Tonnen (wie beim Tiguan) mitnehmen. Fürs Vorankommen sorgen bis auf Weiteres nur Zweiliter-Vierzylinder mit Turbolader, Direkteinspritzung, Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung – zwei Benziner und zwei Diesel. Wobei der kleine Diesel ein paar Wochen später startet und als Einziger auf Frontantrieb und Handschaltung setzt.

Überblick: News und Tests zu VW

Flotter Fahrerplatz: Wie in Q5 und Q7 soll das Cockpit den Fahrer umschließen.

Mit weiteren Fakten tut Audi sich noch sehr schwer, nur ein paar Eckdaten wollten die Ingolstädter bisher durchsickern lassen. So soll der Top-Benziner mit 211 PS in 6,9 Sekunden auf 100 km/h sprinten und auf der Autobahn erst bei Tempo 230 aufgeben. Trotz Aluhauben vorn und hinten wiegt der Q3 mit Allrad mindestens 1,5 Tonnen, lässt dem Tiguan 2.0 TSI (200 PS) aber keine Chance. Im Standardsprint liegt der Audi eine halbe Sekunde vorn, bei Vollgas trennen die Brüder stattliche 20 km/h. Hier macht sich neben dem Gewicht auch die weniger hoch bauende Karosserie des neuen Audi-SUV bemerkbar. Am anderen Ende der Motorenpalette ist immerhin schon mal heraus, dass der 140-PS-TDI weniger als 5,2 l/100 km verbrauchen soll. Eine ziemlich vage Angabe, die aber offensichtlich eine wichtige Bedingung erfüllt – sie liegt unter dem Normverbrauch des gleich motorisierten Tiguan (5,3 l/100 km). Der Startpreis des Audi Q3 2.0 TDI liegt bei 29.900 Euro. Die Preise für die weiteren Motorisierungen und die wichtigsten Konkurrenten des Audi Q3 gibt es ab Freitag in AUTO BILD 15/2011!

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Q3 vs. Tiguan

Kommentare zum Artikel (181)

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Tiguanfahrer
20.04.2011, 21:02Uhr

@an Tiguanfahrer
Fast 4500 Euro Preisunterschied (gutes Angebot für den 140 PS) lagen zwischen beiden. Für 30 PS mehr und gefühlt nicht viel mehr Power, es sei denn es geht auf die Autobahn und um Geschwindigkeiten über 170 km/h, war mir das zu viel. Wenn ich Spaß haben will, darf ich den 325i meines Vaters fahren. Die aktuelle Version fährt sich dank niedriger anliegendem Drehmoment wirklich sehr angenehm und trotzdem sparsam. Im SUV, da muß ich Ihnen recht geben, lohnt sich fast auschließlich ein Diesel.

an Tiguanfahrer
20.04.2011, 16:57Uhr

Warum haben Sie denn dann nicht den 170 PS Diesel im Tiguan bestellt? Benziner sind in SUV völlig untauglich, erst recht Saugmotoren. BMW Mustert sie zurecht aus.

Tiguanfahrer
20.04.2011, 12:31Uhr

Ich selbst fahre einen Tiguan. Er ist ziemlich schwer (1,7t) und Audi wird hier in Sachen Gewicht keine Maßstäbe setzen. Dieses Auto braucht einen großen kräftigen Motor. Ich habe mich für den 2l-Diesel mit 140 PS entschieden. Er bietet einen guten Kompromiß, mehr aber auch nicht. Der 2l-Tsi fährt sich zwar gut, verbraucht aber zu viel - hier hätte ein größeres Triebwerk weniger Mühe. Bei aktuellen 6-Zylindern steht das Drehmoment bei 2400 U/min (325i) und 3000 U/min (A4 3,2 FSi) an. Baut doch mal einen Fünfzylinder (Tradition) ein.

Saugmotoren sind von gestern
19.04.2011, 22:49Uhr

in wenigen Jahren, wird es sie zurecht nicht mehr geben, denn sie sind in allem schlechter als Turbos. Beim Diesel ist der Sauger schon lange tot. Wer noch 6-Zylindersaugern nachtrauert,der ist halt auch von gestern. Was soll an einem Motor gut sein, den man laut hochdrehen muss, damit er Leistung liefert? Lieber ein gut gedämpfter Turbo, den man niedertourig fahren kann.

6ZylinderPit
19.04.2011, 13:50Uhr

Ich ziehe mir einen 2,8l oder 3,0l Sechszylinder einem kleinen aufgeladenem Benziner vor. Ich fahre gerne ein wenig sportlich und da verbrauchen kleinhubrigen Motoren deutlich mehr. Wenigstens haben sich Audi und BMW noch nicht vom Sechszylinder verabschiedet. Bei der Laufkultur liegen Welten zwischen 4 und 6 Zylindermotoren. Wir in unsere Chlique fahren ältere Modelle (A4 und 3er), dafür mit Sechszylindern und Autogasumrüstung. Hubraum statt Spoiler!

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