Audi "Ultra Low Emission System"

Audi "Ultra Low Emission System"

— 18.07.2007

Saubere Selbstzünder

Audi will Mitte 2008 die "weltweit sauberste Dieseltechnik in Serie" auf den Markt bringen. TDI-Motoren mit dem "Ultra Low Emission System" sollen dabei strengste Abgasgrenzwerte erfüllen.

Ein sauberer TDI-Motor mit einer neuen Abgasreinigung namens "Ultra Low Emission System" ist für Audi ein wesentlicher Teil der Technologie-Strategie ab 2008. "Wir werden die Position des TDI als hocheffiziente Antriebsart dauerhaft stärken. Und wir werden künftig in den Volumen-Baureihen verbrauchsoptimierte e-Modelle an den Start bringen – ob als TDI oder als Benziner mit TFSI-Technologie", so Audi-Vorstand Rupert Stadler. Durch ein optimiertes Brennverfahren und den Einsatz des "Ultra Low Emission Systems" sollen die Fahrzeuge die in den USA gültige BIN-5-Norm und die in Europa künftig zu erwartenden Normen erfüllen. Dazu haben die Ingenieure für die jüngste TDI-Generation ein ganzes Bündel innovativer Maßnahmen geschnürt: das neue Common-Rail-System mit Piezo-Einspritzung und 2000 bar Einspritzdruck, eine effiziente Abgasrückführung sowie die optimierte Aufladung sollen deutlich gesenkte Motor-Rohemissionen bringen.

Erstmals Brennraumsensoren eingesetzt

Erstmals eingesetzte Brennraumsensoren ermöglichen laut Audi eine präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor. Das nachgeschaltete Reinigungssystem reduziert die Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent. Zum Betrieb wird AdBlue genutzt, eine biologisch abbaubare Zusatzlösung. Sie wird vor dem DeNOx-Katalysator eingespritzt. Ein Katalysator, ein Dosiermodul, der AdBlue-Tank, beheizte Leitungen sowie eine umfassende Sensorik komplettieren mit einem Dieselpartikelfilter das Abgasreinigungssystem.

Die Ingolstädter starten ihre TDI-Strategie 2008 mit dem Dreiliter-V6 im Audi A4 und Audi Q7. Mit jeweils 176 kW (240 PS) und dem Drehmoment von 500 Nm im A4 oder 550 Nm im Q7 sollen die neuen Aggregate bei vergleichsweise niedrigen Verbrauchswerten echten Sportsgeist vermitteln. Bis 2010 will Audi die neue Technologie in weiteren Fahrzeug- und Leistungsklassen anbieten.

Start-Stopp-System und Hybridtechnik

Außerdem werden künftig viele TDI- und TFSI-Modelle von Audi über ein intelligentes Energie-Management verfügen, das Ausroll- oder Bremsphasen zur Gewinnung und Speicherung elektrischer Energie nutzt. Zudem wird ein Start-Stopp-System der nächsten Generation entwickelt. Als Abrundung forscht Audi weiter an alternativen Antrieben. Hybrid Hybridfahrzeuge sollen ebenso zum Zug kommen wie Ethanol oder Erdgas und Kraftstoffe aus Biomasse, dem sogenannten SunFuel. Dabei wird sich Audi an den jeweiligen Bedürfnissen der weltweiten Märkte orientieren. Der Autobauer hat dazu ein Konzept für den Einsatz von CNG (Compressed Natural Gas) entwickelt, das auf dem TFSI-Motor basiert. Intelligentes Package soll dabei trotz Erdgastank die volle Nutzung von Gepäckraum und Innenraum garantieren. Dasselbe gilt für den Ethanol-Antrieb. Er ist so ausgelegt, dass er Kraftstoff mit bis zu 85 Prozent Ethanol-Anteil nutzen kann.

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