Audi R8 Spyder Fahrbericht

Audi R8 Spyder Audi R8 Spyder

Audi R8 Spyder Fahrbericht

— 08.03.2010

Der R8 Spyder eröffnet die Roadster-Saison

Der Sommer kann kommen! Wer 156.400 Euro übrig hat, kann im offenen Audi R8 Spyder der Sonne entgegenbrettern – mit 525 PS, zehn Zylindern und bis zu 313 km/h. Erste Ausfahrt mit dem neue Super-Roadster.

Was wäre das Leben doch langweilig, wenn es nicht solch herrliche Kontraste gäbe. So süß wie der Frühling nach diesem Winter schmeckt, so herrlich lebensbejahend hört sich der V10 des Audi R8 Spyder an. Er ist der Antipol zu den Ökosparbrötchen der Elektro- und Hybrid-Apostel. Und er ist nebenbei auch Audis Antwort auf das V10-Begräbnis bei BMW. Audi-Motorenchef Wolfgang Hatz: "Der bleibt solange im Programm, wie ihn die Kunden wollen." Und wie sie ihn wollen. 70 Prozent der R8-Käufer greifen zum V10. Sicher, die generelle Nachfrage nach dem Super-Audi sieht nicht gerade rosig aus – die Krise habe Schuld, ebenso die anfangs langen Wartezeiten, die viele Kunden verprellt hätten, heißt es. Folglich gelangten 2009, dem ersten vollen Produktionsjahr, in Deutschland nur 779 Exemplare des Mittelmotorautos auf die Straße. Porsche zählte derweil 3295 Carrera-Kunden. Sei's drum. Seine Rolle als Hightech-Aushängeschild und Appetitmacher hat der R8 auf jeden Fall erfüllt.

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Und der neue Spyder? Sehen Sie sich die Bilder an – dieser Audi, das ist so klar wie kalter Champagner, ist für den Heißhunger zuständig. Schon deshalb wird es ihn vorläufig ausschließlich mit dem spritzigen Zehnzylinder geben, zu 156.400 Euro das Stück. Erst Anfang 2011 soll die V8-Version folgen. Coupé und Spyder-Karosse stimmen zu 70 Prozent überein. Die restlichen 30 Prozent sind leicht ausgemacht. Mit dem Dach verschwinden auch die markanten seitlichen Aluplanken (Sideblades) und geben den Weg für dezente Lufteinlässe in der Seitenpartie frei. Als besonderes Stilmittel darf das Heck des offenen R8 die Welle machen: Als großer, ins Alublech getriebener Schwung fließen die Radläufe nach hinten. Und wie Glitzerschmuck funkeln schuppenförmige Luftauslässe auf der Verdeckhaube aus Karbonkunststoff.

Der 525 PS starke V10 macht den Anfang, die V8-Variante folgt 2011

Das zweilagige Verdeck ruht auf einem Magnesiumgestänge und faltet sich elektrisch in eine Wanne direkt über dem Motor. Mit verschmorten Verdeckbahnen soll es aber angeblich keine Probleme geben, weil das Gewebe bis zu 80 Grad aushält. So viel hätten sie selbst bei den Wüstentests nie gemessen, versichern die Ingenieure. Auch die 313 km/h Höchstgeschwindigkeit soll das Stoffteil problemlos wegstecken, ebenso das Öffnen und Schließen während der Fahrt, wenn es sich steil in den Wind stellt. Die Schau funktioniert bei bis zu 50 km/h und dauert 19 Sekunden. Geschlossen spannt sich das Verdeck über zwei Finnen nach hinten. Dadurch gleicht die Silhouette der des Coupés, außerdem reduziert der Trick die Geräuschentwicklung im Cockpit. Nett: Die kleine Heckscheibe lässt sich separat versenken. So kann sich der Fahrer neben Frischluft auch eine Extradosis Motorsound in den Innenraum holen.

Im Vergleich zum Lamborghini Gallardo, wo der 560 PS starke V10 schmutzig kreischen darf, geht es beim R8 einen Tick gediegener zu. Die Leistungskurve ist weniger spitz und nicht so hoch (525 PS), das Drehmoment verteilt sich gleichmäßiger und der Sound gibt sich eine Spur dezenter. Mit heftigen Schaltrucken von bestenfalls einer Zehntelsekunde fällt die 100er Marke nach 4,1 Sekunden. Gleiches wäre auch mit dem Schaltgetriebe zu schaffen. Beide erreichen 313 km/h Spitze. Das Coupé kann es mit 3,9 Sekunden und 316 km/h nur unwesentlich besser. In der Kurvenhatz verbeißt sich der Spyder derart unnachgiebig in den Asphalt, dass es schon grobes Unvermögen braucht, um ihn in Schwierigkeiten zu bringen.

Den kompletten Fahrbericht mit allen technischen Daten und weiteren Fotos gibt es in AUTO BILD 10/2010 – ab Freitag (12. März) im Handel.

Autor: Oliver Strohbach

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