Audi TTS Pikes Peak — 29.06.2010
Fahrerlos in die Wolken
Im Herbst 2010 soll ein Audi TTS den legendären Pikes Peak im US-Staat Colorado erklimmen. Keine große Leistung, meinen Sie? Ist es aber doch. Denn am Steuer sitzt kein Mensch, sondern ein Computer.
Ein Auto, das seinen Weg ohne Fahrer findet, ist seit dem Erfolg des
VW Touareg "Stanley" bei der Grand Challenge 2005 keine ganz so große Sensation mehr. Wenn allerdings ein Audi TTS ohne Fahrer auf den Spuren von Rallye-Ass Walter Röhrl wandelt und den legendären Berg hinauffegt, dann sollte man schon genauer hinsehen. Im Herbst 2010 soll mit dem
Audi TTS Pikes Peak erstmals ein fahrerloses und computergesteuertes Fahrzeug den Pikes Peak erklimmen. Eine echte Premiere also. Die etwa 20 Kilometer lange Piste ist größtenteils geschottert, extrem kurvig und auch für geübte Fahrer überaus anspruchsvoll. Alljährlich messen sich Renn- und Rallyefahrer beim so genannten "Race to the Clouds", dem "Rennen in die Wolken". Ihr Ziel: neue Streckenrekorde. Der wohl bekannteste Pikes Peak-Aufstieg gelang
Audi im Jahr 1987: Damals pilotierte Rallye-Ass Walter Röhrl einen über 600 PS starken Audi S1 in 10.47,85 Minuten den Berg hinauf und blieb damit als erster Fahrer überhaupt unter elf Minuten.
Ganz so zügig wird der Audi TTS Pikes Peak sicher nicht unterwegs sein. Auch, weil dem serienmäßigen Zweiliter-Turbo mehr als nur ein paar PS auf den hochgezüchtetes S1-Fünfzylinder fehlen. Vor allem aber kann Kollege Computer am Steuer des TTS einem Pedal-Künstler wie Walter Röhrl einfach noch nicht das Wasser reichen – trotz hoch entwickeltem GPS-System, das via Satellit mit den Streckendaten versorgt wird. Warum also der ganze Aufwand? Weil die Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme rasant verläuft. Die Erkenntnisse, die bei der Entwicklung des GPS-Systems an Bord des Audi TTS Pikes Peak gewonnen wurden, kommen eher früher als später im Serienfahrzeug an, berichten die Audi-Entwickler.
Überblick: News und Tests zum Audi TTS
Entwickelt wurde der Audi TTS Pikes Peak als Gemeinschaftsprojekt der
Volkswagen Group Automotive Innovation Laboratory (VAIL) in Palo
Alto (USA), der Stanford University und dem IT-Unternehmen Sun Microsystems. Bereits 2005 hatte man in einer gemeinschaftlichen Arbeit den
VW Touareg "Stanley" auf die Räder gestellt. Der gewann damals die Grand Challenge, eine Rallye für fahrerlose Fahrzeuge, die von der Technologieabteilung DARPA des US-Verteidigungsministeriums organisiert wurde.
Bilder des Audi TTS Pikes Peak sehen Sie oben in unserer Galerie.
Kommentare zum Artikel (4)
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Wo zum Geier sind die Flügel von dem Auto? Warum muss man eigentlich immer so schöne sachen mit Forschung kaputt machen die sind sowieso langsamer als Walter Röhrl! Der würde sie heute auch noch alle Fertig machen! Wäre ja cool wenn Porsche auch was mit einem Panamera machen würde. So um die 950 PS evtl mit 9ff, Allrad und Walter am Steuer. Liebe AutoBild Redaktion Das würdet ihr doch auch gerne sehen was? Dann fragt mal nach bei Porsche und 9ff da muss doch was zu machen sein!
Ich würde lachen wenn der TT irgendwann nur noch gerade aus fährt.
Guten Flug!
Man fragt sich, warum sie nicht einfach Junior da hochfahren lassen. Das ist einfachstes Abfahren von Trajektorien und spätestens seit der Urban Challenge kann das jede Forschungseinrichtung auf dieser Welt, die sich damit beschäftigt....
An dem Auto ist null Sensorik = das würde nicht mal einem gestrandeten Blauwal auf der Strecke ausweichen.
als referenz könnten die doch den Röhrl mit dem gleichen auto fahren lassen.
aber da wird warscheinlich die Porsche-Führung etwas dagegen haben