AUTO BILD SPORTSCAR 2009
— 28.11.2009Die besten Sportwagen 2009
Zehn Boliden, Tuning gegen Serie – die Wahl zum AUTO BILD SPORTSCAR 2009 war ein Kräftemessen der ganz besonderen Art. Die Entscheidung fiel auf dem Contidrom bei Hannover. Hier kommen die Gewinner.
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Doch Petrus ist an diesem Tag wohl nicht mit dem Gasfuß zuerst aufgestanden. Es schüttet wie aus Eimern. Für Heiterkeit und besonders drehfreudige Autos ist also schon mal gesorgt. Den Rest machen eine mehrköpfige Jury aus Technikern des TÜV Rheinland, Redakteure von AUTO BILD SPORTSCARS und der Schwesterzeitschrift AUTO TEST sowie Conti-Ingenieur und Reifentester Angelo Perez-Riemer und Profi-Rennfahrer Wolfgang Kaufmann. Jeder ist mit einem Bewertungsbogen bestückt, der in drei Kategorien (Rennfahrer-Wertung, Redaktions-Wertung und Techniker-Wertung) unterteilt ist, und verschiedene Kriterien zur qualitativen Einordnung enthält. Am Ende werden die (maximal zwölf) Punkte pro Kriterium addiert – und so der Gesamtsieger ermittelt. Der erste Powerriegel im Bunde kommt aus dem Mutterland des Regenwetters und ist unbestritten der Schönling unter den Boliden: Im Aston Martin V12 Vantage trifft absolute Geschmackssicherheit auf abgefahrenen Sound und einen bärenstarken V12-Sauger mit 517 bulligen Pferdchen.Herausragende Erscheinung: Nissan GT-R
Die Corvette ZR1 hat uns im vergangenen Jahr völlig davon überzeugt, dass man die Vette noch längst nicht abschreiben kann. Die atemberaubende, extrem schnelle und dabei – vergleichsweise – bezahlbare Superflunder aus den USA bietet bullige 647 Kompressor-PS für 135.990 Euro. Nachdem 2008 der kleine Bruder Gallardo bei der SPORTSCARS-Wahl am Ende groß als Gewinner rauskam, stellt sich 2009 der aktuelle Oberstier aus Sant'Agata zur Wahl. Mit zwölf Zylindern und einer Rundum-Magerkur wirft der Murciélago LP 670-4 Superveloce 670 wilde Pferde ins Rennen. Der Nissan GT-R ist eine der herausragenden Erscheinungen dieses Autojahres und hat auch bei AUTO BILD SPORTSCARS so manch deutlich teurerem Supersportler gezeigt, dass auch Japan exquisite Sportwagen hervorbringt. 485 PS und beste Rennstreckenperformance für 83.500 Euro. Den schnellen Reigen der Seriensportwagen beschließt der brandneue Porsche Turbo. Mit Doppelkupplungsgetriebe, variabler Motorlagerung oder Torque-Vectoring zeigt der 500 PS starke Allradler, wie man durch stete Weiterentwicklung der Perfektion immer wieder ein Stück näher kommt.ANZEIGE
Serie gegen Tuning
Die Tunerwertung beginnt mit einem Superlativ: Mit 360 km/h ist der von Edo Competition aufgebaute Murciélago LP 710 nicht nur der schnellste straßenzugelassene Lamborghini. Auch optisch geht die Brachialfuhre mit Lackarbeiten im Stile von Christian Audigiers einen interessanten Weg. Der teuerste und am auffälligsten gestylte Bolide kommt aus der Schweiz. Genauer von FAB-Design. Hier hat man sich den exklusiven SLR McLaren vorgenommen und einen Traum in Weiß kreiert, der bei Bedarf 750 PS auf die Hinterräder loslässt. Der zweite Japaner stammt ebenfalls aus der Schweiz und teilt mit seinem Serienbruder das beste Preis-/Leistungsverhältnis. 