Audi-Vorstand neu geordnet

Audi-Vorstand neu geordnet

— 15.01.2007

Stadler bleibt Vorstandschef

Der Aufsichtsrat von Audi hat heute auf einer außerordentlichen Sitzung die neue Führungsmannschaft benannt.

Audi-Interimschef Rupert Stadler bleibt auf Dauer Vorstandsvorsitzender der VW-Tochter. Der Aufsichtsrat habe Stadler bei einer außerordentlichen Sitzung in seiner Funktion bestätigt, teilte die Audi AG am Freitag in Ingolstadt mit. Damit entfalle der kommissarische Status Stadlers, der in Personalunion weiter den Geschäftsbereich Finanz und Organisation führe. Auch die Ressorts Technische Entwicklung und Produktion besetzte der Aufsichtsrat neu.

Die personelle Neuordnung an der Audi-Spitze war durch den Wechsel des früheren Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn ins Rollen gekommen, der Bernd Pischetsrieder als VW-Chef abgelöst hat. "Wir haben mit diesen Entscheidungen im Rahmen der Neustrukturierung des Volkswagen-Konzerns schnell und konsequent die personellen Weichen für die Zukunft von Audi gestellt", erklärte Winterkorn im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung. Winterkorn hatte sich nach dem Wechsel an die VW-Spitze mehrere Vertraute nach Wolfsburg geholt, diese Posten mussten nun ebenfalls neu besetzt werden. Zum neuen Entwicklungs-Vorstand berief das Kontrollgremium mit sofortiger Wirkung Michael Dick. Als neuer Produktionsvorstand soll zudem Frank Dreves (54) am 1. Februar 2007 die Nachfolge von Jochem Heizmann antreten, der das Produktions-Ressort bei Volkswagen übernimmt. Audi-Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch, der dem Aufsichtsratspräsidium angehört, begrüßte die Personalentscheidungen: "Belegschaft und Betriebsräte halten Rupert Stadler für den richtigen Mann an der Spitze von Audi", erklärte Mosch.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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