Drei getunte Audi RS 3

Audi RS 3 von MTM, Oettinger und Rothe: Test

— 25.03.2016

Gedopte Gladiatoren

Mit deutlich über 400 PS schicken MTM, Oettinger und Rothe ihre getunten Audi RS 3 in die Arena. Wie gut gehen die furiosen Turbo-Fünfzylinder?

Im Kampf bis zum bitteren Ende standen sich im alten Rom die Gladiatoren gegenüber. Dem Sieger gebührten Ruhm und Ehre, die Verlierer mussten auf die Gunst des Publikums hoffen. Anno 2016 steigen bei AUTO BILD SPORTSCARS MTM, Oettinger und Rothe Motorsport in die Arena. Drei mal Audi RS 3, drei mal mit Softwareoptimierung und feingehobelten Fahrwerken gerüstet, stellen sie sich dem Dreikampf um die Fahrdynamikkrone.

Die Basis bietet genug Raum und Potenzial für Verbesserungen

Machen mehr aus der Serie: MTM, Oettinger und Rothe Motorsport treten mit heißen Audi RS 3 an.

Dass das kein leichtes Unterfangen wird, zeichnete sich bereits beim Supertest des Serien-RS 3 ab. Mischbereifung, zu softe Vorderachse und die noch immer extrem kopflastige Gewichtsverteilung aufgrund des schweren Fünfzylinders ließen am Sachsenring bis dato wenig Freude aufkommen. Die Gründe hierfür sehen wir vor allem in der bereits vom Vorgänger bekannten Mischbereifung des Über-A3. Die breiteren Vorderreifen mit 255er- statt 235er-Pirellis stehen einem neutralen und berechenbaren Fahrverhalten im Wege. Zudem können auch sie das konstruktionsbedingte Untersteuern nicht immer verhindern. Ansätze für Nachbesserungen aus dem Aftermarket-Bereich bietet der Audi genug, will aber gleichzeitig mit großer Sorgfalt abgestimmt werden. Der Motor ist mit deutlich größerem Leistungspotenzial gesegnet als die bekannten Vierzylinderaggregate. Der traktionsstarke Allrad und die flinke S-tronic mit Drehmomentüberhöhung beim Hochschalten nach dem Launch-Control-Start machen aus dem RS 3 die perfekte Tuningbasis. Mit MTM, Oettinger und Rothe haben wir drei der besten ihrer Zunft zum Showdown versammelt.
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Die Details zu den drei getunten RS 3 finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Online-Heftarchiv.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Fahrzeugdaten MTM Oettinger Rothe
Motorbauart R5 R5 R5
Aufladung/Ladedruck Turbo/1,5 bar Turbo/1,5 bar Turbo/1,6 bar
Einbaulage vorn quer vorn quer vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2
Hubraum 2480 cm³ 2480 cm³ 2480 cm³
Bohrung x Hub 82,5 x 92,8 mm 82,5 x 92,8 mm 82,5 x 92,8 mm
Verdichtung 10,0:1 10,0:1 10,0:1
Leistung kW (PS) b. 1/min 320 (435)/5800-6800 316 (430)/5800 313 (425)/6800
Literleistung 175 PS/l 173 PS/l 171 PS/l
Drehmoment Nm b. 1/min 605/1925-5750 625/3700 650/1900-5800
Antrieb Allrad Allrad Allrad
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung 7-Gang-Doppelkupplung 7-Gang-Doppelkupplung
Bremsen vorn 380 mm/innenbel./gel. 370 mm/innenbel./gel. 370 mm/innenbel./gel.
Bremsen hinten 310 mm/innenbel. 310 mm/innenbel. 310 mm/innenbel.
Bremsscheibenmaterial Stahl Stahl Stahl
Radgröße vorn – hinten 9,5 x 19 – 8,5 x 19 9,5 x 18 – 9 x 18 8,5 x 19
Reifengröße vorn – hinten 265/30 – 235/35 R 19 255/35 – 235/40 R 18 245/35 R 19
Reifentyp Michelin Pilot Super Sport Dunlop Sport Maxx GT Dunlop Sport Maxx Race
Länge/Breite/Höhe 4343/1800/1380 mm 4343/1800/1386 mm 4343/1800/1381 mm
Radstand 2631 mm 2631 mm 2631
Tankvolumen 50 l 50 l 50 l
Messwerte
0-100 km/h 3,7 s 3,7 s 3,7 s
0-200 km/h 13,4 s 12,9 s 13,4 s
Vmax 282/292 km/h (abgeregelt) 300 km/h 300 km/h
Testverbrauch
Ø auf 100 km 11,1 l Super Plus 11,9 l Super Plus 11,4 l Super Plus
Testwagenpreis 74.094 Euro 62.909 Euro 63.897

Enges Rennen

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt von folgenden Modellen: MTM RS 3, Oettinger RS 3 und Rothe RS 3 (Vergleichstest).

Veröffentlicht:

11.03.2016

Preis:

1,00 €

Autor:

André Aust

Fazit

MTM, Oettinger und Rothe schärfen den Audi RS 3 spürbar nach. Neutraleres Fahrverhalten, berechenbares, hilfreiches Übersteuern und ordentliche Mehrleistung darf der Kunde erwarten. Die Rezepturen sind sehr ähnlich, enstprechend knapp die Resultate. Am Ende gewinnt der längsdynamisch brillante und alltagstaugliche Oettinger vor den kompromissloseren Boliden von MTM und Rothe. Letztlich ist es aber mehr eine Frage des Geschmacks als der Performance.

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