Audi Q5 gegen Mercedes GLK im Vergleich — 05.03.2010
Der Audi Q5 hängt den Mercedes GLK ab
Audi Q5 und Mercedes GLK – kompakte Edel-SUVs, die kaum unterschiedlicher sein könnten. AUTO BILD hat die beiden Allradler verglichen. Unter den Hauben: starke Benziner mit jeweils über 200 PS.
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Die Interpretation des angesagten SUV-Themas könnte dabei verschiedener kaum sein. Hier der schwungvoll modellierte Q5, der seine Kraft aus einem aufgeladenen Vierzylinder holt und sie über ein Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) weitergibt. Dort der geradlinig gemeißelte GLK, unter dessen Haube V6 und Wandlerautomatik werkeln. Wo das Kastendesign des GLK auch das bessere Platzangebot vermuten lässt, belegt die Sitzprobe das Gegenteil. Der immerhin zehn Zentimeter längere Q5 verwöhnt mit ein paar Handbreit mehr Luft für Knie und Schulter – nicht viel, aber fühlbar. Dafür beweist der fünf Zentimeter höhere GLK auf allen Plätzen Sinn für klassische Mode – Hutträger und Frauen mit Dutt reisen im Mercedes bequem mit erhobenem Haupt. Dafür muss beim Familienausflug sorgsamer gepackt werden. Das Gepäckabteil des Mercedes ist mit 450 Litern ausgebucht, der Q5 (540 l) nimmt noch einen Koffer mehr mit auf die Reise. Doch auch komplett belegt verwöhnt der Audi seine Gäste mit Fünf-Sterne-Ambiente. Das schwungvolle Cockpit offeriert nicht nur funktional, sondern auch qualitativ absolute Spitzenklasse. Die Materialien schmeicheln, die Verarbeitung weckt Vertrauen, die Sitze passen perfekt.Mit dem Mercedes GLK ist man deutlich komfortabler unterwegs
Das alles kann der GLK ebenfalls gut – es fehlt aber überall ein halbes Sternchen zum Q5. Das kastige Cockpit im Mercedes wirkt schlichter und weniger vornehm, ohne dass wir an der Solidität zweifeln würden. Und die Sitzposition lässt uns nicht ganz so selbstverständlich mit dem Auto verschmelzen. Immerhin gönnt das schwäbische Bauklotz-Design uns eine tolle Übersicht und erleichtert das Parken in engen Lücken, zudem verwöhnt der (teurere) GLK mit der besseren Ausstattung. Und der Mercedes rollt geschmeidiger und gelassener in den Sonnenuntergang als der Audi. Trotz Sportpakets mit feisten 19-Zoll-Alurädern und 20 mm Tieferlegung begegnet der Benz den aktuellen Frostaufbrüchen mit Nachsicht – eine gewisse Grundhärte im Umgang mit Fahrbahnfehlern bleibt allerdings spürbar. Deutlich unnachgiebiger zeigt sich der Q5 im Kampf mit Querfugen und Gullydeckeln. Auf seinen schicken 18-Zoll-Rädern stolpert der Audi über schlechtes Parkett wie Frauen in Stilettos über vereiste Bürgersteige. Grobe Straßenschäden versetzen die Karosserie in heftigen Aufruhr, die Insassen können mühelos eine genaue Beschreibung des Schlaglochs liefern. Auch wenn das Handling des Q5 durchaus sportliche Ambitionen beweist und der 1856-Kilo- Brocken recht flink ums Eck wetzt – dieses Fahrwerk ist echt die Härte.Deutlich mehr Freude bereitet der Motor. Der Zweiliter-Turbo mobilisiert 211 PS, die den wahrlich nicht kleinen Q5 ausgesprochen flott über die Straßen wirbeln. Unter acht Sekunden auf Tempo 100 und 222 km/h Höchstgeschwindigkeit werfen nun wirklich nicht die Frage auf, ob so ein 2.0 TFSI denn wohl reicht. Er reicht locker! Und zusammen mit dem wunderbaren S-tronic-Getriebe macht er richtig Programm. Der Mercedes geht hier andere Wege. Sein Dreiliter-V6 spuckt noch 20 PS mehr aus, beschleunigt ein paar Zehntel schneller und wirkt dennoch gemütlicher. Das liegt an der butterweichen, aber nicht ganz so schnell schaltenden Automatik und am Schrankwand-Aufbau. Luft- und Rollwiderstände bremsen den GLK bei 210 km/h ein. Als noch größerer Hemmschuh dürfte sich allerdings der Preis des Mercedes GLK 300 erweisen. Mindestens 45.101 Euro verlangen die Schwaben, also fast 2000 Euro mehr als Audi für den Q5 2.0 TFSI S tronic (ab 43.200 Euro). Vielleicht wurden vom Q5 2009 auch deshalb fast 10.000 Stück mehr verkauft als vom GLK – denn beim Geld verstehen wir Deutschen überhaupt keinen Spaß. Da können wir dann so richtig komisch werden.
