AUTO BILD-Aktion "Mini United"

AUTO BILD-Aktion "Mini United" AUTO BILD-Aktion "Mini United"

AUTO BILD-Aktion "Mini United"

— 04.11.2005

Die Harald-Schmidt-Show

Fünf AUTO BILD-Leser machten auf dem Salzburgring ihre Rennfahrer-Lizenz. Einer von ihnen tritt nun beim Weltfinale der MINI Challenge gegen Profis an. Einen großen Namen hat er schon.

Rasant und sicher durch die Schikanen

Die Harald-Schmidt-Show dauert keine 40 Sekunden. Dann ist der Mini Cooper S im Ziel von Übung Nummer vier und Harald Schmidt seinem Traum wieder einen Schritt näher. Keine 40 Sekunden, in denen der 170-PS-Flitzer fehlerlos Dutzende Hütchen umkurvt, in denen Schmidt rasant und sicher Schikanen nimmt, den engen Slalomkurs meistert und schließlich zentimetergenau einparkt.

Claudia Hürtgen nickt kurz, macht sich ein paar Notizen und ruft über Funk den nächsten der fünf Kandidaten an den Start. Es ist sonnig und kalt auf dem Salzburgring. Es ist knallhart. Es ist die Chance ihres Lebens. Von den Tausenden AUTO BILD-Lesern, die bei der Aktion "Mini United" mitgemacht haben, stehen nun eine Handvoll an der Rennstrecke und machen ihre A-Rennlizenz, den höchsten in Deutschland zu vergebenden "Motorsportführerschein". Die fünf wußten die richtigen Antworten auf Fragen zu Fahrphysik und Flaggenkunde. Und sie hatten Losglück.

Doch jetzt kommt es nur noch auf das Können an. Am Ende des Tages werden die beiden Instruktoren – Profi-Rennfahrerin Claudia Hürtgen und ihr Kollege Udo Mark – den Lehrgangsbesten küren. Und der fährt dann nach Misano in Italien zum ersten weltweiten Mini-Fan-Treffen, der "Mini United". Dort wird er im Rahmen des Weltfinales der MINI-Challenge-Rennserie gegen Profis aus aller Welt antreten – der Traum jedes Hobbypiloten.

Moderner Fünfkampf auf der Rennstrecke

Doch erst mal stehen sie vor den Instruktoren und taxieren nervös die Mini Cooper S vor ihnen sowie ihre Mitstreiter neben sich. Hinter ihnen liegt ein Abend mit Theorieunterricht zu Fahrdynamik und Motorsport. Nun also ein Tag voller fahrpraktischer Übungen. Der moderne Fünfkampf kann beginnen.

Da ist der Erfahrene. Cyril Kalbassi (31), Honda-Mechaniker aus Frankfurt. Vater Iraner, Mutter Deutsche. Typ Bruder von Juan Pablo Montoya. Sporadische Starts im Langstreckenpokal.

Da ist der Nervöse. Denny Görsdorf (23), Mazda-Verkäufer aus Leipzig. Fuhr Kart und einen Tag im Renn-Seat. Keinem ist die Anspannung deutlicher anzusehen.

Da ist der Verzweifelte. Luigi Musso (29), Autovermieter aus Düsseldorf. Den ganzen Tag über einer der Besten, bis er seinen Cooper S in einer Schikane ins Kiesbett setzt.

Da ist die Unbedarfte. Sabine Schneider (30), Krankenschwester aus Ulm. Die einzige, die bislang noch keinen Kontakt zum Motorsport hatte. "Mal sehen, was da auf mich zukommt."

Und da ist der Entspannte. Harald Schmidt (35), selbständiger Fliesenleger aus Siegburg bei Köln. Er will – das bringt der Name wohl so mit sich – vor allem Spaß haben. Aus der Ruhe bringen ihn nur Fan-Anrufer, die den TV-Star sprechen wollen.

Zweiter Teil der Harald-Schmidt-Show

Doch auch für ihn wird es schnell turbulent: Bei der Ausweichübung aus 90 km/h fliegen die Pylonen. Besonders die einzige Dame im Kandidaten-Quintett färbt die Räder ihres Mini schnell in den roten und blauen Farben der Hütchen. "Es ist genauso schwer, wie ich es erwartet habe", sagt Sabine Schneider. Ihre Chancen, sich gegen die vier Männer durchzusetzen? Sie hält Daumen und Zeigefinger in einem Abstand, der zeigen soll: minimal.

Gäbe es Punkte für das lauteste Quietschen der Reifen: Denny läge klar vorn. Seine Nerven sind wie seine Reifen – bald am Ende. "Mann, bin ich nervös!" Hürtgen sagt: "Der Denny setzt sich zu sehr unter Druck." Das gibt Minuspunkte. Die erfahrene Rennfahrerin analysiert, korrigiert, motiviert.

Kollege Udo Mark erklärt die Bewertungskriterien: Wie ist das Gefühl für das Fahrzeug? Wer setzt die Übungen am besten um? Wie reagieren die Kandidaten unter Druck? Wie schonend gehen sie mit dem Material um? Und: Wie ist der Gesamteindruck? Da ist Gelassenheit genauso wichtig wie der Gasfuß. Am Ende des Tages die Entscheidung. Luigi, Haralds härtester Gegner, rutscht ins Kies, als er zwei Runden lang von Claudia Hürtgen über den Salzburgring gehetzt wird.

Schmidt kann sein Glück nicht fassen. "Ein Traum. Jetzt werde ich in Misano alles geben." Dort steigt er dann in einen 210-PS-Rennwagen aus der MINI-Challenge um. Für den zweiten Teil der Harald-Schmidt-Show. AUTO BILD wird darüber berichten.

Autor: Hauke Schrieber

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