Ausstieg beim Arrows-Team

Ausstieg beim Arrows-Team

— 02.08.2002

Frentzen im Wechselfieber

Fünf Tage nach dem Hockenheim-Rennen gab Heinz-Harald Frentzen seine Trennung von Arrows bekannt. Ob er nächste Saison für Toyota an den Start geht, soll sich im August entscheiden.

Heinz-Harald Frentzen und das finanziell schwer angeschlagene Arrows-Team gehen künftig getrennte Wege. Am Freitag gab der 35-jährige Mönchengladbacher in einer Pressemitteilung Vertragsauflösung bekannt. "Aufgrund der bedauerlichen Schwierigkeiten, mit denen Arrows konfrontiert ist, hielt ich es für das Beste, die Zusammenarbeit zu beenden", heißt es in dem Statement wörtlich. Arrows hat angeblich 100 Millionen Euro Schulden, Frentzen soll in der gesamten Saison noch kein Geld bekommen haben.

Dennoch ging er in aller Freundschaft. "Bei dem gesamten Team möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken und wünsche Arrows alles Gute für die Zukunft. Das Team hat echtes Potenzial und ich hoffe, dass es ihnen gelingen wird, ihre Zielsetzungen zu verwirklichen", heißt es in dem Statement. Teamchef Tom Walkinshaw bestätigte die freundschaftliche Trennung: "Heinz hat gesagt, dass er wegen der unsicheren finanziellen Situation lieber gehen möchte, und wir wollten ihm nicht im Weg stehen."

Frentzen ist nach eigener Aussage "nun dabei, meine Zukunft inder Formel 1 abzuklären". Diese wird möglicherweise bei Toyota liegen, denn bereits am vergangenen Wochenende in Hockenheim hatte Frentzen Kontakte zu der in Köln ansässigen Rennabteilung der Japaner bestätigt: "Das ist ein interessantes Team mit sympathischen Leuten. Ich könnte mir vorstellen, dort zu fahren." Die Japaner, mit einem großzügigen Budget ausgestattet, suchen für ihr zweites Formel-1-Jahr 2003 einen starken Nachfolger für den Schotten Allan McNish. "Meine Begeisterung und mein Enthusiasmus für die Formel 1 sind unverändert groß, vielleicht gibt es eine Entscheidung bis zum nächsten Vollmond", meinte Frentzen. Das würde zum Toyota-Zeitplan passen, da die Japaner bis Ende August ihre neuen Fahrerpaarung bekannt geben wollen.

Frentzen war zuletzt außerdem bei seinem alten Arbeitgeber Eddie Jordan und Gerüchten zufolge auch bei dem Schweizer Peter Sauber im Gespräch, wo er kurzfristig den in Ungnade gefallenen Brasilianer Felipe Massa ersetzen könnte. "Heinz-Harald wird auf jeden Fall in der Formel 1 bleiben", sagte Frentzens Berater Monte Field dem Sport-Informations-Dienst. Ob er noch in diesem Jahr in einem anderen Auto sitzen oder erst in der kommenden Saison wieder in die WM eingreifen wird, ließ Field offen: "Eine Entscheidung fällt in den nächsten Wochen. Alles ist möglich."

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