BMW-Werbung

Audi stänkert gegen BMW

— 19.10.2010

Audi und BMW im Werbe-Duell

Audi und BMW beharken sich im amerikanischen Fernsehen: In einem süffisanten Werbe-Spot stänkerten die Münchener gegen die Ingolstädter. Jetzt kommt die Revanche.

Es gibt Bereiche im Leben, da muss man sich für eine Seite entscheiden. Apple oder Microsoft, HSV oder Bayern München, Adidas oder Puma: Wer das eine liebt, muss das andere ablehnen. Warum, weiß eigentlich niemand so genau. Ist halt so. Diese Lagerbildung bietet einen herrlichen Spielplatz für die vergleichende Werbung. Werbung also, bei der ein Konkurrent dem anderen ungeniert ans Bein pinkelt. Unvergessene Großmeister in dieser Disziplin sind die Kontrahenten Coke und Pepsi. In den 80er Jahren haben sich die beiden Cola-Herseller in TV-Spots so dermaßen gegenseitig durch den Kakao gezogen, dass die Werbefilmchen echten Kult-Status erreichten. In den USA stehen nun zwei neue Gegner im Ring: Audi und BMW.

Überblick: News und Tests zu Audi

Aktuell ärgert man sich in München über einen süffisanten TV-Spot, den Audi im US-amerikanischen Fernsehen laufen lässt. Thema: die ewige Rivalität unter Freunden. Da nimmt ein Baby dem anderen das Spielzeug weg, der Vater schlägt seinen Sohn beim Duell auf der Carrera-Bahn oder ein Kollege schubst den anderen von der Fahrstuhl-Tür weg. Alltägliche Rangeleien, bei denen nur einer die Nase vorn haben kann. "Es gibt einen Aufsteiger und einen zweiten Sieger. Unsere Freunde von BMW wissen genau, wie sich das anfühlt", stichelt der Audi-Spot und spielt damit auf die guten Zuwächse auf dem US-Markt an. "Als BMW-Fahrerin fühle ich mich provoziert", zitiert die Financial Times Deutschland auf ihrer Internetseite die Autoanalystin Rebecca Lindland von IHS Automotive. "Die neue Werbung von Audi ist sehr aggressiv und richtet sich offen gegen BMW."

Überblick: News und Tests zu BMW

Aber wer austeilt, muss auch einstecken können. Schließlich hatte BMW Anfang mit einer Stänkerei gegen Audi vorgelegt. Auf dem US-amerikanischen Markt haben die Münchener einen komfortablen Abstand zu den Ingolstädtern, und wollten das auch mal deutlich zum Ausdruck bringen. In dem TV-Spot belehrt der kleine Max seine Schulklasse über die zukunftsweisende Technologie von BMW. Die erstaunte Lehrerin hält das alles für Zukunftsmusik, doch Max zeigt aus dem Fenster auf mehrere parkende BMW und erklärt, dass diese Technik schon jetzt in allen Autos verbaut wäre. Bei einem zweiten Blick aus dem Fenster erkennt man einen einsamen Audi zwischen den BMW und Max räumt ein: "Na ja, in fast allen Autos." Also, da darf man sich über das entsprechende Echo aus Ingolstadt wirklich nicht beschweren. Aber nachladen und zurück feuern darf man schon.

Autor: Stephanie Kriebel

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