| Fahrzeugdaten | Audi | Mercedes |
|---|---|---|
| Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn längs | V6,vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/4 |
| Nockenwellenantrieb | Kette | Kette |
| Hubraum | 1984 cm³ | 2996 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 155 (211)/4300 | 170 (231)/6000 |
| Nm bei 1/min | 350/1500 | 300/2500 |
| Vmax | 222 km/h | 210 km/h |
| Getriebe | Siebenstufenautomatik | Siebenstufenautomatik |
| Antrieb | Allradantrieb | Allradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 235/60 R 18 W | 235/50-255/45 R 19 W |
| Radgröße | 8 x 18" | 7,5 – 8,5 x 19" |
| Abgas CO2 | 197 g/km | 246 g/km |
| Verbrauch* | 10,4/7,3/8,5 l | 14,1/8,4/10,5 l |
| Tankinhalt | 75 l/Super | 66 l/Super |
| Vorbeifahrgeräusch | 73 dB (A) | 71 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | 2000/750 kg | 2000/750 kg |
| Kofferraumvolumen | 540–1560 l | 450–1550 l |
| Preis (wird bewertet) | 44.500 Euro** | 46.946 Euro** |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; **inkl. Audi drive select für 300 € und Dynamiklenkung für 1000 €; *** inkl. Sport-Paket Exterieur für 1845 € | ||
| Messwerte | Audi | Mercedes |
|---|---|---|
| Beschleunigung | ||
| 0–50 km/h | 2,6 s | 2,8 s |
| 0–100 km/h | 7,9 s | 7,7 s |
| 0–130 km/h | 13,1 s | 12,7 s |
| Zwischenspurt | ||
| 60–100 km/h | 4,5 s | 4,3 s |
| 80–120 km/h | 5,8 s | 5,4 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1856/464 kg | 1852/628 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 54/46 % | 53/47 % |
| Wendekreis links/rechts | 11,6/11,5 m | 11,6/11,2 m |
| Bremsweg | ||
| aus 100 km/h kalt | 37,8 m | 36,4 m |
| aus 100 km/h warm | 35,4 m | 36,1 m |
| Innengeräusch | ||
| bei 50 km/h | 56 dB (A) | 58 dB (A) |
| bei 100 km/h | 64 dB (A) | 65 dB (A) |
| bei 130 km/h | 67 dB (A) | 69 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 11,8 l S – 280 g/km | 11,8 l S – 280 g/km |
| Reichweite | 630 km | 550 km |
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Kommentare zum Artikel (138)
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Prima Test den sie da veröffentlichen.
Viele Details sind falsch.
Haben sie schon mal einen Mercedes V6 (6Zylinder) mit 4 Zylindern gesehen, ich noch nie.
Auch beträgt die Beschleunigung von 0 auf 100 in 7,5Sec. und die Höchstgeschwindigkeit
liegt bei 220Km und nicht bei 210Km
Was bezahlt ihnen Audi für diese Testveröffentlichung.
Ich habe einen GLK350CDI gekauft, weil ein Audi Q5 mit etwa gleicher Ausstattung um einiges teurer war.
ein identisch ausgestatteter Q5 ist teurer als ein mercedes GLK. probiert es doch einfach mal aus... konfigurator an und einfach die zwei kleinsten dieselmodelle vergleichen. bei mir kam raus: 43T€ audi Q5 und 41T€ der GLK. ausstattung identisch außer das der GLK sogar noch teilleder hatte.
Ich fahre seit AUGUST einen GLK350CDI mit Exterieur Sportpacket und kann nur sagen, dass der 6Zylinder Motor für mich das Beste ist, was es auf dem Markt zu kaufen gibt.
Auch der Komfort ist unschlagbar vor allen Dingen auf langen Strecken. Als Pensionär will ich keinen Turbo-Antrieb der immens hochdreht, sondern das bequeme Fahren.
Auch das eigenwillige Design gefällt mir besser als bei Audi oder BMW und wer sich so ein Auto zulegt, den interessiert es nicht, ob der Verbrauch bei 9 oder 12 Liter liegt.
Wer anders denkt und sparsam fahren will, den kann ich z.B. SAmart-Diesel empfehlen
Der GLK 350 Benziner mit 272 PS ist ein prima Auto! Man(n) fährt ganz entspannt in dem Teil. Das Armaturenbrett ist gut ablesbar und zu bedienen. Aber: Der Durst! Da ist man schnell mal so eben bei 20 l/100 km. Das langatmige Hochschalten kann man mit einem Knopfdruck umgehen, in dem der Fahrer auf Wippschaltung geht. Ich gebe dem Benz 4 1/2 von möglichen 5 Punkten.
MERCEDES IS THE BEST FUCK THE REST ( audi)!!!!