Sitzprobe Audi Sport quattro Concept

Audi Sport quattro Concept: Sitzprobe

— 11.09.2013

So sitzt es sich im Audi-Extremisten

Das Audi Sport quattro Concept ist extrem breit, extrem tief und extrem stark. Wir haben uns das Hybrid-Monster genauer angesehen.

Der Audi Sport quattro polarisiert: Mit weit ausgestellten Radhäusern und einem esstischgroßen Singleframe-Kühler kauert der 1,39 Meter flache Zweitürer auf dem Messestand der Ingolstädter. Unterm kantigen Blech steckt ein ziemlich umgekrempelter RS7. Die breite C-Säule und die rechteckigen Doppelscheinwerfer zitieren den Sport Quattro von 1983. Eine imposante Erscheinung, keine Frage. Ein Hauch zu viel Testosteron vielleicht (als hätten sich bereits Tuner über das Auto hergemacht, noch bevor es in Serie geht), aber das ist Geschmacksache.

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Extrem: Wenn der Kühlergrill noch größer wird, dürfte demnächst das ganze Auto darin verschwinden.

Der Sport quattro ist die extremste Ausprägung des Audi-Designs. Er wirkt eher wie ein US-Musclecar á la Chevy Camaro und nicht wie eine deutsche Rennwagenlegende. Attraktiv, irgendwie aber auch fehlplatziert zwischen den anderen Audi von der Stange. Diese Zwiespältigkeit setzt sich im Cockpit fort. Der Schalthebel der Achtstufen-Tiptronic, das runde MMI-Bedienfeld und der Lautstärkenregler mit dem soliden "Klick" sind bekannt. Neu ist das Multifunktions-Sportlenkrad, das wunderbar in den Händen liegt. Die Schalter im Volant sind selbsterklärend und übersichtlich angeordnet. Per Knopfdruck rechts vom Lenkrad lässt sich der 700-PS-starke Hybridantrieb starten, der sich aus einem Vierliter-V8 und einem Elektromotor zusammensetzt. So weit, so gut.

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Spielerei: Im zentralen Kombiinstrument lassen sich Runden auf bekannten Rennstrecken drehen.

Sehr verspielt wird's, wenn die Taste "View" (auf deutsch "Ansicht") ins Spiel kommt. Darüber lässt sich die Anzeige des volldigitalen Kombiinstruments verstellen. Neben einem zentral angeordneten Drehzahlmesser kann der Fahrer wie bei einem Videospiel mit einem animierten Quattro über eine programmierte Rennstrecke donnern. Sehr faszinierend und wie geschaffen für die nächste Generation eines Nissan 370Z oder andere japanische Sportwagen mit Playstation-Atmosphäre im Cockpit. Für einen Audi aber gewöhnungsbedürftig.
Robin Hornig

Fazit

Studien sollen die Zukunft schemenhaft umreißen. Übertragen auf den Sport quattro ergibt sich jedoch für die Zukunft der Ingolstädter ein sehr verschwommenes Bild. Ein bulliges, schweres Musclecar mit Hybridantrieb und Spielekonsole neben dem Tacho – was für eine Mischung! Extrem gewagt, extrem verwirrend.

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