TT RS gegen SLK 55 AMG

Mercedes SLK 55 AMG Mercedes SLK 55 AMG Mercedes SLK 55 AMG

Audi TT RS Plus Roadster/Mercedes SLK 55 AMG: Vergleich

— 03.07.2012

Turbo oder Sauger?

Affalterbach lässt den turbolosen V8 ein letztes Mal aufleben und bittet mit dem neuen SLK 55 AMG die quattro GmbH zum Tanz. Als Konkurrent fährt Audi den TT RS Plus mit Reihenfünfzylinder und Aufladung vor.

Wenn es um ihren heiligen Hubraum geht, können die Herren aus Affalterbach stur sein. Sie kultivieren nach wie vor das Großvolumige, laden auf, was andere abtragen, und implantieren lieber werkseitige Leistungssteigerungen, als an Bohrung oder Hub zu feilen. Doch weshalb sollten sie auch? Immerhin hat AMG mit Einführung des 5,5-Liter-Biturbos schon hinlänglich bewiesen, dass man selbst große Kolben zum Knausern bringen kann. 557 PS, die sich mit im Test ermittelten 14,3 Litern füttern lassen, sind alles andere als von schlechten Eltern. Doch die ultimative Knauserstufe folgt erst jetzt – in Gestalt des neuen SLK 55 AMG. Der kleine Ballermann mit charakteristischer Blechkapuze trägt den 5,5-Liter-V8 turbolos in seinem Bug, greift stattdessen auf allerfeinste Saugmotor-Zutaten zurück.

Überblick: Alle News und Tests zur SLK-Klasse

Herzschmerz: Der letzte V8-Sauger, den AMG je bauen wird hockt im aktuellen SLK.

Ansaugluftführung, Zylinderköpfe, das Vollaluminium-Kurbelgehäuse und die knackige Verdichtung von 12,6:1 sind neu. Summa summarum ergibt das 422 PS bei 6800 Touren, 540 Nm bei 4500/min und einen neuen Motorcode. Gestatten: M152; der letzte V8-Sauger, den AMG je bauen wird. Wobei der Letzte seiner Art gleichzeitig auch der komplexeste von allen ist. Weniger wegen seiner Eckdaten, sondern weil er erstmals auch zum Vierzylinder mutieren kann. Zylinderabschaltung heißt das Zauberwort, das die Etikette grünt und im Teillastbereich die Brennräume 2, 3, 5 und 8 kurzerhand schlafen legt. Der Clou dabei: Den Brennräumen wird nicht einfach der Saft abgedreht, sie werden gleichzeitig auch vom Ladungswechsel abgeschirmt, ihre Ventile bleiben geschlossen. Mit 10,8 Litern hat sich bei uns bislang noch kein Motor der 400-PS-Liga zufriedengegeben. Man kann Traditionen pflegen, ohne gleich den Anschluss zu verlieren.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Im TT RS Plus dreht Audis charakterstarker Fünfzylinder: 340 PS, plus Allrad.

Was in gewisser Weise natürlich auch auf den Audi TT RS Roadster zutrifft. Er greift auf den ebenso bewährten wie geschichtsträchtigen Fünfzylinder-Turbo zurück, der im Zuge der Beförderung zum Plus-Modell nochmals um 20 PS und 15 Nm angefettet wurde. Macht unterm Strich also 360 PS, die es mit 1573 Kilogramm Lebendgewicht zu tun bekommen. Der Audi serviert Fahrdynamik quasi auf dem Silbertablett, feuert spielerisch durchs Kurvige, pendelt lässig im breiten Grenzbereich, hechtet traktionsstark aus engsten Kehren und untermalt die große Show mit einem Soundtrack, der längs steiler Bergklippen locker zum Megahit avanciert. Dabei ist das rauchige Timbre, das da so schmutzig aus dem doppelflutigen Endrohroval dringt, nur die Krönung dessen, was drei Meter weiter vorn auf die Kurbelwelle niedergeht. Oder anders formuliert: Der Fünfzylinder schiebt an, als wäre Massenträgheit lediglich eine Illusion der Physik. Wie das Duell zwischen Turbo und Sauger ausgeht, erfahren Sie oben in der Bildergalerie.
Technische Daten Audi Mercedes
Motor R5, Turbo V8
Hubraum 2480 cm³ 5461 cm³
kW (PS) bei 1/min 265 (360)/5500-6700 310 (422)/6800
Messwerte
0-100/0-200 4,2 s/16,3 s 4,9 s/16,3 s
Testverbrauch auf 100 km 11,7 l Super Plus 10,8 l Super Plus
Höchstgeschwindigkeit 280 km/h (abgeregelt) 280 km/h (abgeregelt)
Preise
Serienfahrzeug ohne Extras 63.500 Euro 72.590 Euro
Ausstattung
Vmax-Anhebung Serie 3.213 Euro (Driver's Package)
Automatikgetriebe 2150 Euro (DSG) Serie
Fahrwerk 1100 Euro (adaptiv) 4641 Euro (Handling Package)
Radsatz Serie 1190 Euro
Bremse Serie 4641 Euro (Handling Package)
Sperrdifferenzial Serie (elektronisch) 4641 Euro (Handling Package)
Preis Testwagen 66.750 Euro 81.634 Euro

Zwei rasante Roadster

Audi TT RS Plus Roadster (Typ 8J), Mercedes-Benz SLK 55 AMG (Typ R 172):
Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.

Veröffentlicht:

05.06.2012

Preis:

1,00 €

Autor:

Manuel Iglisch

Fazit

Das größte Problem des SLK hat bei Mercedes ebenso Tradition wie der V8: Es war schon immer teurer, Stern-voran zu fahren. Der SLK hat einen absolut zeitgemäßen Sauger und ist das fahraktivere sowie ehrlichere Auto des Vergleichs. Nur ist er eben nicht messbar schneller als der ausgewogene und günstigere Audi.

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