AUTO BILD-Aktion "Mini United"

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— 21.11.2005

Die Harald-Schmidt-Show: Das Finale

Auf dem Salzburgring siegte Harald Schmidt gegen vier AUTO BILD-Leser. Jetzt traf er in Italien auf die Profis.

Schmidt fordert Zanardi, Danner & Co heraus

Es ist alles schon Routine. Das Bremsen, das Einlenken, das Gasgeben. AUTO BILD-Gewinner Harald Schmidt steuert den roten Mini Cooper S durch die Alpen über den Jaufenpaß. Er fährt sehr professionell, rhythmisch, der Melodie der Straße folgend: bremsen, einlenken, Gas geben.

Fotografin Andrea und ich hetzen hinterher mit glühenden Wangen und rauschenden Ohren. Wir sitzen in einem Mini Cooper Cabrio, das uns von München nach Misano in Italien bringt. Der Touristenort an der Adria erwartet an diesem Wochenende Besuch: 6000 Mini-Fans, die den Alten lieben wie den Neuen.

Harald Schmidt mag den neuen Mini zwar auch, findet ihn aber "zu teuer, für das, was er kann". Der AUTO BILD-Gewinner, der vor zwei Wochen seine Rennfahrer-Lizenz auf dem Salzburgring machte, reist an diesem Wochenende nach Misano, weil er auf dem Circuito Santa Monica das Rennen seines Lebens absolvieren will. Er, Harald Schmidt, 35 Jahre alt, selbständiger Fliesenleger aus Troisdorf bei Köln, fordert heraus: Alessandro Zanardi, ehemaliger Formel-1-Pilot und amtierender italienischer Tourenwagenmeister. Claudia Hürtgen, Gewinnerin des Langstreckenpokals am Nürburgring. Christian Danner, ehemaliger Formel-1-Fahrer. Rauno Aaltonen, Sieger der Rallye Monte Carlo 1967 mit einem Mini Cooper S. Hinter dem Namen von Harald Schmidt notierte die Organisation "not the TV-Presenter", nicht der Fernseh-Moderator. Zwischen den Zeilen steht: Harald, wer?

Spuren der Aufregung? Keine sichtbaren

Gleich am ersten Tag gibt er Vollgas. Harald trainiert Kart-Fahren, anschließend Slalom mit einem Cabrio. Spuren der Aufregung? Keine sichtbaren. Während sich Schmidt konzentriert vorbereitet, inszeniert sich die Mini-Szene selbst mit Ringelstrümpfen, Röcken schmal wie Handtücher und Stiefeln, die zu hoch sind, um mehrere Stunden darin zu überleben.

Am nächsten Tag beginnt dann die Harald-Schmidt-Show, zweiter Teil. Sie startet morgens in einem tristen Büro, Noppenboden, schwarzer Resopaltisch. Dahinter kopiert ein etwas wortkarger Italiener Rennlizenzen, silberne Ausweise im Kreditkartenformat.

In der Box des deutschen Profifahrers Thomas Winkelhock zieht ein Mechaniker neue Reifen auf, anschließend tankt er den chiliroten Cooper S in Rennversion mit mehreren Kanistern Super plus. Auf den Scheiben des von John Cooper Works getunten Wettbewerbsautos klebt der Schriftzug "H. Schmidt", an der Flanke die Startnummer acht, das Dach schmückt eine Deutschland-Flagge.

Schmidts Talent bleibt nicht unentdeckt

Kurz nach Mittag kommt Harald ins Fahrerlager und schlüpft in feuerfeste Unterwäsche, darüber zieht er seinen schwarzen Rennanzug. Der fällt eine Nummer zu groß aus. Wie vielleicht alles hier? Der Anzug. Das Rennen. Die Gegner. Harald ruhig: "Ich könnte mir einen mittleren Platz vorstellen."

Probesitzen. Schmidt hieft seinen Po über den Überrollkäfig, der den 1180 Kilo leichten und 210 PS starken Wettbewerbswagen stärkt. Der Recaro-Schalensitz schmiegt sich an seinen Körper wie ein zweiter Rennanzug. Neben ihm ist alles leer. Kein Beifahrersitz, dafür ein roter Schalter, der den Feuerlöscher aktiviert, falls der Renner Feuer fangen sollte.

Das Finale startet mit einem Signal, Geräusch: Nebelhorn. Dann bewegen sich die Mini in Startposition. Harald steht auf Platz zehn, erkämpft in der Qualifikation. Aus der Pole- Position geht eine Frau ins Rennen, Claudia Hürtgen. Beim Start verliert Harald gleich zwei Plätze. Er passiert die Startlinie im gefühlten Schneckentempo. "Zu lange auf den Drehzahlmesser geblinzelt", wird er später sagen. Dann Gas, Gas, Gas. In den Kurven drängeln sich 17 Mini. Mit über 200 km/h rauschen die Fahrer an der Tribüne vorbei, wenige Runden später streikt der Wagen von Hürtgen, dann haut es auch Ex-Formel-1-Pilot Danner raus. Nach 30 Minuten ist alles vorbei. Ein Computermonitor blendet den Sieger ein: Zanardi. Harald landet auf Rang neun. Nicht glücklich, sondern gekonnt. Ein BMW-Verantwortlicher drückt ihm nach dem Wettbewerb seine Visitenkarte in die Hand. Schwer beeindruckt von Haralds Schmidt-Show. Fortsetzung folgt?

Autor: Margret Hucko

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