Auftakt der Kampagne "Kind im Auto 2003"

Auftakt der Kampagne "Kind im Auto 2003"

— 13.05.2003

Kinder altersgerecht anschnallen

Ein Drittel aller im Auto verunglückten Kinder könnte noch leben, wenn die Eltern sie richtig angeschnallt hätten.

Nur die Hälfte aller Kinder in Deutschland sind in den Autos durch Kindersitze gesichert. 40 Prozent aller Kinder würden zudem lediglich mit den Gurten für Erwachsene angeschnallt, bei einem Unfall könnten sie so "regelrecht erwürgt und erhängt werden", warnt Bundesverkehrsminister Stolpe anlässlich des Auftakts der Kampagne "Kind im Auto 2003" der Akademie Bruderhilfe-Familienfürsorge.

"Ein Drittel der im Auto verunglückten Kinder wäre noch am Leben, wenn die Eltern sie altersgerecht angeschnallt hätten", sagt der Vorsitzende der Bruderhilfe-Sachversicherungen, Eckart Schaefer. Bei einem Unfall mit 50 km/h entwickele sich die gleiche Energie wie bei einem Sturz aus dem vierten Stock eines Hauses, so Schaefer. "Niemand würde sein Kind auf dem Geländer eines Balkons herumturnen lassen, aber viele Eltern schnallen ihre Kinder vor allem bei kurzen Stadtfahrten nicht richtig an."

Im Jahr 2001 wurden bundesweit mehr als 40.000 Kinder im Straßenverkehr verletzt, 230 getötet. Fast die Hälfte von ihnen als Mitfahrer im Auto. Zwar habe die Zahl der bei Unfällen getöteten Kinder im Jahr 1970 noch bei 2200 gelegen, die Statistik dürfe aber nicht zu Leichtsinn führen, warnte Stolpe. Fraglich sei, ob sich auch das Verkehrsverhalten der Eltern verbessert habe. Der Rückgang der Todesfälle sei maßgeblich auf die höhere Sicherheit der Autos zurückzuführen – zum Beispiel durch Airbags. "Bei der Sicherung von Kindern im Auto ist dagegen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten", betonte der Minister.

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