Audi Q3 kommt 2011

Audis Quattro-Zukunft

— 23.09.2009

Alles Allroad

Audi hält sein Quattro-Angebot frisch mit neuen Allroad-Modellen – auch auf A3-Basis – und den neuen kompakten Crossover-Varianten Q1 und Q3. Zu erwarten ist auch eine Neuauflage des Ur-Quattro.

Der Quattro-Anteil steigt und steigt. Inzwischen wird jeder dritte Audi mit vier angetriebenen Rädern ausgerüstet. Die Einbaurate reicht von schlanken 7 Prozent beim A3 über 25 Prozent beim A6 und 50 Prozent bei TT und A5 bis hin zu 63 Prozent beim A8. Modelle mit den Buchstaben S, RS, R und Q in der Typbezeichnung bekommen Quattro sogar aufpreisfrei in die Wiege gelegt. Der Trend zur 4x4-Technik ist ungebrochen – das belegen die Zuwachsraten von drei bis fünf Prozent pro Jahr. Die nächste Stufe der Quattrologie ist der elektronisch geregelte und verbrauchsoptimierte Allradantrieb.

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Der A3 Allaroad kommt mit dem gleichen Abenteurer-Make-up wie seine Schwestermodelle auf A4 und A6-Basis.

Wie das funktioniert? Durch eine aktive Ansteuerung des Mittendifferenzials lässt sich die Momentenverteilung stufenlos regeln. Das System ermöglicht es, bis zu 60 Prozent der Antriebskraft auf die Vorderachse zu lenken und maximal 100 Prozent an die Hinterachse. Über die Sperrenfunktion lassen sich sogar 100 Prozent an die Vorderachse umleiten. Als Mittel zum Zweck dient eine auf das Differenzial aufgesattelte  Lamellenkupplung. Die zur Drehmomentverteilung notwendige Drehzahldifferenz wird nicht über eine zusätzliche Getriebestufe (schwer, teuer, Reibungsverluste) erreicht, sondern durch unterschiedlich übersetzte Achsdifferenziale.

Der Quattro-Zeitplan reicht bis ins Jahr 2014

Der Audi Q1 auf Polo-Basis ist die Antwort aus Ingolstadt auf den ab Herbst 2009 erwarteten Mini Crossover.

Der Fahrer kann die Kalibrierung des Systems per Drive-Select-Wählschalter von komfortabel bis dynamisch variieren. Das soll überlegene Fahrdynamik und Traktion bringen bei geringerem Verbrauch – ab 2011. Ende 2010 wird der aktuelle A6 durch das neue Baumuster C7 abgelöst. Der Zeitplan im Detail:
• viertes Quartal 2010: Vorstellung A6 Limousine und A7 Sportback;
• zweites Quartal 2011: Einführung A6 Avant und S6/S7
• Frühjahr 2012: Debüt A6 Allroad quattro;
• Anfang 2014: Verkaufsbeginn RS6 Avant und RS7 Sportback.

Modularer Längsbaukasten

Der C7 verwendet wie schon A4/A5 und A8 den neuen modularen Längsbaukasten (MLB), der mehr Flexibilität bei den Abmessungen und bei der Komponentenauswahl verspricht. Durch den höheren Aluanteil sinkt das Gewicht bei gleichzeitig besserer Steifigkeit und otimiertem Crashverhalten. Leider ist Quattro im A6-Segment für die Vierzylindermodelle weiterhin tabu. Der 4x4-Spaß beginnt erst beim V6, der als Quattro fast immer mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verblockt ist. Einzige Ausnahme: der neue 3,0-Liter-V6-TDI-Biturbo-Topmotor mit 300 PS und 650 Nm, dem ein ZF-Achtstufenautomat nachgeschaltet wird.

Der Lamborghini-V10 hat für R- und RS-Modelle ausgedient

Weniger ist mehr: Der Q7 bekommt 2013 einen Nachfolger – schlanker weniger massig und rund 300 Kilo leichter.

Der A6 Allroad bietet wie gewohnt ein luftgefedertes Fahrwerk und eine Karosseriekit nach Gutsherrenart. Die Aggregateauswahl ist anspruchsvoll. Zur Wahl stehen zwei Benziner (3.0 V6 TFSI mit 300 PS, 4.0 V8 Biturbo mit 394 PS) und der 3.0 V6 TDI in drei  unterschiedlichen Leistungsstufen (190, 240 und 300 PS). Bremsenergierückgewinnung und Start-Stopp sind ebenso Serie wie Euro 5. Statt des schweren, durstigen und komplexen Lamborghini-V10 bekommen die S- und RS-Modelle künftig den neuen hauseigenen 4,0-Liter-V8, der in seiner schärfsten Form 550 PS und 700 Nm mobilisiert – so viel Power ist ohne Allrad kaum absetzbar.

Der A4 Allroad verkauft sich wie geschnitten Brot

Auch das 2009 in Detroit als Studie vorgestelle Audi Sportback Concept wird die Quattro-Familie erweitern.

Während das A3 Cabrio schwächelt (kein Quattro, kein S3, kein starker Diesel), verkauft sich der neue A4 Allroad wie geschnitten Brot. Deshalb will der Vertrieb erstmals auch vom nächsten A3 Sportback eine rustikal aufgemachte Allroad- Variante auf die Räder stellen. Insider erwarten ein Offroad-Paket wie beim Q5. Drei Motoren sind angedacht: zwei 170-PS-Triebwerke als Diesel und Benziner sowie der 2.0 TFSI Vierzylinder mit 211PS. Der Q5 wird Mitte 2010 auf EU 5 umgestellt und ab Ende 2011 auch als 300 PS starker 3.0 TDI zu haben sein. Ab Ende nächsten Jahres will Audi im Q5 Hybrid einen E-Motor und den 211 PS starken Benziner zusammenspannen. Ein Achtstufenautomat kümmert sich um die Kraftübertragung.

Ur-Quattro Ende 2011

Zum Jahreswechsel 2009/2010 zündet die Marke mit dem RS5 eine weitere Quattro-Rakete. Im knackigen Sportcoupé sorgt ein 4,2-Liter-V8 mit 450 PS und 450 Nm für imposante Fahrleistungen. Die gleiche Maschine ist ab Frühjahr 2011 für den neuen RS4 Avant vorgesehen. Für Ende 2011 ist eine Neuauflage des Ur-Quattro zu erwarten. Sie soll R5 heißen. Das bullig-aggressive Coupé basiert auf einem verkürzten A5, der von einem leistungsgesteigerten 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo mit etwa 375 PS befeuert wird. Drei neue Q-Versionen beschließen den Quattro-Neuheitenreigen.Anfang 2011 erfolgt die Markteinführung des Q3 auf Basis des VW Tiguan, 2013 rollt der neue Q7 (schlanker und leichter, nach wie vor weitgehend baugleich mit Cayenne und Touareg) zu den Händlern. Der Quattro-Siegeszug hat offenbar gerade erst begonnen.

Autor: Georg Kacher

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