Audi Q5/BMW X3/Mercedes GLK: Test
— 12.12.2012
Deutsche Edel-SUVs im Test
Vierzylinder-Dieselmotoren und komfortable Automatikgetriebe: Werden Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLK damit zum Traum-SUV? Ein Vergleich.
Es ist ein deutsches Phänomen und klingt banal, ist aber seit einigen Jahren gar nicht mehr so selbstverständlich: Die Deutschen kaufen am liebsten Autos einheimischer Marken. Das ist bei unseren europäischen Nachbarn inzwischen anders: In Ländern mit langer eigener Automobilbautradition wie Frankreich, Italien oder Großbritannien gehen die meisten Käufer inzwischen fremd. Die Franzosen kaufen nicht mehr mehrheitlich
Renault und
Citroën, die Italiener verweigern sich
Fiat im großen Stil, und den Briten bleiben im eigenen Land ohnehin nur noch Nischenmarken wie
Jaguar und
Land Rover.
Überblick: SUVs und Geländegänger bei AUTO BILD ALLRAD
Drei kompakte Edel-SUVs aus Deutschland? Nicht ganz, denn BMW lässt seinen X3 in den USA fertigen.
Nur die Deutschen kaufen unbeirrt
Volkswagen,
Opel und
Ford. Am liebsten aber – wenn es Geldbeutel oder Dienstwagenfreigabe hergeben –
Mercedes,
BMW und
Audi. Dabei steht ein Auto einer deutschen Marke längst nicht mehr zwingend für Made in Germany und den Erhalt deutscher Arbeitsplätze in der Automobilproduktion. Denn nur zu gern flüchten einst rein deutsche Autohersteller wegen niedrigerer Lohnkosten, geringerem Verwaltungsaufwand oder reduzierter Wechselkursabhängigkeit ins Ausland, gar auf ferne Kontinente. Immerhin: Von den drei Kandidaten dieses Vergleichs werden zwei tatsächlich in Deutschland gebaut:
Audi Q5 (Ingolstadt) und Mercedes GLK (Bremen). Den
X3 lässt BMW dagegen in den USA fertigen. Der Audi Q5 wird zwar zusätzlich auch noch in China und in Indien produziert. Doch keine Sorge, die in Deutschland ausgelieferten Q5 kommen ausnahmslos aus dem Audi-Stammwerk im bayerischen Ingolstadt.
Überblick: Alle News und Tests zum Audi Q5
Dezent modellgepflegt: Die optischen Retuschen am Audi Q5 fallen auf den ersten Blick kaum ins Auge.
Mit dem aktuellen und bemerkenswert dezent ausgefallenen Facelift will die VW-Tochter den Verkaufserfolg des Q5 aufrechterhalten. Neues Leuchtendesign, Kühlergrill mit nun oben angeschrägten Ecken sowie im Innenraum ein paar Tasten weniger neben dem zentralen Drückdrehsteller, das war's. Technisch gab es Feinschliff an Motoren und Getrieben, vor allem zur Verbrauchssenkung. Der frühere 170-PS-Turbodiesel leistet nun 177 PS und 380 Nm Drehmoment statt zuvor 350 Nm. Der Zweiliter-Vierzylinder von Volkswagen macht seine Sache gut im nicht gerade zierlichen Q5. Erst oberhalb von 160 km/h lässt die Beschleunigung spürbar nach. Trotz der neuen Motorabstimmung zeigt sich im Innerortsverkehr eine bekannte Schwäche dieses Motors in Kombination mit dem automatisiserten Doppelkupplungsgetriebe: Energisches Anfahren erfolgt erst nach einer knappen Sekunde Denkpause für Ladedruck und automatische Kupplung.
Ein Artikel aus AUTO BILD ALLRAD
Und nach dem Abbiegen an Kreuzungen dauert es ebenfalls einen Moment, bis wieder nennenswerte Beschleunigung einsetzt. Dennoch zeigt sich in beiden Situationen eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vormodell mit 170 PS. Der Audi gefällt überdies mit seiner Langstreckentauglichkeit. Körpergerechte Sitze, angenehm viel Platz, ausreichend kultivierter Motorlauf und der mit 75 Liter Volumen im Vergleich größte Tank machen Fernfahrten zum Vergnügen.
Weitere Details zu den drei deutschen Edel-SUVs gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen lesen Sie in AUTO BILD ALLRAD 1/2013 oder als Download im Heftarchiv.
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Audi Q5 2.0 TDI, Mercedes GLK 220 CDI, BMW X3 20d
Veröffentlicht:
13.12.2012
Martin Braun
Fazit
Audi Q5 und BMW X3 sind sich in ihren Eigenschaften sehr ähnlich. Der BMW federt besser und verbraucht weniger, der Audi bleibt durch günstigere Versicherung und mehr Zuladung dran. Der Mercedes GLK ist die interessante Alternative: leiser, weniger modisch geformt, deutlich leichter einzuparken, aber leider teurer bei Versicherung, Wartung und Wertverlust.
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In letzter Zeit frage ich mich wirklich, ob so mancher Redakteur noch weiß, welche Weisheiten er so von sich gibt. Ich lese Autobild (Abonnent) seit der ersten Ausgabe. Wenn ich aber nun lesen muss, dass der BMW-Joy-Stick für die 8-Stufen-Automatik "mit komplizierter Handhabung nervt", dann stellt sich mir die Frage, ob der Verfasser dieser Bemerkung
- diesen Joystick jemals persönlich bedient hat
- dies nur aufgrund mangelnder Fachkennnis "so zitiert"
- oder aber zu Hause einen Butler beschäftigt, weil er bereits mit der höchstkomlpizierten Aufgabe des morgendlichen "Brötchenschmierens" fachlich schlichtweg überfordert" wäre.
Bitte entschuldigen Sie meinen Zynismus, aber manchmal stellt sich mir wirklich die Frage, ob Ihre Redakteur noch "wissen was sie schreiben" ?
Gerald Ripper