Porsche-Chef Wendelin Wiedeking

Auszeichnung für Zuffenhausen

— 14.03.2008

Porsche Sprachwahrer des Jahres

Was haben der Papst und Porsche gemeinsam? Sie sind beide "Sprachwahrer des Jahres". Die Auszeichnung wird einmal jährlich an Institutionen oder Personen vergeben, die auf Fremdworte oder Anglizismen verzichten.

Porsche ist von den Lesern der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt" zum "Sprachwahrer des Jahres" gewählt worden. Die Leser habe der Wille des Sportwagenherstellers überzeugt, an Deutsch als Unternehmenssprache festzuhalten. Anton Hunger, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Presse der Porsche AG, freut sich über die Auszeichnung: "Gerade bei komplexen Themen wie der Entwicklung neuer Fahrzeuge müssen die Fachleute im Detail verständlich kommunizieren. Das wird bei Porsche mit der deutschen Sprache sichergestellt." Gleichzeitig hob Hunger aber auch hervor, dass bei einem exportorientierten Unternehmen wie Porsche Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar seien. "Bei Sitzungen in Nordamerika oder Asien wird selbstverständlich englisch gesprochen." Doch im Gegensatz zu anderen global agierenden deutschen Konzernen ist das Denken und Sprechen in der Muttersprache im Stammwerk in Zuffenhausen sowie im Entwicklungszentrum in Weissach fest verwurzelt: "Wir würden uns eines entscheidenden Vorteils berauben, wenn wir ohne Not unsere Muttersprache über Bord werfen, nur um uns einen modernen Anstrich zu geben", so der Porsche-Pressechef.

Mit der Auszeichnung befindet sich der Sportwagenhersteller in guter Gesellschaft. So wurden in den Jahren zuvor bereits Papst Benedikt XVI., der Dichter Reiner Kunze und die Kammersängerin Edda Moser mit dem Preis ausgezeichnet.

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