Leser testen den Opel Insignia

AUTO BILD-Leser testen den Opel Insignia

— 31.10.2008

Wie finden Sie den Insignia?

Einmal im Leben Auto-Tester sein – für acht AUTO BILD-Leser ging dieser Traum in Erfüllung. Sie durften den brandneuen Opel Insignia auf Herz und Nieren prüfen. So lautet Ihr Urteil.

Die Männer wirken wie Schuljungs auf einer Klassenfahrt: gut gelaunt und auch ein bisschen aufgeregt. Die ersten Premieren-Tester von AUTO BILD können es nicht abwarten, in den neuen Insignia zu steigen und Opels große Hoffnung zu prüfen – exklusiv, noch bevor er zu den Händlern rollt. Wir sind in der Nähe von Salzburg auf dem ÖAMTC-Testgelände am Brandlhof. Um uns herum eine traumhafte Sissi-Landschaft mit Bergen, rot leuchtenden Wäldern, Seen und verführerischen Straßen. Zehn Flaggschiffe aus Rüsselsheim strahlen mit der Herbstsonne um die Wette. Dieser neue Mittelklassewagen soll Opel mit Vollgas beschleunigen. Und das könnte klappen. Gutes Fahrverhalten und schickes Design, so zumindest lautet einstimmig der erste Eindruck unserer Premieren-Tester.

"Fährt sich super, aber FlexRide brauch' ich nicht"

Noch Fragen? Ein Opel-Mitarbeiter erklärt Premieren-Tester Walter Fritza technische Details zum Insignia.

Ein Instrukteur erklärt zwei der technischen Highlights: das FlexRide-System und das Opel-Eye. Ersteres bietet mehr Fahrkomfort auf schwierigen Straßen. Letzteres lässt das Auto Straßenschilder erkennen und den Fahrer auf Tempolimits oder Überholverbote hinweisen. Beides beeindruckt Alfred Broda (62) aus Mering allerdings herzlich wenig. Der Kfz-Meister hält nicht viel von elektronischem Schnickschnack. "Privat fahre ich einen Golf von 1996 ohne ABS und ESP", sagt er. Das FlexRide will er trotzdem testen. Die Hände fest ums Lenkrad, düst Broda mit sportlichen 70 km/h in die Kurve. Beifahrer Uwe Blaettner (46) wird ein wenig blass ums Näschen. Broda lacht: "Fährt sich super, aber das brauch' ich nicht." Stephan Grammer (57) sieht das anders. Er ist begeistert von dem neuen System, trotz einiger Schwierigkeiten: "Das ABS greift mir zu abrupt. Und dann war in der Kurve plötzlich der Motor weg. Ein blödes Gefühl, so ohne Lenkhilfe." ABS? Muss wohl ESP gewesen sein. Der Opel-Instrukteur guckt skeptisch: "Den müssen Sie abgewürgt haben." Klingt logisch, ist aber schwer nachvollziehbar. Egal.

Opel-Eye: Der Insignia erkennt die Verkehrsschilder

Weiter geht es zum Opel-Eye-Test. Noch bevor Grammer in seinen Insignia steigt, piept es. "Die Erinnerung, dass Ihr Autoschlüssel noch steckt", erläutert der Instrukteur. Aha. Entlang des Parcours befinden sich diverse Schilder. Der Insignia erkennt die Verkehrszeichen und weist den Fahrer auf das Tempolimit hin. Grammer – sonst Audi TT Roadster-Fahrer – drückt aufs Gaspedal, und schon piept der Warnton, blinkt die 50 zur Erinnerung. Auch als Grammer bewusst von der Spur abkommt, piept es. "Fantastisch. Opel-Eye hat mich überzeugt", sagt er. Blaettner widerspricht. "Mir ist das Opel-Eye zu synthetisch", so der Neurologe. "Der Fahrer konzentriert sich weniger und gibt die Verantwortung an die Technik ab."

Der Zweiliter-Turbo gefällt

Die Fahrt führt entlang idyllischer Serpentinenstraßen Richtung Schlosshotel Fuschl. Broda hat den Diesel gegen einen V6 getauscht. "Der braucht mehr Drehzahl", beschließt Broda und schaltet auf den Sportmodus. Schon springt die rote Beleuchtung im Cockpit an. "Ist ja super, der hat ja richtig Power. Viel besser als der Diesel." Das finden auch die anderen Premieren-Tester. Das höchste Lob aber erhält beim gediegenen Abendessen der 2.0 Turbo. "Eine Offenbarung", schwärmt Blaettner. "Eine faszinierende Synthese aus Komfort, Rasanz und Ökonomie. Als Kombi könnte der Insignia mein erster Opel werden!" Broda sieht das ähnlich. Er arbeitet in einem VW-Betrieb und vergleicht den Insignia mit dem Passat: "Ich bin positiv überrascht. Der Insignia macht einen sehr flotten Eindruck. Und wenn der Preis stimmt, könnte der ein richtiger Renner werden."

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