AUTO BILD-Vorschau VW Lupo II

Neuer VW Lupo Neuer VW Lupo

AUTO BILD-Vorschau VW Lupo II

— 01.10.2003

Der neue Volkswagen

Endlich: VW bringt ein Auto fürs Volk. Der Lupo-Nachfolger wird größer und mit 8500 Euro auch deutlich billiger.

Im Sommer 2005 fällt der Startschuss

Immer besser, immer größer, immer teurer: Nach diesem Prinzip hat sich VW immer weiter von der Basis entfernt. Echte Volkswagen sind Golf & Co für die meisten Deutschen heute höchstens noch aus zweiter Hand. Doch jetzt ist Besserung in Sicht. Im Sommer 2005 bringt VW einen echten Volks-Wagen. Er kommt aus Brasilien und löst bei uns den Lupo ab. Und genau so wird auch der Nachfolger wieder heißen. "Tupi" war nur ein Deckname, in Südamerika heißt er Fox und geht dort bereits Ende Oktober 2003 an den Start.

Warum dauert es noch fast eineinhalb Jahre, bis das Auto auch bei uns zu haben ist? Weil es so den Ansprüchen europäischer Kunden kaum genügen würde. In der Heimat von Samba und Tango legen Kunden mehr Wert auf ein gutes Radio und einen günstigen Preis als auf Seitenairbags und ESP. Genau diese Dinge aber sind es, die nun nachgerüstet werden. Der neue Lupo ist eine ganze Nummer größer als das aktuelle Modell, und er ist auf Wunsch sogar mit vier Türen lieferbar. Im Innenraum bietet er genug Platz für fünf Erwachsene – vor allem dann, wenn die verstellbare Rücksitzbank in die hinterste Raste geschoben wird. Das reduziert zwar die Kapazität des Kofferraums, sorgt aber für überdurchschnittlich viel Beinfreiheit im Fond.

Zunächst zwei Benziner und ein Diesel

Ein direkter Maßvergleich zeigt, dass Lupo und Polo bald deutlich dichter zusammenrücken: Während der Kofferraum des Lupo I nur bescheidene 130 Liter fasst, soll der Nachfolger je nach Stellung der Rücksitzbank zwischen 200 und 240 Liter schlucken. Zum Vergleich: Der Polo kommt auf 270 Liter.

Das Armaturenbrett des gar nicht so kleinen Volkswagens erinnert eher an den New Beetle als an den Golf. Das große Zentralinstrument mit integrierten Zusatzanzeigen ist gut ablesbar, Radio und Heizung/Lüftung lassen sich problemlos bedienen, und auch an Ablagemöglichkeiten herrscht kein Mangel. Bei der Gestaltung der teilweise lieblosen Oberflächen besteht dagegen noch durchaus Spielraum für Verbesserungen.

Obwohl Fox und Lupo II unter dem Blech mit dem Polo weitgehend baugleich sind, beschränkt sich VW beim Einstiegsmodell zum Serienanlauf auf nur drei verschiedene Motorisierungen: • 1,2-Liter-Dreizylinder, Benzin-Zweiventiler, 55 PS/106 Nm • 1,4-Liter-Vierzylinder, Benzin-Vierventiler, 75 PS/126 Nm • 1,4-Liter-Dreizylinder, TDI-Zweiventiler, 70 PS/155 Nm

Der Neue lässt den Vorgänger alt aussehen

Die einzige zunächst lieferbare Kraftübertragung ist ein Fünfganghandschalter. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Vierstufenautomatik nachgeschoben werden. Ob auch der stärkere Benziner mit 100 PS für den Lupo II freigegeben wird, ist noch offen. Ganz sicher nicht in den Export kommen jene Motoren, die mit Alkohol betrieben werden – in Südamerika ist der aus Zuckerrohr gewonnene Biosprit fast so beliebt wie bei uns der Diesel.

Rund 100.000-mal soll sich der Lupo II pro Jahr verkaufen. Zu Preisen ab 8500 Euro – womit der neue Volks-Wagen sogar den Smart unterbieten würde. Schön wär's. Fest steht schon jetzt: Wenn 2005 der neue Lupo kommt, dann schlägt dem Seat Arosa die letzte Stunde. Weil Seat in Zukunft stärker als sportliche Ergänzung zu Audi positioniert werden soll, ist im Modellprogramm der Spanier kein Platz mehr für ein schlichtes Vernunftauto.

Hoffnungen machen darf sich dagegen Skoda. Diskutiert wird derzeit ein ebenso pfiffiger wie geräumiger Fünftürer, der allerdings nicht aus Südamerika importiert, sondern im heimischen Mladá Boleslav produziert würde. Darauf können die Tschechen doch schon mal einen Caipirinha trinken ...

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