Audi S8: IAA 2011

Audi S8 Audi S8

Audi S8: IAA 2011

— 31.08.2011

Audis neuer Luxus-Sportler

Das V10-Herz im Audi S8 ist Geschichte. Auf der IAA feiert die nächste Generation mit V8-Biturbo und vier Litern Hubraum Premiere. Der neue S8 leistet 520 PS – und soll trotzdem ein manierliches Trinkverhalten haben.

Audis neue S-Modelle haben alle einen V8-Biturbo mit vier Litern Hubraum. Da bekommt auch der S8, der auf der IAA seine Premiere feiert, keine Extrawurst gebraten. Allerdings gönnen die Ingolstädter dem Oberhaupt der S-Familie dennoch eine Extraportion Power: Im S8 leistet das Aggregat nämlich nicht 420 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment wie bei S6 und S7 Sportback, sondern stellt stramme 520 PS zur Verfügung. Dazu stemmt es 650 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Dementsprechend souverän muten die Fahrleistungen an: Den Standard-Sprint auf Tempo 100 erledigt der S8 in 4,2 Sekunden, bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch begrenzt. In Sachen Verbrauch gibt er sich angesichts der Kraft allerdings bescheiden: Durchschnittlich 10,2 Liter sollen auf 100 Kilometer aus dem Tank gesaugt werden. Der Vorgänger gönnte sich mit seinem frei saugende 5,2 Liter-V10 noch 13,2 Liter – obwohl er 75 PS weniger befehligte als der kommende S8.

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Der S8 soll mit 10,2 Litern auf 100 Kilometer zufrieden sein – trotz seiner 520 PS.

Wie bei den kleineren S-Kollegen kommen auch hier ein Rekuperations- und Start-Stopp-System zum Einsatz. Im Teillastbereich werden zudem vier Zylinder abgeschaltet. Ein Paket akustischer Maßnahmen unterdrückt mögliche Störgeräusche und Vibrationen. Auch die Achtstufen-tiptronic im S8 arbeitet im Dienste der Kombination von Sportlichkeit und Effizienz. So oft wie möglich nutzt sie niedrige Drehzahlen, fügt sich aber auch anders gearteten Wünschen des Fahrers. Die Kraft wird auf einen quattro-Antriebsstrang geschaufelt. Die sereinmäßige Luftfederung mit der variablen Dämpfung kann die Karosserie auf drei Höhen bringen. Gemeinsam mit der ebenfalls serienmäßigen Dynamiklenkung, die ihre Übersetzung und Servounterstützung an die Geschwindigkeit anpasst, bildet sie ein harmonsiches Team. Der Fahrer kann die Arbeitsweise dieser beiden Systeme mittels des Fahrdynamiksystem bestimmen. Auch das Motormanagement, die Achtstufen-tiptronic und das Sportdifferenzial lassen sich auf diese Weise variieren.

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Den Kontakt zur Straße stellen 265er Pneus im 20-Zoll-Format her, die auf S-spezifische Alufelgen aufgezogen sind. Optional können auch 21 große Felgen geordert werden. Serienmäßig lugen 400 Millimeter messende Bremsscheiben vorn und 365 Millimeter große Derivate an der Hinterachse durch die gewaltigen Alus hindurch. Auf den vorderen mattschwarzen Sätteln finden sich S8-Schriftzüge. Alternativ montiert Audi auch Scheiben aus Kohlefaser-Keramik, die pro Stück fünf Kilo Gewicht einsparen. Auf ein möglichst geringes Gewicht schielt auch die Karosserie, die fast komplett aus Aluminium gefertigt ist. So kommt der S8 auf ein Gesamtgewicht von 1975 Kilogramm.

Die Stars der IAA

Damit auch kein Zweifel daran bleibt, mit wem man es hier zu tun hat, kennzeichnen eine ganze Reihe von Details diesen Audi als S8. Schon im Rückspiegel des Vorausfahrenden geben der Kühlergrill in Platingrau und seine verchromten acht Doppelstreben den bärenstarken S8 zu erkennen. Seitlich sticht die Power-Limousine seine schwächeren Kollegen mit Lufteinlässen, Spiegelgehäuse in Aluoptik und Schweller-Aufsatzleiten aus. Und am Heck punktet der Ingolstädter mit einem Diffusoreinsatz und zwei großen ovalen Endrohren. Herrliche Landschaften auch im Innenraum: Die Komfort-Sportsitze wurden eigens für den S8 designt und lassen sich vielseitig elektrisch einstellen. Das Multifunktions-Sportlederlenkrad hat farbig abgesetzte Nähte und trägt ebenso ein S8-Emblem wie die Instrumente. Ein weiterer Blickfang sind die beleuchteten Einstiegsleisten mit S8-Schriftzug. Serienmäßig an Bord sind unter anderem die Lederausstattung, ein DVD-Wechsler, und das Ambientelichtpaket. Auch beim Kapitel Fahrerassistenzsysteme bleiben keine Wünsche offen. Seinen Marktstart hat der neue Edel-Sportler im Frühjahr 2012, zu den Preisen äußert sich Audi noch nicht.

Autor: Stephanie Kriebel

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