Aufregung um den Ford Sportka

Aufregung um den Ford Sportka

— 12.02.2004

Neuer Taubenalarm bei Ford

Haube auf, Vogel tot: 100.000 deutsche Taubenzüchter protestieren gegen den neuen Ford-Werbespot.

Taubenzüchtern blutet das Herz beim neuen Ford Werbespot: Da wird eine anfliegende Brieftaube von der urplötzlich hochschnellenden Motorklappe eines Sportka brutal ins Jenseits befördert. Federn fliegen durch die Luft, das Vögelchen klatscht regungslos auf den Asphalt. "Der will nur spielen", heißt es im Abspann des Films. Ach ja?

Das empört deutschlandweit 100.000 Taubenzüchter Der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Rassetaubenzüchter, Harald Köhnemann, spricht von Tierquälerei und einer Verhöhnung von Tauben. Ford müsse den Spot zurücknehmen und sich entschuldigen. Doch das sehen die Ford-Leute in Köln anders. "Es handelt sich um eine künstliche Taube, deshalb ist es keine Tierquälerei", sagt Ford-Sprecher Bernd Meier.

Der Spot der Agentur Ogilvy & Mather sei zunächst in England im Internet – www.the-eviltwin.co.uk ("View Highlights") – gezeigt worden. Da sogar mit dem fiesen Nachsatz: "The Ka´s evil twin", zu deutsch "Der böse Zwilling vom Ka" – der Sportka ist 35 PS stärker als die Basisversion mit 60 PS. In Deutschland laufe der TV-Spot seit Monatsanfang, zum Beispiel bei www.ford.de. Es habe Proteste von Tierschützern, aber auch Zustimmung von jüngeren Leuten gegeben, die den Werbefilm witzig gefunden hätten, sagte der Sprecher.

Allerdings, ganz unproblematisch ist das Verhältnis von Ford zu den gefiederten Freunden nicht: Jahrelang belagerten Stadttauben die Halle G auf dem Werksgelände in Köln und richteten mit ihrer Taubenschiete beträchtliche Schäden an. Mit einem gesonderten Taubenschlag und Gipseiern im Austausch gegen die Originale versucht Ford der Plage Herr zu werden.

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