Audi RS 3 (2015): Fahrbericht

Audi RS 3 Audi RS 3 Audi RS 3

Audi RS 3 (2015): Fahrbericht

— 23.01.2015

Im Schnee mit dem RS 3

Stärker ist kein Serienkompakter: Der neue Audi RS 3 holt aus seinem Fünfzylinder-Turbo 367 PS. Wir sind ihn gefahren – im Schnee!

Video: Audi RS 3 (2015)

RS 3 – König der Kompakten

Morgens um zehn ist die Welt hier in Ivalo noch in Ordnung. Die Sonne blinzelt verschlafen über den Horizont, Winteridylle wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt. Bis plötzlich ein lautes Röhren die Stille zerreißt. Kein wild gewordener Elch – es ist der neue Audi RS 3, dessen gleißend helle LED-Scheinwerfer eine Schneise durch den Wald schneiden. Wir sind hier, um exklusiv den neuen König der Kompakten zu fahren, rund zwei Monate vor seiner Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015). Schon optisch macht der Audi klar, dass er auf die linken Autobahnspuren dieser Republik gehört. Riesige Kühlöffnungen flankieren den Singleframe-Grill und haben nur eine Botschaft: Weg da!

Genfer Autosalon 2015: Messe-Vorschau

Lexus LF-SA

Der Fünfzylinder-Turbo im RS 3 leistet 367 PS – Bestwert bei den Serienkompakten.

Passt, denn mit einer Leistung von nun 367 PS ist der RS 3 der stärkste Serienkompakte der Welt. Und anders als der Mercedes A45 AMG mit seinem 360 PS starken Vierzylinder nutzt Audi wie gehabt einen aufgeladenen Fünfzylinder. Und das ist auch gut so. Das Klangerlebnis ist unvergleichbar, der Audi sprotzelt und röhrt wie es eben nur ein Motor mit einer ungeraden Zylinderzahl kann. Kaum zu glauben, dass die Ingolstädter für den RS 3 eine Straßenzulassung bekommen haben.
Bilder und Infos zum neuen Audi RS 3

Gut kontrollierbare Heckschwenks

Aus den beiden ovalen Endrohren sprotzelt und röhrt es im ungeraden Takt der fünf Zylinder.

Mindestens genau so wichtig sind aber die Veränderungen am Fahrwerk und am Antriebsstrang. Bisher war der RS 3 ein sturer Untersteuerer, obwohl an der Vorderachse breitere Reifen als an der Hinterachse aufgezogen wurden. Brav, aber eben unsportlich. Vorbei! Ein neu entwickeltes Hinterachsdifferenzial ermöglicht es nun, dass bis zu 100 Prozent der Leistung an die Hinterachse wandern. Und das Ergebnis ist erstaunlich. Mit eingeschaltetem ESP umrundet der RS 3 selbst enge Kurven neutral, vom lästigen Schieben über die Vorderachse ist nichts mehr zu spüren. Aber der Spaß beginnt natürlich erst mit ausgeschalteter Schleuderhilfe. Wie in einem Sportwagen lässt sich der Audi anstellen, um das Heck gut kontrollierbar ausbrechen zu lassen – und sich dann mit dem Gaspedal lenken zu lassen. Großes Kino!

Die Eintrittskarten sind teuer

Klar, dass die Eintrittskarten dafür richtig teuer sind. Noch verrät Audi keine genauen Preise, sie dürften aber auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Heißt konkret: Rund 50.000 Euro sind fällig für einen der faszinierendsten Kompakten der letzten Zeit.

Audi RS 3 (2015): Fahrbericht

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Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Heckbetonter Allrad, Fünfzylinder und Leistung bis zum Abwinken: Mit dem RS 3 ist Audi einer der besten Kompakten gelungen. Mit dieser Abstimmung macht der RS 3 sogar so manchem "echten" Sportwagen das Leben schwer!

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