Audi Q5 2.0 TDI mit 190 PS: Fahrbericht

Audi Q5 2.0 TDI mit 190 PS: Fahrbericht

— 23.11.2016

Mehr Reisewagen als Sportler

Der neue Audi Q5 überrascht weniger mit seiner Optik, dafür aber mit Komfort. AUTO BILD ist die 190 PS starke TDI-Version gefahren!

Der Diesel hat eine spurtstarken Antritt, zeigt aber auch gewisse Schwächen.

Auf einer Hochebene in den Bergen von Baja California liegt eine kilometerlange Gerade. Kein Mensch weit und breit und auch kein Tier ist bis zum Horizont zu sehen. Ich trete auf das Gaspedal und der Kameramann auf dem Beifahrersitz soll die Geschwindigkeit raten. Bis 200 liegt seine Schätzung mehrfach 30 km/h unter dem angezeigten Wert auf dem Tacho. Es ist wirklich auffallend ruhig im neuen Q5. Das also meint Audi, wenn sie davon sprechen, dass sie sich auf Komfort konzentriert haben. Das und die neue Ein-Kammer-Luftfederung für 1950 Euro, die die nicht immer perfekten mexikanischen Straßen glattbügelt.
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Wenn man mit dem neuen Q5 fährt und ihn nicht nur ansieht, merkt man, dass dieses SUV ein wirklich neues Auto ist. Über zu deutliche Ähnlichkeiten zum Vorgänger oder mehr als unverkennbare Design-Verwandtschaften wurde seit der Premiere schon genug diskutiert. Dass man für die neue LED-Leuchtengrafik in den Frontscheinwerfern auch 1190 Euro Aufpreis bezahlt, mag verwundern, aber in der Basis leuchten immerhin serienmäßig Xenon-Plus-Lichter.

Mit dem 190-PS-Diesel ist der Q5 eher Reisewagen als Sportler

Video: Audi Q5 (2016)

Testfahrt im 190-PS-Q5

Sitzt man erst einmal hinter dem Lenkrad, ist das alles weit weg – wenn man den Q5 mit dem Zweiliter-Turbodiesel und 190 PS (Basispreis: 46.400 Euro) bewegt, sind andere Dinge wichtig. Der spurtstarke Antritt zum Beispiel, aber auch die Tatsache, dass dem Selbstzünder irgendwo zwischen 120 und 130 km/h ein wenig Druck fehlt. Zwar marschiert die stärkste Ausbaustufe des Vierzylinders auch noch über die 200er Marke, aber es bleibt ein Reisewagen und kein Sportler. Wer mehr Power will, muss zur Dreiliter-Maschine greifen, die AUTO BILD bereits getestet hat.

Audi Q5 (2016): Fahrbericht

Wer mit weniger leben kann, der kann zur 163-PS-Version greifen – übrigens zunächst immer mit einem Automatikgetriebe und dem neuen Allradantrieb, der sich, um Sprit zu sparen, nur bei Bedarf selbstständig zuschaltet. Den Verbrauch gibt Audi laut Pressemappe bei beiden Vierzylinder-Versionen mit 4,9 l Diesel an. Es wird niemanden verblüffen, dass dieser Wert im Alltag nicht unbedingt auf jedem Bordcomputer auftaucht. In den meisten Fällen wird wohl eine 6 vor dem Komma stehen.

Audi Q5 II (2016): Vorstellung

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Die Überraschungen bleiben aus

Grundsätzlich bleiben ohnehin die großen Überraschungen bei diesem Q5 aus. Audi hat die erste Generation über 1,6 Millionen Mal verkauft und daher mussten sie in Ingolstadt keine Revolution ausrufen. Die größte Veränderung ist, dass der Neue nur noch in Mexiko gebaut wird. Aber selbst das hat, zumindest bei unserem Testwagen, keine sichtbaren Nachteile oder negative Veränderungen bei der Verarbeitung gebracht.

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