AUTO BILD-Interview mit Opel-Chef Neumann

AUTO BILD-Interview mit Opel-Chef Neumann

— 07.03.2017

"Die Zusammenarbeit ist top"

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann spricht im Interview mit AUTO BILD ber die neue Marke im PSA-Konzern. Fr 2018 kndigt er die dritte gemeinsame Baureihe an!

AUTO BILD: Herr Neumann, Peugeot-Chef Carlos Tavares hat gesagt, dass er gerne das Potenzial von Opel "entfesseln" mchte. Was kann unter PSA denn besser werden als unter GM? Karl-Thomas Neumann: Ich sehe viele neue Chancen. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir an der einen oder anderen Stelle mehr Freiheitsgrade bekommen. In welchen Bereichen? Bisher haben wir unsere Modelle auf globalen Architekturen von GM entwickelt. Das ist teurer, als sie mageschneidert nur fr Europa zu konzipieren. Der neue Crossland X wurde ja schon zusammen mit PSA fr Europa entwickelt, wie ist das gelaufen? Die Zusammenarbeit ist top, wir arbeiten auf Augenhhe, und die Kosten liegen voll im Plan. Das stimmt mich sehr optimistisch.

Der Opel Grandland X ist noch fr 2017 angekndigt.

Werden denn knftig alle Modelle von PSA und Opel auf gemeinsamen Plattformen stehen, so wie im VW-Konzern?
Das ist das mittel- bis langfristige Ziel, ja. Mssen jetzt Projekte gestoppt werden? Nein, wir rollen unser Portfolio wie angekndigt aus. Bereits angekndigt ist ja der neue Grandland X, der zusammen mit PSA gebaut wird. Was ist das nchste neue Modell? Im kommenden Jahr bringen wir den neuen Combo, der ebenfalls gemeinsam mit PSA entwickelt wurde.

Opel Crossland X (2017): Vorstellung

Die drei neuen Modelle basieren alle auf PSA-Architekturen. Braucht Opel berhaupt noch eigene Ingenieure? Selbstverstndlich, Opel bleibt als eigenstndige, deutsche Marke erhalten und braucht damit natrlich auch eine eigene Entwicklung. So haben wir auch viel Arbeit in die Entwicklung des Crossland X, Grandland X und Combo gesteckt, die alle echte Opel sind. Wird Opel knftig nach China und USA exportieren? Wir machen erst einmal zu Hause in Europa unsere Hausaufgaben. Erwarten Sie Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit aufgrund der kulturellen Unterschiede? Ganz im Gegenteil! Ist es nicht gerade angesichts der politischen Situation in Europa ein tolles Signal, wenn durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen ein neuer europischer Champion entsteht? Schlielich war es doch die deutsch-franzsische Freundschaft, auf die Europa im Kern gegrndet ist. Opel wird unter meiner Fhrung alles daransetzen, dazu einen positiven Beitrag zu leisten.

Autor: Bernd Wieland

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