Der neue Champion

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AUTO BILD MOTORSPORT-AWARD: Die Sieger

— 01.12.2014

Marco Wittmann – DTM-Champion 2014

Marco Wittmann zeigte dieses Jahr allen Konkurrenten in der DTM was er drauf hat. In seiner zweiten Saison holte der BMW-Pilot den Titel.

Marco Wittmann ist am Gipfel angekommen. Die DTM-Saison 2014 stand ganz im Zeichen des jungen Franken. Völlig überraschend hat sich der BMW-Pilot zum Dominator des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) entwickelt – und das in seiner erst zweiten Saison in der wichtigsten europäischen Tourenwagenserie. Dafür haben ihn auch die AUTO BILD MOTORSPORT-Leser belohnt und ihn zum Tourenwagen-Fahrer des Jahres gewählt. ABMS war mit dem BMW-Star klettern – und erklärt, was ihn so stark macht. Jeder Handgriff an der Wand sitzt, jeder Tritt findet sein Ziel auf den bunten Griffen. Was BMW-Pilot Marco Wittmann beim Klettern zeigt, gilt genauso für seinen Job: die DTM. Dort ging es dieses Jahr für ihn steil bergauf. Zehn Rennen, vier Siege und vor allem: Der Meistertitel. Wittmann ist BMWs Gipfelstürmer.

Aufsteig an die Spitze wie im Traum

Dabei gleicht Wittmann außerhalb seines Cockpits eher einem scheuen Reh. Schmal, zurückhaltend, jugendlich und unscheinbar, manchmal sogar ein bisschen schüchtern wirkt der Mann aus Fürth. Steigt der gelernte Karosseriebauer, der noch immer regelmäßig im väterlichen Betrieb arbeitet, aber in seinen M4 DTM, wird er zum Tier. Dann fährt er der versammelten DTM-Elite um die Ohren. „Marco hat über den Winter sehr viel gelernt, was das Rennmanagement und das Verständnis der Reifen angeht“, verrät sein Boss, BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. „Er ist ein junger Bursche, der teilweise unbekümmert, aber trotzdem analytisch und konzentriert an die Sache rangeht“, lobt er. Gerade mal elf Rennen brauchte der Youngster für seinen ersten DTM-Sieg beim Saisonauftakt in Hockenheim. Schon 2013, in seiner Debut-Saison, war er schnell: gleich bester Neuling, Gesamtrang acht. Dabei ließ er Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock als Teamgefährte genauso hinter sich wie vier weitere BMW-Markenkollegen. Ein Einstand nach Maß.

Timo Glocks Titelprognose stimmt

Im Winter wechselte Wittmann, der in der Freizeit gern Squash spielt und Ski fährt, vom Team MTEK zu RMG. Statt des Neulings hinter Starpilot Glock ist er nun der Anführer seiner Mannschaft. In dieser Rolle fühlt er sich wohl. „Die Zusammenarbeit und Harmonie hat sich schon bei den Testfahrten sehr gut eingespielt.“ Und: „Harmonie ist wichtig“, betont er. Die pflegt er auch mit seinem neuen Renningenieur Dominic Harlow. Der Brite wechselte vor dieser Saison aus der Formel 1 zu RMG. Ein Glücksgriff für Wittmann. Denn mit 50 Punkten Vorsprung auf den Audi-Piloten Mattias Ekström fuhr er zum DTM-Titel. „Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere“, freute sich Wittmann über den Triumph. Und einer wusste schon vor der Saison, dass BMWs neuer Gipfelstürmer ein ganz Großer wird – Markenkollege Timo Glock. „Ich habe ihm schon nach den Testfahrten gesagt, dass er der Titelkandidat ist“, grinst der Ex-F1-Star.

Autor: Toni Schmidt

Fotos: L. Barthelmeß; Hersteller; picture-alliance

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