585 Biturbo-PS sind beim GT-RS von Novidem schon für 94.360 Euro zu haben. Auch der GT2 von Techart ist ein Rennstreckengeschoss erster Güte und wurde von dem rennomierten Tuner auf 580 PS hochgezüchtet. Wer sich für den veredelten Allradler erwärmen kann, muss fast 260.000 Euro auf den Tisch legen. Der letzte Bolide im Bunde stellt noch einmal alles gründlich auf den Kopf. Wer schon die 647 PS der Corvette ZR1 für starken Stoff hält, dem wird die GTS von Ami-Auto-Spezialist Geiger aus München den Kopf endgültig verdrehen. 710 PS verhelfen der in scharfem Weiß-Schwarz gehaltenen Vette zu einer Höchstgeschwindigkeit von 342 km/h – bei einem Gesamtpreis von 175.000 Euro.Siegerehrung während der Race Night 2009
Präsentiert wurden die beiden Gewinner 2009 auf der Race Night im Rahmen der Essen Motor Show. Zweimal öffnete sich der Vorhang für einen Porsche. Der eine kommt direkt aus Zuffenhausen, der andere aus dem benachbarten Leonberg. Herzlichen Glückwunsch an den schwäbischen Autoveredler Techart, der mit dem modifizierten 911 GT2 die Jury überzeugen konnte und die meisten Punkte bei den Tuner-Fahrzeugen abräumte. Gratulation auch an Porsche: Der 2009 stark gebeutelte Sportwagenhersteller zeigt wiederholt, dass der 911 Turbo noch immer ein Gegner ist, an dem andere erst einmal vorbei müssen. Geschafft hat es diesmal keiner. Das Jury-Urteil lautet einstimmig: Der Titel AUTO BILD SPORTSCARS 2009 bei den Serienfahrzeugen geht an den Porsche 911 Turbo.| SPORTSCAR 2009 | SERIE | TUNING |
|---|---|---|
| Porsche 911 Turbo | Techart GT2 | |
| Motor | 6-Zylinder-Boxer | 6-Zylinder-Boxer |
| Hubraum | 3800 cm³ | 3600 cm³ |
| Einbaulage | hinten längs | hinten längs |
| Aufladung | zwei Turbolader | zwei Turbolader |
| Leistung | 368 km (500 PS) bei 6000/min | 426 km (580 PS) bei 6400/min |
| Drehmoment | 700 Nm | 800 Nm |
| Antrieb | Allrad | Allrad |
| Getriebe | 7-Stufen-Doppelkupllungsgetriebe | 6-Gang manuell |
| Leergewicht | 1595 kg | 1515 kg |
| Verbrauch | 11,4 Liter SuperPlus | 14,0 Liter SuperPlus |
| 0-100 | 3,4 s | 3,7 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 312 km/h | 339 km/h |
| Preis | 154.332 Euro | 258.793 Euro |
Das sind die Gewinner der Leserwahl AUTO BILD SPORTSCARS 2009
| Leserwahl 2009 | SERIE | TUNING |
|---|---|---|
| Kleinwagen | 500 Abarth | JE Design Ibiza 1.9 TDI |
| Kompakte | Ford Focus RS | AC Schnitzer ACS1 |
| Limousinen | Mercedes E 63 AMG | MKB C 63/8 |
| Kombis | Opel Insignia OPC Sports Tourer | MTM S4 Avant Supercharged |
| SUV | BMW X6 M | Brabus GLK D6 |
| Cabrio/Roadster | Lamborghini Gallardo Spyider | Gemballa Mirage GT |
| Coupés | Audi TT RS | Abt AS5 R |
| Supersportler | Audi R8 5.2 FSI | 9ff GT9 R |
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Vlt gibt es in den Redaktionen nur noch 2 Journalisten und einen Praktikanten und die Artikel werden in der Marketing Abteilung von VW, Audi und Porsche geschrieben.
Irgendwas geht doch da nicht mit rechten Dingen zu.
01.12.2009 05:33Uhr
Besser als Porsche 911- und das zum halben Preis.
Der Nissan GTR wird sich durchsetzen.
Vielleicht nicht in D, aber ganz sicher im Ausland.
Porsche hat damit ein echtes Problem am Hals.
30.11.2009 14:55Uhr