Audi Q5 (2016): Fahrbericht

Audi Q5 (2016): Fahrbericht

Audi Q5 (2016): Fahrbericht

— 06.10.2016

Erste Fahrt im neuen Audi Q5

Audi legt den Q5 neu auf. Optisch ändert sich wenig, aber unterm Blech ist das SUV komplett neu. AUTO BILD verrät, wie er sich fährt!

Wie verbessert man einen Bestseller wie den Audi Q5, der sich weltweit besser als alle Konkurrenten verkauft? Die Antwort: nur im Detail. Speziell das Außendesign des SUVs wurde ganz behutsam weiterentwickelt und so muss man schon zwei Mal hinschauen, um den neuen Audi Q5 zu erkennen. Und beim Fahren? AUTO BILD verrät es!
Alle Infos zum neuen Audi Q5

Luftfederung für verbesserten Komfort

Wir steigen in den 286 PS starken 3,0-Liter-TDI, der mit Achtgang-Automatik und permanentem Allradantrieb weit über dem Basispreis von rund 37.500 Euro liegt. Mit an Bord: die Luftfederung air suspension. Sie punktet gleich mehrfach, verbessert den Federungskomfort spürbar, senkt den Wagen zum Ein- und Aussteigen ebenso ab wie auf der Autobahn, erhöht in den Modi allroad und lift die Bodenfreiheit um bis zu 45mm. Damit mutiert der Q5 zum echten Crossover, der mittelschwere Klettereien ebenso meistert wie steile Abfahrten und knietiefe Furten. Aber nicht alles was teuer ist, ist ein Muss. Optionen wie Sportdifferenzial (nur V6), Dynamiklenkung und die verwundbaren 21-Zöller halten wir nach der ersten Ausfahrt im Q5 für verzichtbar.

Autosalon Paris 2016: Highlights

Wind- und Abrollgeräusche bleiben draußen

Video: Audi Q5 Vorstellung (2016)

Die zweite Generation Q5

Der 163 PS-Diesel mobilisiert 400 Nm, absolviert den Spurt in 8,9 Sekunden, läuft 211 km/h Spitze und konsumiert 4,9 Liter Diesel auf 100 km. Das reicht nicht nur zum Mitschwimmen, sondern animiert sogar zum Angasen. Das neu konstruierte Leichtbau-Fahrwerk verbindet Trittfestigkeit mit Schluckfreudigkeit, die elektrisch unterstützte Servolenkung bahnt den Weg für bis zu 30 Assistenzsysteme (Achtung, es droht ein Aufpreisschock!), die Bremse ließ sich bei der ersten Testfahrt nie den Schneid abkaufen. Positiv, unabhängig von der Motorisierung: Wind- und Abrollgeräusche haben im Mittelklasse-SUV keine Chance, auch hier hat Audi gegenüber dem Vorgänger noch mal nachgebessert.
Premiere des Audi Q5 ist auf dem Autosalon Paris 2016

Mehr Platz im Innenraum des Q5

Ohren auf: Wind- und Abrollgeräusche sind im Q5  deutlich reduziert worden.

Das Gleiche gilt für den Kofferraum: Bis zu 610 Liter Kofferraumvolumen sind drin, zehn mehr als bisher. Wer die Sitze umklappt, kann bis zu 1550 Liter Gepäck verstauen. Insgesamt verspricht Audi mehr Platz im Innenraum des Q5. Das fällt in der ersten Reihe nicht direkt auf, die Platzverhältnisse sind weiterhin großzügig, das passt. Vor allem auf den hinteren Sitzen spürt man den Raumgewinn. Auch Großgewachsene haben in alle Richtungen ausreichend Platz. Kopf-, Schulter- und Kniefreiheit sind großzügig bemessen, wobei vor allem die Kniefreiheit durch schlankere Vordersitze dazugewonnen hat. Zurück in die erste Reihe, denn das Infotainment des in die Jahre gekommenen Vorgängers hat Audi ordentlich aufgerüstet. Neu sind das aus dem A4 und anderen Audi-Modellen bekannte Virtual Cockpit, Apple CarPlay, Android Auto und das vergrößerte Touchpad, das jetzt sogar chinesische Schriftzeichen lesen kann. Auch ein WLan-Hotspot über den bis zu acht Geräte gleichzeitig online gehen können, ist auf Wunsch an Bord. Praktisch für lange Reisen, denn die Mitfahrer können dank entsprechender Tarife auch im EU-Ausland ins Internet. Natürlich kosten diese Extras, genau wie das neu entwickelte Head-up-Display und das Navi MMI plus mit 8,3-Zoll-Display, Aufpreis.

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Audi A3 Vario Illustration Audi A3 Illustration Audi Q3 Illustration
Assistenzsysteme aus dem A4

Die Rücklleuchten des Audi Q5 sitzen wie beim Vorgänger auf der Heckklappe.

Da der Q5 weiterhin eng mit dem A4 verwandt ist, übernimmt das SUV nicht nur das Infotainment, sondern auch die Fahrassistenzsysteme zu großen Teilen vom A4. Ein kleiner Auszug: Stau-, Spurhalte-, Ausweich- und Ausparkassistent – alle an Bord. Die Assistenzsysteme sind in den drei Paketen Tour, Stadt und Parken erhältlich. Bestellbar ist das SUV ab Mitte Oktober 2016 mit vier Motoren – gerecht verteilt auf jeweils zwei Benziner und Selbstzünder. Zum Marktstart im Januar 2017 gibt es den in Mexiko gebauten Q5 erstmal nur mit quattro, der reine Vorderradantrieb wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Auch das Diesel-Topmodell SQ5 kommt später auf den Markt, vermutlich noch 2017. Womöglich trägt der Q5 in der zweiten Generation erstmals sogar das RS-Kürzel. Dann aber ganz sicher nicht mit dem Fünfzylinder-Turbo, sondern eher mit dem V6-Biturbo des kommenden Audi RS 4 und RS 5. Während der aktuelle Q5 als Zweiliter-Diesel mit 150 PS und Frontantrieb für 37.400 beim Händler steht, beginnt die zweite Generation ebenfalls mit dem Zweiliter-Selbstzünder mit jetzt 163 PS bei gut 45.000 Euro. Das ist trotz verbesserter Assistenzsysteme und serienmäßigen Allradantrieb ein heftiger Aufschlag.

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Autoren: Jan Götze, Georg Kacher

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