Audi R10 TDI setzt Siegesserie fort

Audi R10 TDI setzt Siegesserie fort Audi R10 TDI setzt Siegesserie fort

Audi R10 TDI setzt Sieges-Serie fort

— 19.03.2007

Le Mans kann kommen

Schöne Tradition: Zum Auftakt der Langstrecken-Saison gewinnen die Ingolstädter die zwölf Stunden von Sebring. Und das jetzt zum achten Mal in Folge.

Obwohl die Regel-Fürsten wieder zugeschlagen haben, und das Audi R10-Duo mit zehn Prozent kleinerem Tank an den Start gehen musste, trafen sich die Diesel-Power-Teams auf den obersten Stufen des Siegerpodests wieder. Dieses Jahr hatten nicht das Titelverteidiger-Trio Capello/Kristensen/McNish den Platz an der Sonne, die landeten nach einigen Problemen auf dem vierten Rang und Platz zwei in der LMP1-Wertung, sondern die Teamkollegen Biela/Pirro/Werner ließen den Schampus von ganz oben fließen. Aber ihnen wurde das Siegen nicht ganz einfach gemacht.

Capello/Kristensen/McNish, die Vorjahressieger im Audi R10 TDI.

Die Neueinsteiger in der ALMS, Acura-Honda mit den US-Champions Herta/Franchitti/Kanaan, leisteten in ihrem 150 Kilo leichteren LMP2-Boliden hartnäckigen Widerstand. Erst in den letzten beiden Stunden konnten die Audi-Piloten "den entscheidenden Meter" herausfahren und mit sechs Runden Vorsprung auf der 3,7 Meilen langen Strecke einen deutlichen Sieg einfahren. Marco Werner, ganz entspannt: "Das Auto lief im Rennen perfekt. Es hat Spaß gemacht, auch wenn der letzte Abschnitt sehr lang war. Ich habe ab und zu an die Bremsen gedacht, die meiste Zeit jedoch an die nächste Toilette...".

Angesichts der schlechten Voraussetzungen (Unfall am Donnerstag im Nachttraining und zweimaliges Wechseln von Anlasser und Batterie während des Rennens) ringt auch der vierte Platz des zweiten Audi R10 ordentlich Respekt ab und macht Mut für die nächsten Prüfungen. Vor allem kann man gespannt sein auf das Highlight der Saison, die 24 Stunden von Le Mans am 16. und 17. Juni 2007. Dort wird es dann sicherlich ein heißer Ritt gegen die ebenfalls dieselgetriebenen Peugeot 908.

Titelverteidiger Jörg Bermeister mit dem Porsche 911 GT3 scheiterte knapp.

In den anderen Klassen ging es auch heiß her. Nach sehr spannendem Kampf hatte in der GT2 Vorjahressieger Jörg Bergmeister im neuen Porsche 911 GT3 RSR mit nur 0,202 Sekunden Rückstand das Nachsehen. Es siegten Mika Salo/Jamie Melo mit ihrem Ferrari 430 GT. In der GT1 lieferten sich die Corvette C6R von Beretta/Gavin/Papis ein Teaminternes Duell mit O'Connell/Magnussen/Fellows und hatten am Ende mit 17,863 Sekunden die Nase vorn. Etwas überraschend, vielleicht sogar enttäuschend, ist das Abschneiden der Porsche RS Spyder. Nach Bestzeit im Qualifying und schnellster Runde im Rennen der LMP2-Racer reichte es wegen etlicher Elektronikdefekte nur zu Platz fünf im Klassement und zu Rang drei in der Kategorie-Wertung hinter den Acura-Honda. Das nächste Treffen der ALMS findet am 30. und 31. März in St. Petersburg/Florida statt.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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